Nebenwirkungen beim Röntgen: Wenn sie eintreten,dann auf der Stelle oder Tage/Monate/Jahre später?

5 Antworten

Beim Röntgen selbst entstehen kaum Nebenwirkungen, und wenn, sieht man das Ergebnis erst Jahre später in Form eines Krebses. Die Strahlung ist schwach und die Wahrscheinlichkeit der Schädigung ist gering bzw. sie ergibt sich aus der Addition der Bestrahlungen. 

Sichtbare und unmittelbare Nebenwirkungen hat das ungleich stärkere Bestrahlen von Krebstumoren, hier kommt es oft zu Verbrennungen durch die Strahlung oder es kommt zu Nekrosen, wenn Gewebe abstirbt. Aber das ist eine ganz andere Nummer, hier sind die Beschädigungen der Zellen schließlich beabsichtigt. 

Beim Röntgen bist du relativ sicher, obwohl viele Experten zu Röntgen-Reihenuntersuchungen, wie es sie noch in den 1960ern gab und auch heute noch bei der Brustkrebsvorsorge gibt, sagen, dass sie mehr Krebs auslösen als aufdecken. Röntgen sollte man eben nur nach genauer Abwägung.

Nach einer 'normalen' Röntgenuntersuchung (einschließlich CT) gibt es keine objektiven 'deterministische' Strahlenschäden (also innerhalb von Tagen/Wochen/Monaten).

sog. 'stochastische' Strahlenschäden (Tumorentstehung) können -üblicherweise mit einer Latenz (Verzögerung) von mehr als 20 Jahren auch bei geringen Strahlendosen auftreten. Die Wahrscheinlichkeit dafür hängt von der Dosis (und der Dosisleistung) ab.

Nur bei der Strahlentherapie* (meist, aber nicht nur zur Tumorbehandlung) ist die Dosis so groß, daß schon nach Tagen eine Reaktion -meist der Haut oder der Schleimhaut im Bestrahlungsgebiet- erkennbar ist.

*Ausnahme: Auch bei bestimmten Herzuntersuchungen (Herzkatheter) können, bei unzureichender Kenntnis so hohe Strahlendosen auftreten, dass Schäden entstehen.

lso ich persönlich wurde gestern zweimal geröngt (beim Zahnarzt). Heute gings mir in der Schule richtig schlecht (Bauchweh und Durchfall).

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