Nebenkostenabrechnungen - Raumheizung und Warmwasseraufbereitung Verbrauchseinheiten um das 8,5 fache gestiegen - woran liegt das?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Dei Sache ist doch ziemlich klar. Die Werte für die Warmwasserbereitung stimmen ziemlich gut überein. Da ist nichts auffälliges.

Auffällig sind jedoch die Heizkosten:

Vom 1.4.2014 bis 31.12.2014 hattest Du 7 warme Monate (April bis einschließlich Oktober). In 2014 hatten wir einen sehr warmen und trockenen Frühling und wenn Du im Oktober auch noch nicht heizen musstest und auch im November und Dezember eher sparsam warst, kommt der geringe Verbrauch hin.

In der Abrechnung 2015 hast Du aber Januar bis März als kalte Monate. Wenn Du zudem noch einen verfrorenen Zwischenmieter hattest, der bei jedem nicht so ganz warmen Tag die Heizung aufgedreht hat, sind wohl auch in den Monaten Juni bis Oktober ordentlich Heizkosten angefallen. Der Zwischemieter dachte sich wohl, er muss das nicht separat bezahlen, also heizte er sich gut ein.

Alles gut nachvollziehbar.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Guten Tag,

zunächst fällt auf, dass die Grundkosten für Heizung jeweils nach Tageszahlen anstelle von Gradtagszahlen nach VDI 2067 aufgeteilt wurden. Möglicherweise wurden Sie hierdurch benachteiligt. Dies stellt einen inhaltlichen Mangel der Abrechnung dar welcher innerhalb von 12 Monaten schriftlich zu monieren ist.

Weiter werden Kosten für den Mieterwechsel (Nutzerwechselgebühren) in Rechnung gestellt. Dies ist nur zulässig, wenn Sie dies im Mietvertrag explizit vereinbart haben. Grundsätzlich sind Nutzerwechselgebühren als Verwaltungskosten anzusehen und vom Vermieter zu tragen. (BGH VIII ZR 19/07)

Weiter fällt auf, dass die Abrechnungsunterlagen nicht sonderlich umfangreich sind. Es ist nicht ersichtlich, wie sich Ihre Verbrauchswerte gebildet haben (Anfangsstände, Endstände etc.). Es wird zwar jew. auf "Zwischenablesungen" verwiesen, die Wertentwicklung der Messgeräte wird jedoch nicht ausgewiesen.

Zudem ist  nicht ersichtlich, welche Umlagekosten in die Positionen "Heizkosten" und "Warmwasserkosten" eingeflossen sind (Energiekosten, Wartungskosten, Schornsteinfeger, etc.).

Möglicherweise verstößt die Abrechnung somit gegen die Anforderungen des § 259 BGB in dem eine geordnete Aufstellung der Kosten gefordert wird.

Weiter ist nicht erkennbar, wie der Anteil an den (gesamten) Wassererwärmungskosten ermittelt wurde (Warmwassererwärmungsformel, Wärmezähler, AWohn).

Liegen Ihnen noch weitere Belege vor, oder war das alles?

Grundsätzlich können Sie einer Abrechnung nicht pauschal aufgrund Ihrer Höhe widersprechen. Deshalb sollten Sie die o.g. Punkte prüfen / prüfen lassen. Auch was der Zwischenmieter "meint" ist subjektiv und sollte begründet werden. Jeder Mensch empfindet sein Verbrauchsverhalten anders.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Am 1.7-30.09 ein zwischenmieter hatte, der mir gegenüber meinte sparsam mit Wasser und Heizkissen gewesen zu sein.

Und das glaubst Du?

Aus den eingestellten Bildern, 2 x dasselbe übrigens, ist nicht zu ersehen was Du zahlen bzw. nachzahlen mußt.

Nur der Gesamtbetrag.

Etwa 11 m³ Warmwasser in 9 Monaten ist zu viel.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?