Nebenkostenabrechnung zu hoch - Kosten für Winterdienst ohne Schneefall?

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5 Antworten

Wenn der Abrechnungszeitraum 1.1.-31.12.09 ist, müssen für dich als Nutzungszeitraum 1.5.-31.12.09 berechnet werden, d.h. alle Kosten, die in 2009 anfallen werden durch 12 geteilt und mal 8 Monate genommen.

Ob Schnee liegt oder nicht ist egal, der Winterdienst muss trotzdem gezahlt werden.

Es sollte aber schon so sein, dass Winterdienst und Treppenhausreinigung getrennt aufgeführt werden oder macht das eine Firma? Dann sollten trotzdem 2 Rechnungen gemacht werden. Das könntest du monieren. Ansonsten nichts.

greeny1701 03.10.2010, 14:58

Ok, ersteres sehe ich nun ein. Ich würde trotzdem gerne Kopien der Rechnungen erhalten, um die Kosten nachzuvollziehen. Hierzu noch einige Fragen:

  1. Kann ich diese bei einer Entfernung von 60km einfordern oder muss ich dort hinfahren?

  2. Muss ich jetzt trotzdem schon unter Vorbehalt zahlen oder kann ich bis zur Klärung warten?

  3. Muss bei der Aufteilung der Winterdienstkosten nicht auch das Hinterhofgewerbe mit einbezogen werden, so wie es bei Niederschlagsgebühr, Grundsteuer und Straßenreinigung auch gemacht wurde?

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guterwolf 03.10.2010, 19:16
@greeny1701

du solltest darauf achten, dass die Kosten für den Winterdienst genau angegeben sind, d.h. anteilig ab Januar. Selbstverständlich müssen alle Mieter mit einbezogen werden, auch ein Hinterhofgewerbe. Bei 60 km kannst du dir Kopien schicken lassen, gegen Gebühr. Hinfahren gilt nur wenn man in der gleichen Stadt wohnt oder minimal entfernt. Ich würde die Kosten bis zur Klärung raus rechnen.

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Also ich würde mir das so nicht bieten lassen. WEnn Du so schon auf den ersten Blick erkennst, dass dort für einen Zeitraum abgerechnet wurde, in dem ihr dort nicht mehr gewohnt habt, würde ich den Vermieter darauf ansprechen. Fehler kann ja jeder mal machen. Desweiteren ist der Vermieter verpflichtet, alle Kopieen der tatsächlich geleisteten Zahlungen bei der Nebenkostenabrechnung bei zu fügen. Wenn dann nach Überprüfung sich raus stellt dass Du eine Überzahlung hast, würde ich es wieder auf den menschlichen Weg versuchen und ihn ansprechen. Sollte dieses alles nichts bringen, würde ich die Sache einem Anwalt übergeben.

Nemisis2010 03.10.2010, 12:49

Der Vermieter ist nicht verpflichet Kopien beizulegen, wenn der Mieter sie beim Vermieter einsehen kann.

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lubelu 03.10.2010, 19:32
@Nemisis2010

Da ich den gleich Fall schon selber hatte, mein Vermieter leider gar nicht so kooperativ ist, habe ich die Sache meinem Anwalt übergeben. Er MUSS diese Belege sehr wohl als Kopie beilegen wenn der Mieter darauf besteht. Zum mindest sagt das mein Anwalt.

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LittleArrow 11.11.2010, 22:31
@lubelu

Nur bei preisgebundenem Wohnungsbau hast Du Recht.

Bei nicht preisgebundenem Wohnungsbau kann der Mieter nur auf Kopien bestehen, wenn er nicht (mehr) beim Vermieter Belegeinsicht nehmen kann.

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Also erst einmal tragt ihr nur die Kosten, die netstanden sind als ihr dort gewohnt habt. Also wahrscheinlich sind die Kosten von Anfang 2009 gar nicht mitberechnet. Wenn doch : Ja, dann kannst du verlangen, dass das abgezogen wird.

Jedoch ansonsten wird es schwierig gebgen die Kosten vorzugehen. Schau mal nach, was in dem Mietvertrag bezüglich der Winterdienstkosten stand.

greeny1701 03.10.2010, 12:24

Es ist schon so, dass die Kosten anteilig nach Mietdauer errechnet wurden. Mein Argument ist aber, dass ich davon ausgehe, dass der Großteil der Winterdienstkosten vor unserem Einzug entstanden sind, wir diese dann aber durch die 1:1 Umlage übers Jahr trotzdem mitbezahlen müssten. Im Mietvertrag steht nichts weiter, wir erhielten jedoch die von newcomer gepostete Betriebskostenverordnung: www''gesetze-im-internet.de/betrkv/_2.html

Von Winterdienst steht da allerdings nichts oder bin ich blind?

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guterwolf 03.10.2010, 12:38
@greeny1701

Winterdienst wird in der Regel vom 1.10.-31.3. berechnet, es dürfen jedoch nur die Kosten angesetzt werden, die in 2009 entstehen, also vom 1.1.-31.3. und nicht die komplette Rechnung.

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M1022 03.10.2010, 20:58
@guterwolf

Ne Moment, dann vom 1.10 2009 bis zum 31.12 2009... Denn vom 1.1 bis zum 31.3 2009 haben die ja dort gar nicht gewohnt.

Das bedeutet 3 Monate trägt anteilig der Vormieter, 3 Monate trägt der Fragesteller.

Lass dir die Gesamtwinterdienstrechnung aufschlüsseln, wann welche Kosten entstanden sind. dann siehst du welchen Anteil du zu tragen hast. Wenn es dabei eine Fehlrechnung gab , kannst du sie beanstanden.

Ach ja, in vielen Kommunen gibt es einen Mieterbund. meistens kann man für einen geringen Jahresbeitrag Mitglied werden. die beraten dich in solchen Dingen dann kostenlos. Und sie sagen dir ganz klar , ob ein Vorgehen helfen würde oder nicht.

Wenn die Rechnung korrekt erstellt wurde, wird es in deinem Fall nichts nützen, denn die drei Monate Winterdienst musst du tragen.

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LittleArrow 11.11.2010, 22:40
@greeny1701

@greeny1701: Der Winterdienst kann in drei Positionen stecken:

Ziff. 8 Straßenreinigung (einschl. Bürgersteig) "....und die Kosten entsprechender nicht öffentlicher Maßnahmen"

Ziff. 9 Gebäudereinigung ("Zugänge") und

Ziff. 10 Gartenpflege ("Pflege von Plätzen, Zugängen und Zufahrten")

Natürlich muß das Gewerbe berücksichtigt und als Vorwegabzug ausgewiesen werden.

Nur den strittigen Betrag angemessen kürzen. Sonst alles zahlen und dem Vermieter die Kürzung schriftlich erläutern.

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Dein Argument ist nicht korrekt. Die anteiligen Kosten werden - wie bei Guterwolf beschrieben - umgelegt. Eine weitergehende Abgrenzung ist nicht erforderlich.

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