Nebenkostenabrechnung vom Vermieter zu hoch, was tun?

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10 Antworten

 

 Vermieter anschreiben und ihn auffordern die Sachlage zu erklären und zu begründen.

 

Ein Widerspruch muss begründet werden. Ein einfaches Schreiben mit dem Inhalt "Damit bin ich nicht einverstanden" ist nicht ausreichend.

Grundsätzlich solltest Du der Kostenposition Nr. 15 "Betriebskosten" widersprechen und hier eine Erläuterung/Belegeinsicht/Korrektur verlangen.

Die Positionen 1-14 sind schon per Definition Betriebskosten. Der Vermieter muss daher erläutern, welche Kosten die Position 15 konkret beinhalten.

Laut BGH Rechtsprechung hast Du im Übrigen kein Recht auf die Zusendung von Belegkopien. Solange es Dir zuzumuten ist, selbst in das Büro des Vermieters zu fahren (Umkreis von ca. 100 km), muss er Dir nichts zusenden.

 

denn so glaube ich das er mich schlicht und einfach betrügen will.

 

Einen bösen Willen würde ich ihm gar nicht unterstellen. Es gibt Betriebskosten, die gar nicht jedes Jahr anfallen (Legionellenprüfung, Aufzugsprüfung (TÜV), Heizungsanlagen, etc.), so dass ein hoher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr durchaus möglich ist.

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Ich vermute mal mit Betriebskosten sind sonstige Betriebskosten gemeint. Das müßte aber vertraglich genau erklärt sein welche das sind.

Ich würde zunächst keinen Cent zahlen und den Vermieter nachweisbar auffordern dir Gelegenheit zu geben die Originalbelege einzusehen.

Nicht genau welche, nur allgemein.

Bei der Belegeinsicht fragst Du dann was genau "Betriebskosten" sein soll und nach den Belegen dazu.

Ist das ein Haus mit Eigentumswohnungen?

denn so glaube ich das er mich schlicht und einfach betrügen will.

So hart würde ich erst mal nicht urteilen. Es kann auch schlicht Unwissenheit sein.

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Kommentar von bwhoch2
14.10.2016, 13:12

Wenn das eine Position ist mit sonstigen Betriebskosten, die mal in geringer und im anderen Jahr mit höheren Beträgen anfallen, kann es durchaus sein, dass ein solcher Unterschied auftritt.

Beispiel Dachrinnenreinigung, Dachkontrolle. Diese muss regelmäßig gemacht werden, aber nicht zwingend jedes Jahr. In dem einen Jahr fiel dieser Posten nicht an und im letzten Jahr schon. Das wäre dann eine einfache Erklärung für den Unterschied, der sogar betragsmäßig hin kommt.

Wichtig ist aber, dass diese Position, auch wenn sie in der Tabelle nur "Betriebskosten" genannt wird, zumindest als Fußnote genauer erklärt wird. Nach Möglichkeit mit Beträgen.

Da man als Mieter immer das Recht auf Einsicht in alle Belege hat, sollte man dieses nun schnellstmöglich wahr nehmen. Tut man das nicht, muss man auf jeden Fall die geforderte Nachzahlung fristgerecht leisten und hat dann immer noch die Möglichkeit der Nachprüfung. Sollte sich dabei heraus stellen, dass tatsächlich was falsch ist, z. B. Reparaturen eingebaut, die da nicht rein dürfen, kann man das beanstanden und eine korrigierte Abrechnung fordern. Evtl. zuviel gezahlte Beträge werden dann zurück gezahlt oder man behält sie sich von der nächsten Mietzahlung ein. Insofern geht nichts verloren.

Allein das zeigt aber auch, dass ein Betrug schlicht nicht möglich ist, denn welcher Mieter zahlt freiwillig mehr, als er soll. Da hakt doch wirklich jeder ein.

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Deine Vorgehensweise ist schon richtig. Unterlagen, ggf. auch als Kopie verlangen, was das genau für Betriebskosten sind und wie die Kosten entstehen. Mäßige aber deinen Ton und bleibe ruhig und sachlich. Nicht gleich sofort böses Blut verursachen.

Was nun die Zahlung selbst angeht, den unstrittigen Teil würde ich zumindest bezahlen. So zeigst du auch später, wenn es tatsächlich zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommt, dass du nur einen Punkt bemängelst und nicht alles.

Noch ein kleiner Tipp: Dort sind Kosten für Hausmeister und für Wartung Tech aufgeführt. Es ist nicht ersichtlich, was für Wartungen es genau sind. Einfache Wartungen sollte der Hausmeister aber übernehmen können und dafür wurde er bezahlt. Daher mal nachfragen, was genau damit gemeint ist. Ist damit die Heizung gemeint, dürften diese Kosten natürlich erhoben werden

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Kommentar von ChristianLE
14.10.2016, 10:02

Es ist nicht ersichtlich, was für Wartungen es genau sind.

 

Das muss auch nicht aufgeführt werden. Dazu gibt es dann die Belegeinsicht.

Einfache Wartungen sollte der Hausmeister aber übernehmen können und dafür wurde er bezahlt.

 

Wenn der Hausmeister eine Mehrleistung erbringt (Wartung), dann lässt er sich das sicher auch bezahlen. Demzufolge ist es egal, ob das ein Fachunternehmen oder der Hausmeister durchführt.

Unabhängig davon, würde ich einen Hausmeister keine Wartungsarbeiten durchführen lassen (auch nicht, wenn es kleine sind). Dazu fehlt ihm im Zweifel die fachliche Kompetenz.

 

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Dein Plan ist an sich nicht falsch. Ich würde den Vermieter auch erst mal anschreiben und um den "Originalen" Beweis bitten. Anzeigen kann er dich deswegen nicht. Du hast Zeit um das Geld zu zahlen und er kann dir ohne weiteres innerhalb von 1 Tag (wenn er "aktiv" ist das Original vorlegen) Falls er sich weigert das Original vorzulegen würde ich zu einem Rechtsanwalt gehen

 

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Du kannst die Einsicht verlangen, dann musst du zu ihm hinfahren.

Du kannst Kopien verlangen, dann hast du aber die entstehenden Kosten zu tragen.

Wahrscheinlich habt ihr im Haus einen Aufzug und die Betriebskosten sind hier die Wartung ...

Einbehalten würde ich das Geld nicht, es sollte leicht möglich sein, die Frage in der Zahlungsfrist zu klären.

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Er ist verpflichtet, auf Verlangen, eine detailierte Abrechnung zu liefern.

Du kannst bis dahin schriftlich Einspruch gegen seinen Forderungen erteilen.

http://imcona.de/gewerbeobjekte/?gclid=CNq1\_IXg2c8CFSYz0wodoocJvA

ist nur ein Dienstanbieter für dieser Art von Probleme.

Gibt einfach "betriebskostenabrechnung prüfen" in eine Suchmaschine.

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Geh zum Mieterverein. Sie schreiben für dich einen Brief. Wenn man nicht Mitglied ist, kann man, glaube ich, eine einmalige Gebühr bezahlen.

Ich glaube, wenn ein Posten falsch ist, dann brauchst du erstmal die ganze Rechnung nicht bezahlen. Man kann die Unterlagen verlangen, auf die sich die Zahlen beziehen. Allerdings würde ich den Brief von eine Profi schreiben lassen (wie gesagt, Mieterverein etc.)

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Kommentar von joe200575
14.10.2016, 09:14

Den Brief kann ich selbst schreiben, das ist kein Problem. Ich würde gerne wissen, ob es ok ist, das ich die angefechtete Summe erstmal einbehalte, bis ich genau Einsicht in die Unterlagen vom Vermieter bekomme?

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Lass Dir die Originalunterlagen zeigen, Kosten für Kopien der Unterlagen musst Du selbst tragen.

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Hier wäre die Frage an den vermieter durch aus angebracht, wie Betriebskosten in einem Jahr so steigen können.
Das soll er mal genauer aufschlüsseln. Leider weiß ich nicht genau, was alles enthalten sein darf.

Am besten mal zum Verbraucherschutz damit gehen

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Du kannst, auf Verlangen, alle Rechnungen bei Deinem Vermieter einsehen.  Geh hin und lasse Dir diesen Unterschied erklären

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Kommentar von joe200575
14.10.2016, 09:12

Das Problem ist, das ich mit dem Vermieter auf dem Kriegsfuss stehe, wir hassen uns gegenseitig und er wohnt 50km weit weg. Ich will daher keinen persönlichen Kontakt mit ihm. Kann ich von ihm verlangen er möchte mir die Unterlagen als Kopie zusenden als Beweis? Oder bringt es nur was, wenn ich die Originale sehe?

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