Nebenkostenabrechnung über 10 Monate inkl. Erdgasabrechnung über 14 Monate - rechtens?

2 Antworten

  1. Bitte den Vermieter, dass er in Deine Abrechnung 15.3. bis 31.12.2013 rein schreibt. Ob sich dadurch ein Unterschied in den Beträgen ergibt, muss er ebenfalls feststellen und das dann ggf. korrigieren.

  2. Es handelt sich offenbar um ein Zweifamilienhaus. Demzufolge ist die Abrechnungsweise nach m² korrekt.

  3. Eigentlich hätte der Vermieter den Verbrauch aus 2014 abgrenzen müssen, sodass Du nur das Gas anteilig zu zahlen hättest, das bis 31.12.2013 auch tatsächlich verbraucht wurde. Das könntest Du reklamieren, aber am Ende, wiel Du immer noch drin wohnst, wirst Du es doch irgendwann bezahlen müssen. Bitte den Vermieter, doch künftig dafür zu sorgen, dass eine Kalenderjahr genaue Abrechnung möglich ist. Das kann er, indem der Erdgaszähler immer am 31.12. abgelesen wird und er könnte sich auch eine Zwischenabrechnung vom Gaslieferanten geben lassen.

Bleibt es auch durch Änderung zu Punkt 1 bei den 92 € Nachzahlung, würde ich ansonsten nicht weiter dran rühren. Das bringt Dir keinen Vorteil.

Die ganzen Detailfragen kannst Du Dir sparen, wenn dieser Satz stimmt, den Du hier schreibst:

"Ich muss dazu sagen, dass hier alle Kosten [...] nach Quadratmeter aufgeteilt werden."

Ein solcher Umlageschlüssel ist bei Heizung und Warmwasser gesetzlich verboten. Es muss immer eine Mischkalkulation nach Verbrauch UND (!) Quadratmeter vorgenommen werden. Das Verhältnis ergibt sich aus dem Mietvertrag und wenn dort nicht vorgesehen, kann es der Vermieter bestimmen. Höchstens zulässig ist 70 % nach Verbrauch und 30 % nach Fläche, mindestens muss der Schlüssel 50 : 50 sein.

Beispiel:

Die Heizkosten betragen im Jahr 8.000 EUR.

Der Mieter A hat eine Wohnung von 100 m², der Mieter B hat eine Wohnung von 300 m². Der Mieter A hat 500 Liter Heizöl verbraucht, der Mieter B hat 400 Liter Heizöl verbraucht.

Hier wird so umgelegt (nach dem Beispiel 70 : 30).

  1. Schritt: Verteilung nach Verbrauch:

Die Heizkosten betragen 8.000,00 EUR. 70 % hiervon sind 5.600,00 EUR. Diese sind nach dem Verbrauch von A und B nach dem Verhältnis 500 : 400 zu verteilen, also treffen den A 5/9 von 5.600,00 EUR und den B 4/9, das sind also bei A 3.111.11 EUR und bei B 2.488,89 EUR.

  1. Schritt: Verteilung nach Fläche.

Die Heizkosten betragen 8.000,00 EUR. 30 % hiervon sind 2.400,00 EUR. Diese sind nach der Fläche von A und B nach dem Verhältnis 100 : 300 zu verteilen, also treffen den A 1/4 von 2.400,00 EUR und den B 3/4 von 2.400,00 EUR, das sind also bei A 600,00 EUR und bei B 1.800,00 EUR

  1. Schritt Summe:

A muss bezahlen 3.111,11 EUR + 600,00 EUR = 3.711,11 EUR (abzgl. Vorauszahlungen)

B muss behalen 2.488,89 EUR + 1.800,00 EUR = 4.277,80 EUR (abzgl. Vorauszahlungen)

  1. Schritt: Probe

Anteil A + Anteil B = 8.000,00 EUR q. e. d.

Ein solcher Umlageschlüssel ist bei Heizung und Warmwasser gesetzlich verboten.

Das ist falsch, denn offensichtlich handelt es sich um ein Zweifamilienhaus und der Vermieter wohnt selbst mit drin. Insofern ist alles übrige, was in dem Kommentar zur Heizkostenverordnung noch angeführt hat, in diesem Fall überflüssig.

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Ein solcher Umlageschlüssel ist bei Heizung und Warmwasser gesetzlich verboten.

Das ist falsch, denn offensichtlich handelt es sich um ein Zweifamilienhaus und der Vermieter wohnt selbst mit drin. Insofern ist alles übrige, was in dem Kommentar zur Heizkostenverordnung noch angeführt hat, in diesem Fall überflüssig.

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