nebenkostenabrechnung prüfen

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13 Antworten

Der VM ist nicht verpflichtet dir Kopien zu machen. Du kannst ihm aber anbieten gegen eine Gebühr von 30 oder 50 c Kopien machen zu lassen. Tut er das auch nicht, kannst du die Belege bei ihm einsehen und am besten fotografierst du diese dort mit dem Handy oder du musst dir alle Angaben aufschreiben. Mit 10 Min. ist es nicht getan.

Wenn die Abrechnung beanstandet ist, du also Widerspruch eingelegt hast, kann er nicht so ohne weiteres eine Mahnung schicken, denn er müsste die Beanstandung ja erst mal klären. Er kann aber andererseits die Beträge von den Posten verlangen, die du nicht beanstandet hast, denn eine pauschale Beanstandung geht nicht, die musst du schon mit den einzelnen Posten begründen.

Also rede nochmal mit ihm ob er dir Kopien gegen Entgeld macht, ansonsten nimmst du das Handy mit und fotografierst alles.

connyshexe 29.08.2012, 19:09

er kann sie ja einfach auf das fax legen. dann hat er ja nicht mal die druckerkosten. und ich haben gerade mit ihm gesprochen, er sagt wir haben kein anrecht auf einsicht der versicherungen usw. die anderen belege könnten wir ja einsehen bei ihm.

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guterwolf 29.08.2012, 19:22
@connyshexe

ihr habt Anrecht auf alle Belege der Beträge, die er abrechnet!!!!! Dann mach einen Termin, geh hin und fotografier und wenn er Belege nicht rausgeben will sagst du ihm, dann streichst du den entsprechenden Posten aus der Abrechnung, ganz einfach.

Wie "horrend" ist denn die Abrechnung eigentlich? Nicht, dass du einen Denkfehler machst :-)

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guterwolf 30.08.2012, 10:27
@schleudermaxe

habe ich was anderes geschrieben? Kopien muss er nicht machen, auch nicht gegen Entgeld.

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Also, ein Vermieter hat alle Kosten des Grundstücks, auch die nicht umlagefähigen, in eine Abrechnung einzustellen, so jedenfalls der BGH. Fehlen ihm Rechnungen (von anderen Eigentümern), hat er diese zu beschaffen. Ein Mieter hat Anspruch auf Einsichtnahme in einzelne Rechnungen, die in die Abrechnung eingestellt wurden, so jedenfalls der BGH. Ein pauschales Bestreiten ist unzulassig, so jedenfalls der BGH. Für eine Belegprüfung beim Vermieter (Kontrolle Abrechnungszeitraum) benötige ich für rd. 20 Rg. 5 bis 10 Minuten. Viel Glück und prüfe, ob die AR ordnungsgemäß ist und keine inhaltliche Fehler (Abweichung von mietvertraglichen Vereinbarungen) beinhaltet. Meist fehlerhaft bei Hausmeister: Der Anteil Verwaltung (Mithilfe bei Aus- und Einzügen, kleine Reparaturen wie Glühbirnentausch im Treppenhaus, etc.) wird nicht herausgerechnet.

ist er nicht verpflichtet uns die belege in kopie zukommen zu lassen?

Nein bzw.nur gegen Erstattung der Kosten. Und das auch nur wenn es unzumutbar ist die Belege beim Vermieter einzusehen.

und darf er einfach so eine mahnung schicken wenn ich die abrechnung beanstandet habe?

Darf er. Denn Du bist nicht der Vertragspartner, sondern Deine Tochter.

Aber was verstehst Du unter "horrend"?

Ist Deine Tochter evtl. zu einem unglücklichen Zeitpunkt ein- oder ausgezogen? Was zum Beispiel zu Beginn oder mitten in der Heizperiode der Fall sein kann.

Waren evtl. die Vorauszahlungen viel zu niedrig?

Um nur einige Ursachen zu nennen.

connyshexe 29.08.2012, 19:06

-ich hab beim alten vermieter bürge gesagt für meine tochter. ist ja auch kein problem -die heizkosten haben wir ja direkt mit der ewe abgerechnet. das fällt da nicht mit rein. - die vorauszahlungen waren die gleichen wie im vorjahr. nur hat der alte vermieter am 1.1.2012 das haus an den neuen vermieter verkauft und der sagte zu uns das es ärger geben würde mit ihm. und nun haben wir den salat.

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anitari 29.08.2012, 19:18
@connyshexe

-ich hab beim alten vermieter bürge gesagt für meine tochter. ist ja auch kein problem

Das Du Bürge bist heißt nicht das Du Vertragspartner bist. Die Abrechnung muß Deine Tochter schon selbst beanstanden.

  • die vorauszahlungen waren die gleichen wie im vorjahr. nur hat der alte vermieter am 1.1.2012 das haus an den neuen vermieter verkauft und der sagte zu uns das es ärger geben würde mit ihm.

Wie hoch waren denn die Vorauszahlungen und wie groß ist die Wohnung?

Was genau ist zu NK im Vertrag vereinbart?

Evtl. beruft sich ja der neue Vermieter nur auf das Vereinbarte, was der alte VM "übersehen" hat oder versucht abzurechnen was gar nicht im Vertrag steht.

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schleudermaxe 30.08.2012, 10:09
@anitari

Bedenke auch, der neue Vermieter ist erst zuständig ab Eintrag im Grundbuch. Dies möge er also zuerst einmal belegen und dann sehen wir weiter. Beachte auch die Abrechnungsperioden (zwingend immer 12 Monate!). Der neue kann nicht einfach nur mal so eben.

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Der Vermieter muß Dir keine Kopien von der Abrechnung senden, Du kannst diese Belege zur Nebenkostenabrechnung bei ihm einsehen, aber nicht nur 10 Minuten und kannst Dir Zahlen aus den Belegen abschreiben, um zu Hause in Ruhe überprüfen zu können. Mit der Mahnung kommt es darauf an, wielange die Beanstandung her ist. Wenn Ihr nichts unternommen habt, um die Beanstandung zu begründen, kann er wohl nach 4 Wochen den fehlenden Betrag anmahnen, d.h.wenn Ihr nur pauschal beanstandet habt und keine genaue Begründung angegeben habt.

connyshexe 29.08.2012, 19:02

ich habe am 30.7 die abrechnung bekommen. am 15.8 habe ich mit der frau gesprochen das ich die belege bitte in kopie haben möchte. sie sagte wenn sie aus dem urlaub kommt sendet sie mir diese zu. heute rief er an uns sagte das dieses rechtlich nicht gehen würde. die frist ist abgelaufen weil ich darauf gewartet habe das sie mir die belege zusendet. und wie ist das eigentlich. meine tochter ist zum 1.6 ausgezogen, werden die nebenkosten nicht erst am ende des jahres abgerechnet? ich hab von der materie so gar keine ahnung.

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guterwolf 30.08.2012, 10:29
@connyshexe

Für welches Jahr hast du die Abrechnung bekommen? Was für eine Frist ist abgelaufen? Das ist Unsinn. Rechtlich nicht gehen? Auch Unsinn.

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Liesche 30.08.2012, 16:39
@connyshexe

Da Deine Tochter am 1.6..d.J. ausgezogen ist, hat der Vermieter die Nebenkosten für den Zeitraum bis 1.6.2012 gleich berechnet, vermutlich, daß mit dem Auszug alles gleich erledigt ist. Normalerweise wird ja nach Ablauf eines Jahres erst abgerechnet, also kann eine Widerspruchsfrist auf keinen Fall abgelaufen sein. Da aus Deinem Schreiben nicht hervorgeht wie viele Mieter überhaupt in dem Hause wohnen, nehme ich an, es ist kein größeres Haus mit vielen vermieteten Wohnungen, so daß eine Einzelabrechnung vorgenommen wurde. Die Reklamation solltet Ihr aber unbedingt schriftlich mit Rückschein machen, dann alle Angaben beim Vermieter prüfen. Solltet Ihr nicht klarkommen, würde ich den Mieterverein hinzuziehen.

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Hallo. Hm, seltsames Verhalten von dem Vermieter. Dass man die Nebenkostenabrechnung überprüfen will ist doch völlig normal. Warum gibt er euch nicht einfach eine Kopie von den Unterlagen? Irgendwie verdächtig. Ich weiss nun nicht, ob es einen rechtlichen Anspruch dafür gibt, die Belege einzusehen aber ich denke da man die Rechnung bezahlen soll ist es ein legitimes Interesse prüfen zu können, ob insbesondere bei einer so hohen Abrechnung die Kosten gerechtfertigt sind. Im Zweifelsfall würde ich denke ich, wenn die Abrechnung wirklich unrealistisch erscheint, nicht zahlen bis er die Unterlagen rausrückt.

albatros 30.08.2012, 02:09

Das ist nicht verdächtig, der BGH hat entschieden, dass Vermieter das nicht müssen.

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Eine gewisse Prüfzeit steht euch selbstverständlich zu. Und prüfen ohne Unterlagen ist nicht möglich. Zehn Minuten einsehen ohne eine Kopie?! Das klingt schon so als hätte er was zu vertuschen. Mein Tipp: Schriftlich Kopien anfordern (dass ihr danach was in der Hand habt) und dafür Frist setzen. Solange selbstverständlich nicht zahlen. Kann er mahnen wie er mag. Gehen die Unterlagen ein... prüfen und notfalls wiederum schriftlich reklamieren. "Richtigen" Betrag zahlen. Am besten zeitgleich. Gehen die Unterlagen nicht ein sofort ab zum Mieterschutzbund und von da ein Schreiben aufsetzen lassen. Der Beitrag dort ist sehr gering und lohnt sich im Vergleich "zum blinden zahlen" mit Sicherheit. Viel Erfolg! Lg

albatros 30.08.2012, 02:07

Mit diesem Rat erleidet die Mieterin Schiffbruch. Kopien muss der V. nur dann zusenden, wenn er sehr weit weg seinen Sitz hat und deshalb nicht zumutbar ist, in seinem Büro Einsicht zu nehmen. Das scheint aber hier nicht der Fall zu sein.

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Hallo,

du schreibst selbst, dass du so gar keine Ahnung hast, warum willst du dann die Rechnungen einsehen? Du weißt doch gar nicht, welche Kosten umlegbar sind und welche nicht! Es gibt zwei Möglichkeiten, entwerde der alte VM hat zu wenig abgerechnet oder der neue VM versucht Kosten umzulegen, die nicht umlegbar sind. Es kann dir hier keiner helfen und ein Anspruch auf Zusendung hast du nur, wenn der VM weit weg wohnt, du musst schon jemanden mitnehmen, der davon Ahnung hat, wenn du niemanden kennst, wende dich bitte umgehen an den Mieterbund!!! Ich würde zuerst eine Teilzahlung in Höhe der letzten Abrechnung bezahlen allerdings unter Vorbehalt.

Zunächst erstmal: die geforderte Summe wird fällig vier Wochen nach Zugang. Das ist unabhängig davon, ob Sie einen Widerspruch gemacht haben oder nicht. Denn einen Widerspruch können Sie ein Jahr lang machen. Sie müssen die Summe also erstmal zahlen, unabhängig von ihrem Widerspruch.

Der Vermieter ist nur dann verpflichtet, Ihnen die entsprechenden Unterlagen in Kopie zukommen zu lassen, wenn es für sie und zumutbar wäre, zum Vermieter hinzu fahren. Wenn Sie also beispielsweise eine Wohnung in Hamburg hätten und der Vermieter hat seinen Sitz in München.

Er ist aber verpflichtet, wenn Sie bei ihm im Büro sind, dienen kostenpflichtig Kopien anzufertigen. Bei den Kopien darf er pro Blatt 0,50 € nehmen.

Hi, der kann Dir ne Kopie machen gegen Entgelt. Tut er das nicht, fotografiere die Seite doch ab. Der Vermieter uß nr Einsichtnahme gewähren. DSSiehe Link. Gruß Osmond http://ratgeber.immowelt.de/wohnen/recht/urteile-mietrecht/nebenkosten/artikel/artikel/abrechnung-der-nebenkosten-keine-beleg-kopien-fuer-mieter.html Zitat: Mieter, die sich von der Richtigkeit der Nebenkostenabrechnung überzeugen möchten, haben zwar ein Anrecht auf Einsicht in die Belege. Belegkopien können sie von ihrem Vermieter dagegen in den meisten Fällen nicht verlangen. Dies entschied der Bundesgerichtshof (Az.: VIII ZR 78/05). Mieter kann Belege zur Nebenkostenabrechnung beim Verwalter einsehen Im Allgemeinen sei es dem Mieter zumutbar, die Belege direkt beim Vermieter oder bei der zuständigen Hausverwaltung einzusehen, um die Abrechnung der Nebenkosten auf Richtigkeit zu überprüfen argumentieren die Richter. Nur dann, wenn der Vermieter sehr weit weg von der Mietwohnung lebe oder bei einigen Sonderfällen des sozialen Wohnungsbaus, habe der Mieter in Einzelfällen Anspruch auf Fotokopien von Belegen. Im konkreten Fall residierte die Hausverwaltung des Vermieters jedoch in der gleichen Stadt, in der sich die Mietwohnung befand. Hier könne der Mieter ohne weiteres die Belege direkt bei der Hausverwaltung einsehen um die Abrechnung der Nebenkosten auf Richtigkeit zu prüfen. Die Richter lehnten es auch ab festzustellen, dass der Mieter Anspruch auf Kopien gegen Erstattung der Kosten haben könne: Der Aufwand des Vermieters sei in diesem Falle trotzdem hoch, Unklarheiten hinsichtlich der Abrechnung ließen sich am besten vor Ort bei der Einsicht in die Belege ausräumen.

Lass das vom Mieterschutzbund prüfen, selbst kann man das fast nicht machen weil man nicht genau weiß was da rein darf und was nicht.

Du hast ein Recht auf Zusendung von Kopien der Belege (max. 25 Ct./Kopie plus USt). Teile ihm schriftlich mit (per Einwurf-Einschreiben), dass Du die NK-Abrechnung überprüfen lassen willst.

anitari 29.08.2012, 18:49

Du hast ein Recht auf Zusendung von Kopien der Belege

Falsch

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tradaix 29.08.2012, 19:10
@anitari

Wohnt Ihr Mieter direkt bei Ihnen gegenüber, verweisen Sie ihn doch einfach auf sein Einsichtrecht. So brauchen Sie ihm nicht alle Belege zu kopieren. Das ist jedenfalls die Meinung des Amtsgerichts in Düsseldorf (Urteil v. 18.3.1997, ZMR 1998, S. 167). Natürlich ist es auch möglich, im Einzelfall von diesem Grundsatz abzuweichen. Das ist z.B. dann gegeben, wenn dem Mieter aus besonderen Gründen nicht zugemutet werden kann, bei Ihnen als Vermieter oder Verwalter Einsicht in die Unterlagen zu nehmen.

Bestellen Sie beispielsweise Ihren berufstätigen Mieter am Vormittag zur Einsichtnahme der Abrechnungsunterlagen, so wird dies als nicht zumutbar angesehen. Hier könnte Ihr Mieter von Ihnen verlangen, daß Sie ihm die Kopien der Belege zusenden (AG Gelsenkirchen, Urteil v. 10.1.1996 - 3 a C 1154/95, WM 1996, S. 349).

Grundsätzlich darf Ihr Mieter alle Dokumentationen einsehen, die Ihrer aktuellen Betriebskostenabrechnung zu Grunde liegen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich nun um Rechnungen von Dienstleistern, Belege über Heizöl- oder Gaslieferungen oder aber den Hausmeistervertrag handelt. Denn oftmals kann Ihr Mieter nur an Hand dieser Verträge herausfinden, ob sich hierin Instandhaltungskosten oder Verwaltungskosten verstecken, die Sie gar nicht umlegen dürfen. (...)

Häufig kommt von Vermietern die Frage: "Muss ich meinen Mietern eigentlich Kopien von meinen Rechnungsbelegen zuschicken?" Die Antwort lautet "Ja". Das Amtsgericht in Bremen hat es so entschieden (AG Bremen, Urteil v. 15.10.2001 - 8 C 0148/01, WM 2002, S. 32; LG Duisburg, Urteil v. 16.10.2001 - 13 S 208/01, WM 2002, S. 32). Fakt ist: Originalrechnungen müssen Sie Ihrem Mieter nicht zusenden! Hier langen Kopien. (...)

(Quelle: http://www.hausverwalter-abc.de/bk-mieterrechte.html)

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schleudermaxe 30.08.2012, 10:04
@tradaix

Quatsch mit Sauce. Keine Kopien, so jedenfalls der BGH und die alten Urteile sollte hier eigentlich nichts zu suchen haben.

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tradaix 12.09.2012, 13:40
@schleudermaxe

Wenn der BGH dazu ein Urteil gesprochen hat, dann sollte man auch das Aktenzeichen und Datum erwähnen oder einen entsprechenden Link einstellen. Ich warte - danke!

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Meine Empfehlung: schaltet den Mieterverein ein.

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