Nebenkostenabrechnung Nachzahlung

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6 Antworten

Grundsätzlich ist über 12 Monate abzurechnen (u.U. mit einem kürzeren Nutzungszeitraum innert dieses gesetzlich vorgeschriebenen 12-Monats-Abrechnungszeitraum).

Da hier vermutlich nicht nach dieser Vorgabe abgerechnet wurde, ist die Abrechnung schon deshalb (aus formalen Gründen) unwirksam. Demzufolge ist die Nachforderung unrechtmäßig und nicht zu leisten.

Hallo,

die reine Erstellung der NK-Endabrechnung hätte Eurerseits sogar eine max. Frist von 12 Monaten gehabt. ( Im Bezug auf den letzten Abrechnungszeitraum. )

Da lagt Ihr ja locker drin und somit ist Euer Anspruch auf Nachzahlung / Begleichung auch deutlich länger als 3 Monate rechtswirksam.

Kommt alleinig der Mieter der angegebnen Zahlungsfrist in der NK-Endabrechnung nicht nach, könntet Ihr ihn nach Fristablauf schriftlich anmahnen und somit in Verzug setzen.

Dieses könnte sogar kostenpflichtig erfolgen ( Mahngbühren, Verzugszinsen, ggf. Verwaltungskosten ) Und solange seitens der Gegenpartei kein Widerspruch gegen die Endabrechnung schriftlich gegenüber Euch genannt wird, dürfte die Abrechnung somit als anerkannt betrachtet bleiben. ( Nicht Euer Problem, wenn der Ex-Mieter keinerlei Widerspruch anmeldet und sein Anwalt momentan Urlaub macht ). Soweit ich weiss, dürft Ihr die Kaution zunächst einmal solange zurückhalten ( ich glaube aber max. 6-12 Monate ), bis die Wohnungsauflösung und die Folgekosten seitens es Ex-Mieters einwandfrei geklärt und beglichen wurden.

Aber das solltet Ihr dann ggf. mit einem Anwalt besprechen, weil ich Euch als Laie da keinerlei rechtsverbindliche Hilfestellung geben kann.

mfg

Parhalia

werbon 30.08.2013, 14:46

Denke aber es kommt anders. Der VM wird hier noch die Kosten der Gegeseite übernehmen müssen. Unabhängig davon ob die Betriebskostenabrechnung noch innerhalb dieser Ausschlußfrist vom VM geändert werden kann. Wenn jetzt die Abrechnung falsch ist kommen die Rechtsanwalts- Kosten zunächst mal auf den VM zu.

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Gerhart 30.08.2013, 15:03
@werbon

Auch das ist kein "MUSS" - Wenn die Abrechnung korrekt ist, bezahlt der Mieter die RA-Kosten. Eher erscheint mir hier die Widerspruchsfrist des Mieters durch den Kunstgriff mit RA-Urlaub gestreckt worden zu sein. Jeder Anwalt kann im Zivilverkehr behaupten, er hätte Urlaub, es läge zuviel Arbeit an, das Kind oder er selbst sei krank usw. - übliche Rösselsprünge der Winkeladvokaten. Für wichtige Terminsachen gibt es immer einen Stellvertreter.

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Parhalia 30.08.2013, 15:08
@werbon

Zunächst kann man ja ohnehin nur abwarten, was seitens des x-Mieters passieren wird. Durch den VM wurde zumindst schon einmal eine Endabrechnung erstellt und zugestellt. ( Somit erst einmal allgemeine Forderungen schon mal schriftlich angemeldet )

Ob das auf Nachprüfung durch die Gegenpartei stimmt, sei hier momentan nicht diskutiert. Es wurde vom Vermieter bislang lediglich eine Forderung zur Endabrechnung tituliert und zu Recht liegt die Rückzahlung der Kaution noch auf Eis.

Den Anwalt des Mieters ( Nachprüfung ) müßte der Vermieter m.W. nur bezahlen, wenn die Nachprüfung wirkliche Fehler zu Lasten des Mieters ergab und es ggf. zu einem Verfahren kommt.

( Aber sinnvolle rechtliche Ergänzungen sind in diesem Thread natürlich sehr hilfreich und somit gewünscht ;-) ... ernst gemeint.... )

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Hallo,

da gilt nur Abwarten und Tee trinken.

Um die Situation beurteilen zu können, müsste man den Mietvertrag kennen, vor allem wie die NBK aufgeteilt werden. Gibt es Pauschalen oder sind überall Wasseruhren und Stromzähler usw. angebracht?

Kann der Mieter exakt nachlesen, wie der Wasser- und Stromverbrauch errechnet wurde? Wenn nicht, kannst Dich gleich auf einen 15 % Abzug von der Summe einstellen.

Die Nebenkosten sind zwar relativ kurzfristig nach der Erstellung fällig, wird diese jedoch bezwifelt, muss erst nach Klärung bezahlt werden

Gerhart 30.08.2013, 14:56

15% Abzug - wie entsteht denn das? Kenn ich eigentlich nur bei Abrechnung der Heizkosten, wenn kein Wärmemengenzähler benutzt wurde.

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WMBSLG 31.08.2013, 22:13
@Gerhart

Hallo Gerhart, das geht ganz einfach durch ein Gerichtsurteil!

Wird in der NBK-Abrechnung nur der tatsächliche Verbrauch ausgewiesen und nicht gleichzeitig Anfangs- und Endstand der Zähler aufgeführt, dann kann der Mieter nicht nachvollziehen (lt. Gericht), wie der VB errechnet wurde.

Die exakte VB-Berechnung ist auch dann erforderlich, wenn der Mieter selbst die jeweiligen VB-Daten bzw. Zählerstände geliefert hat.

Glaube es mir, mir liegt so ein Urteil vor!

Schönen Sonntag und vg.

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dasBlond 30.08.2013, 17:38

Zur Info, man kann genau ablesen, welche Energieleistungen verbraucht wurden.

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WMBSLG 31.08.2013, 22:15
@dasBlond

Nur ablesen oder wie berechnet wurde? Das ist der Unterschied!

Siehe Kommentar an Gerhart!

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Da stimme MosqitoKiller vollends zu. Mir ist es auch direkt beim lesen aufgefallen. Ich habe da ebenfalls meine Zweifel an der Richtigkeit der Betriebskostenabrechnung. Es gibt sicherlich noch relevante Kosten die einfließen müssen und noch keine Rechnung vorhanden ist. Na passieren kann da erst mal nichts. Der Vermieter kann seine Abrechnung innerhalb der Ausschlußfrist ändern.

Es gibt keine 30-Tage-Frist der Nachzahlung, wenn Ihr sie nicht gesetzt habt...

Ich frage mich gerade nur, wie Ihr den Mietern bereits bei Auszug die Abrechnung in die Hand drücken konntet. Komplett bis 31.07. kann die ja nicht sein, es sei denn, der Abrechnungszeitraum wäre unwahrscheinlicher weise zufällig 01.08.-31.07., das ist unmöglich, da würde allein deswegen die Abrechnung moniert werden...

anitari 30.08.2013, 14:45

Ich frage mich gerade nur, wie Ihr den Mietern bereits bei Auszug die Abrechnung in die Hand drücken konntet

Ich mich auch.

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wow... erst mal vielen Dank fürs schnelle Antworten :-) Erst mal zur Frist, ja, wir haben uns das Aushändigen de NK Abrechnung schriftl. Bestätigen lassen und darin die Frist zur Begleichung (30 Tage hatte ich aus dem Internet) bis zum 31.08. gesetzt. Die Abrechnung konnten wir auch nur so schnell machen, weil die Heizung/Gas bei uns über Techem abgerechnet wird und da wurde zu Ende Juni abgelesen. Die Mieter haben im Juli eigentlich auch nicht mehr in der Wohnung gewohnt sondern waren nur am ausräumen. Alle Zähler wurden abgelesen und aufgrund der Wassergebühr der Gemeinde ausgerechent. Müllabfuhr hatten wie auch ne Rechnung über die Leerungen, Versicherungen/Grundsteuer dann noch anteilig auf die Monate gerechnet und gut war.... Dachten wir :-) Wolltens wie gesagt einfach schnell hinter uns bringen, weil wir einfach nur froh waren, das sie ausgezogen sind! Hab auch grad nochmal die NKAbrechnung überflogen und bin der Meinung, da gibts auch nix, was in Frage gestellt werden könnte. Ob der Anwalt das genauso sieht steht dann auf einem anderen Blatt :-)

anitari 30.08.2013, 16:05

und aufgrund der Wassergebühr der Gemeinde ausgerechent.

Ohne Rechnung?

weil die Heizung/Gas bei uns über Techem abgerechnet wird und da wurde zu Ende Juni abgelesen.

Für welchen Zeitraum?

Lagen denn überhaupt schon alle Jahresrechnungen der Ver- und Entsorger vor?

Deren Vorlage kann der Mieter nämlich fordern.

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dasBlond 30.08.2013, 17:32
@anitari

Es ist nicht die Absicht gewesen, die Nebenkostenabrechnung zu analysieren ( dies wird ja schon vom Anwalt erledigt), sondern eine Antwort auf die erstgestellte Frage , wie die weiteren Fristsetzungen sind zu bekommen. Alle Rechnungen sind vorhanden, auf Monate umgelegt und eigentlich haben wir kein Angst vor einer Überprüfung. Hier geht es nur um Zeitschindung und Schikane des ehem. Mieters.

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MosqitoKiller 11.09.2013, 10:45
@dasBlond

Alle Rechnungen sind vorhanden, auf Monate umgelegt und eigentlich haben wir kein Angst vor einer Überprüfung.

Das solltet Ihr aber haben, denn die Rechnungen können ja überhaupt nicht vorhanden sein, sondern nur die der Vorjahre und eine entsprechende Hochrechnung. Beispielsweise muss zwingend die Rechnung für Wasser/Abwasser fehlen...

Hier geht es nur um Zeitschindung und Schikane des ehem. Mieters.

Das ist keine Zeitschindung, der ehemalige Mieter moniert zu Recht eine nicht korrekte Abrechnungsweise...

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MosqitoKiller 11.09.2013, 10:43

Bestätigen lassen und darin die Frist zur Begleichung (30 Tage hatte ich aus dem Internet) bis zum 31.08. gesetzt.

Laut BGH reicht eine in der Rechnung gesetzte Frist bei Verbrauchergeschäften aber nicht, um den Schuldner in Verzug zu bringen, es bedarf einer weiteren Mahnung dazu...

Die Abrechnung konnten wir auch nur so schnell machen, weil die Heizung/Gas bei uns über Techem abgerechnet wird und da wurde zu Ende Juni abgelesen.

Dann fehlt aber doch noch der Juli...

Alle Zähler wurden abgelesen und aufgrund der Wassergebühr der Gemeinde ausgerechent. Müllabfuhr hatten wie auch ne Rechnung über die Leerungen, Versicherungen/Grundsteuer dann noch anteilig auf die Monate gerechnet und gut war.... Dachten wir

Das ist keine korrekte Abrechnungsweise, das würde ich auch monieren. Letztlich braucht Ihr als Belege Rechnungen, derartige Zwischenrechnungen ohne entsprechende Belege sind nicht zulässig...

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