Nebenkostenabrechnung kann nicht stimmen?!

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5 Antworten

Du hast innerhalb 12 Monaten nach Zustellung der Abrechnung das Recht, gegen die Abrechnung Einspruch einzulegen. Das gilt auch noch, wenn die geforderte Nachzahlung schon erfolgt ist. Die Abrechnung muss an die (beide) Mieter adressiert sein mit ihrer Wohnadresse. Oder gab es bei der Post einen Auftrag zur Nachsendung in die Kaserne?

Rechnungsbelege müssen nicht beigefügt werden, wohl aber die Abrechnung eines Abrechnungsservices (Ista, Techem, Brunete etc.). Die Abrechnung muss nachvollziehbar sein und formal korrekt sein. Dazu gehört die Angabe des Gesamtverbrauches, des Umlageschlüssels und der anteiligen Kosten je Betriebskostenart. Fehlt auch nur eine dieser Angaben, ist die Abrechnung aus formalen Gründen unwirksam.eine dieser Natürlich sollte auch letztendlich eine Gegenüberstellung der Vorauszahlungen zu den Kosten dargestellt serin. Es dürfen natürlich nur solche Betriebskosten abgerechnet werden, die auch vereinbart sind. Um überprüfen zu können, ob die Forderungen berechtigt sind, muss dir / euch der Vermieter Einsichtnahme in die Originalrechnungsbelege ermöglichen. Weigert er sich, ist die Nachzahlung nicht fällig.

und haben vor 3 Monaten die Nebenkostenabrechnung davon bekommen Wie kann ich jetzt am besten verfahren???

Das hättest Du vor 3 Monaten fragen sollen. Spätestens 4 Wochen nach Erhalt, wenn nicht widersprochen wurde, der Abrechnung ist die Zahlung fällig.

Die Hohe Nachzahlung kann daraus resultieren das Ihr überwiegend in der Heizperiode (Januar - April) dort gewohnt habt.

Der Vermieter muß der Abrechnung keine Rechnungen beilegen. Der Mieter hat aber das Recht diese beim Vermieter einzusehen. Allerdings nicht erst nach Monaten.

Wieso ist der Vermieter nicht dazu verpflichtet die Rechnung bei zu legen?? Da kann der mir ja dann viel sagen was ich bezahlen muss.

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@Laslie

Und wieso erst nach 3 monaten weil die Vermieterin die Nebenkostenabrechnung in die Kaserne von meinem Mann geschickt hat und er in Afghanistan war. Daher habe ich erst vor 2 Tagen den 2ten Brief der Vermieterin bekommen

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@Laslie

Wieso ist der Vermieter nicht dazu verpflichtet die Rechnung bei zu legen??

Weil der Gesetzgeber das nicht vorsieht. Stell Dir mal große Wohnungsunternehmen mit 100ten Wohnungen vor. Die Kosten wären enorm.

Da kann der mir ja dann viel sagen was ich bezahlen muss.

Dafür hat der Gesetzgeber das Recht zur Belegeinsicht eingeräumt.

Und wieso erst nach 3 monaten weil die Vermieterin die Nebenkostenabrechnung in die Kaserne von meinem Mann geschickt hat und er in Afghanistan war. Daher habe ich erst vor 2 Tagen den 2ten Brief der Vermieterin bekommen

Das ist natürlich ein völlig anderer Aspekt, den ich, da in der Frage nicht erwähnt, nicht ahnen konnte.

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@anitari

Ja aber die Vermieterin musste uns doch eh gesondert abrechnen da es nur ein halbes jahr war und ich versteh es einfach nicht wir haben praktisch auch 2 monate warm zusätzlich bezahlt und müssen trotzdem 470 nach bezahlen das kann ich gar nicht glauben....

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@Laslie

Ja aber die Vermieterin musste uns doch eh gesondert abrechnen

Das kann und darf sie auch nicht. Sie muß über den gesamten Abrechnungszeitraum (12 Monate) abrechnen und darin Euren Nutzungszeitraum (6 Monate) berücksichtigen.

Die hohe Nachzahlung kann, wie ich schon schrieb, zustande gekommen sein weil Ihr überwiegend in der Heizperiode dort gewohnt habt und kaum Heizkostenguthaben aus den heizfreien Monaten (Mai - September) "ansparen" konntet. Die Monate Januar - April sind die heizkostenintensivsten Monate des Jahres. Da können die tatsächlichen Heizkosten 2 - 3 x so hoch sein wie die gezahlten. Die 2 Vorauszahlungen aus Mai und Juni können einfach nicht ausgereicht haben um die tatsächlichen Heizkosten zu decken.

Aber, auch das schrieb ich schon, Du hast das Recht die Originalbelege beim VM einzusehen. Vereinbare einen Termin und laß sie Dir vorlegen und die Abrechnung erklären.

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@anitari

nein das waren ja nicht nur 2 monate vorrauszahlung sondern in dem sinne 7 monate aber ich meinte damit ja nur das wir das ja auch noch gezahlt haben obwohl wir ja gar nicht darin gewohnt haben da hätten wir ja dann 250€ nur an nebenkosten zahlen müssen um auf null zu kommen!!!

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Naja, nun mal langsam, hier scheinen noch nichtmal die elementaren Bestimmungen für die Wirksamkeit einer Nebenkostenabrechnung eingehalten zu sein. Die Abrechnung wäre dann formal unwirksam und auch nicht zur Zahlung fällig, da sie genauso behandelt wird, als wäre sie nie zugegangen...

Auch wenn die Fragestellerin hier rein intuitiv ohne Kenntnis der Rechtslage fragt, scheint sie Ihre Intuition hier doch nicht zu trügen...

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Wenn ihr zu Beginn und Ende der Mietzeit die Ablesegeräte gemeinsam mit dem Vermieter/Ableser notiert habt, habt ihr doch Zahlen in der Hand. Ansonsten müsst ihr auch berücksichtigen, dass je nach Monat der Heizungsverbrauch unterschiedlich groß ist! Im Januar-März fallen ca. 45 % der Jahresheizungskosten an. Vereinfacht: Im Januar verbraucht man etwa doppelt so viel wie im Monats/Jahresschnitt!

Wann/ob ihr die Heizung angestellt/abgedreht habt, kann der Vermieter nicht nachvollziehen.

die Abrechnung des Vermieters muss alle einzelnen Posten (Müll, Straßenreinigung, Versicherungen, gemeinsamer Strom Hausbeleuchtung, Schornsteinfeger...) auflisten. Was abgerechnet werden kann, steht im Mietvertrag - oder auch im Internet.

Doch das kann er nachvollziehen weil der Hausmeister für den ganzen Wohnblock die Heizung unten im Keller abgedreht hat.

Und man muss doch auch nachvollziehen können wie solche Kosten zusammen kommen wie z.B.: Hausmeister oder Gartenpflege usw. ????

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Mal ohne Kenntnis des "tabellarischen Schriftstücks" unterstelle ich jetzt mal, dass dieses nicht den formal nötigen Anforderungen an eine korrekte Abrechnung entspricht. Somit wäre diese unwirksam, und Ihr müsstet gar nichts zahlen...

Was ist denn dann das formal nötige Schriftstück was sie mir bieten muss??

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@Laslie

Eine Abrechnung muss mindestens folgende Dinge enthalten um formal korrekt zu sein:

  • Adressat der Abrechnung
  • Abrechnungsobjekt
  • Abrechnungszeitraum
  • Nutzungszeitraum
  • Zusammenstellung/Auflistung der Abrechnungspositionen
  • Zusammenstellung/Auflistung der entsprechenden Gesamtkosten
  • Angabe und Erläuterung der zugrunde gelegten Umlageschlüssel
  • Berechnung des Mieteranteils an den einzelnen Kosten inkl. Summierung

Ansonsten wäre sie formal falsch, unwirksam und gilt rechtlich als nie erstellt/zugegangen...

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Der Mieterschutzbund kann das prüfen, wende dich dort hin.

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