Nebenkostenabrechnung, Heizkosten (Pauschale) nachzahlen wegen Erhöhung Gaspreis?

9 Antworten

Falls du nicht zufällig in einem Zweifamilienhaus wohnst (??) schreibt der Gesetzgeber (Heizkostenverordnung) vor, dass Heizkosten nach Verbrauch abgerechnet werden müssen. Gas als Brennstoff gehört zu den Heizkosten (s. Betriebskostenverordnung) und wird im Rahmen der Heizkostenabrechnung abgerechnet. Da eine Pauschale also unzulässig ist, sind deine monatlichen Zahlungen als Vorauszahlungen zu betrachten. Über diese ist jährlich für einen Zeitraum von 12 Monaten innerhalb der Abrechnungsfrist von 12 Monaten nach Ende des Abrechnungszeitraumes abzurechnen. Wird diese Abrechnung zu spät (nach Ende der AF) dem Mieter zugestellt, ist sie verfristet, eine Nachzahlung nicht mehr fällig. Das trifft bei deiner Abrechnung für 2010 so zu. Die Abrechnung für 2011 erfolgte fristgerecht, theoretisch eine Nachforderung fällig. Allerdings darf nur der im Abrechnungsjahr erfolgte tatsächliche Brennstoff verbrauch angesetzt werden. Das wäre an Hand der Jahresrechnung des Versorgers zu überprüfen. Dort müssten sich ja die Preissteigerungen im Abrechnungsjahr widerspiegeln. Du solltest deshalb Einsichtnahme fordern und die Angaben in der Abrechnung mit dieser vergleichen, insbesonder auch deine Vorauszahlungen im Vergleich zu den Gesamtkosten.

es ist ein zweifamilienhaus also 1 Familienhaus mit Einliegerwohnung. der Vermieter wohnt oben und ich wohne unten im Haus in der Einliegerwohung.

die kostenpauschale bezieht sich rein nur auf den Gasverbrauch.

Alles andere ist mit einer Vorauszahlung abgedeckt. Die Pauschale ist also nicht für die Betriebskosten zuständig die anfallen.

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Da wäre erst mal zu klären ob denn die Abrechnung für 2010 fristgerecht zugegangen ist.

Dazu müßte man den Abrechnungszeitraum kennen.

Wenn für Heizkosten eine Pauschale vereinbart wurde muß der Vermieter darüber nicht abrechnen, kann die Pauschale aber auf Grund gestiegener Energiekosten erhöhen. Allerdings nicht rückwirkend. Ob Du wenig bis gar nicht geheizt hast spielt bei einer Pauschale keine Rolle.

das ist richtig bei einer pauschale spielt das wohl keine rolle. aber mit der pauschale sehe ich mich im nachteil, da der vermieter die Kostenpauschale von 75 Euro prozentual anhebt wenn der Gaspreis steigt. d.h steigt der gaspreis erhöht sich meine heizkostenpauschale egal ob ich heize oder nicht.

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@Nichtswisser666

aber mit der pauschale sehe ich mich im nachteil,

Das ist nun mal so. Du hast doch den Vertrag gelesen und unterschrieben.

Wie gesagt, nachzahlen mußt Du bei einer Pauschale nicht, da darüber nicht abgerechnet wird.

Folglich sind auch die Verbräuche völlig irrelevant für Dich.

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@anitari

ja die verbräuche sind irrelevant für mich daher auch geschwärtz auf der Rechnung vom Vermieter zu finden.

Aber:

er erhört die Pauschale prozentual wenn der Gaspreis steigt wie oben geschrieben 2009 waren es 4,77 kwH und 2011 6,4 kwH. macht eine Erhöhung von 35,43 % und das soll ich jetzt nachzahlen.

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@Nichtswisser666

macht eine Erhöhung von 35,43 % und das soll ich jetzt nachzahlen.

Nachzahlen (rückwirkende Erhöhung) ist bei einer Pauschale unzulässig.

Mal davon abgesehen kommt das mit den 35 % Preissteigerung seid 2009 schon hin.

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@anitari

ja das mit der preissteigerung stimmt das habe ich ja schwarz auf weiss vom Energieverbraucher das ist ja kein Thema der Gaspreis ist nunmal gestiegen.

Es geht nur darum dass der Preis % angehoben wird und ich jetzt 2010 und 2011 nachzahlen soll.

Wo kann man das nachlesen dass das bei einer Pauschale unzulässig ist?

ich brauche irgendwas schwarz auf weiss wo ich ihm unter die Nase halten kann.

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@anitari

danke anitari aber das bringt mich nicht weiter... :-(

dass die Kostenpauschale prozentual angehoben wird steht im Mietvertrag so drin und habe ich auch unterschrieben. Nur konnte ja 2009 niemand wissen dass der Gaspreis über 30 % ansteigt.

Der Vermieter möchte hier rückwirdend Geld von mir da sich der Gaspreis erhöht hat, dabei habe ich 2011 gar nicht geheizt. Ich zahle also für etwas wofur ich gar nicht verantwortlich bin denn am Gaspreis kann ich nichts machen.

bei einer pauschale muss ich doch nichts nachzahlen das brauche ich allerdings schwarz auf weiss um ihm unter die Nase zu halten.

in deinem Link steht:

Zu beachten: Der Vermieter darf ( ausdrücklich in § 560 Abs. 2 BGB geregelt ) die Pauschale auch rückwirkend erhöhen, woraus sich eine entsprechende Nachzahlung für die Mieter ergeben kann, allerdings beschränkt auf maximal die Dauer von einem Kalenderjahr.

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@Nichtswisser666

Im BGB § 560 heißt es u. a.

(1) Bei einer Betriebskostenpauschale ist der Vermieter berechtigt, Erhöhungen der Betriebskosten durch Erklärung in Textform anteilig auf den Mieter umzulegen, soweit dies im Mietvertrag vereinbart ist. Die Erklärung ist nur wirksam, wenn in ihr der Grund für die Umlage bezeichnet und erläutert wird.

(2) Der Mieter schuldet den auf ihn entfallenden Teil der Umlage mit Beginn des auf die Erklärung folgenden übernächsten Monats.Soweit die Erklärung darauf beruht, dass sich die Betriebskosten rückwirkend erhöht haben, wirkt sie auf den Zeitpunkt der Erhöhung der Betriebskosten, höchstens jedoch auf den Beginn des der Erklärung vorausgehenden Kalenderjahres zurück, sofern der Vermieter die Erklärung innerhalb von drei Monaten nach Kenntnis von der Erhöhung abgibt.

http://dejure.org/gesetze/BGB/560.html

Zu Abs. 2

Der Vermieter kann sich zwar auf gestiegene Kosten des letzten Jahres (also nur 2011) bei der Erhöhung der Pauschale berufen, aber zahlen mußt Du sie erst ab dem übernächsten Monat nach Zugang der Erhöhung.

"Rückwirkend erhöht haben" bedeutet nicht das sie rückwirkend erhöht werden können/nachzuzahlen sind.

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Weil Du nicht nur Deine Heizung bezahlst, sondern 50%, bei manchen Vermietern sogar noch 70% anteilig aus den Gesamtheizkosten des Hauses zu Deiner Wohnfläche berechnet werden. D.H. bei dem Teil bezahlst für die anderen Mieter mit, wenn Du eine relativ große Wohnung hast.

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