Nebenkostenabrechnung für Wohnungsvorbesitzer

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Tatsächlich kannst Du hierüber im Wohnungseigentumsgesetz selbst nicht viel finden, außer dem, was der § 28 WEG besagt -  die konkreten Bestimmungen ergeben sich vielmehr aus der laufenden und gefestigten Rechtsprechung, wie so vieles im Wohnungseigentumsrecht.

Abgerechnet wird nach Wirtschaftsjahresende immer das Stück Wohnung, nicht jedoch der Wohnungseigentümer. Das Du und die Vor-Eigentümerin eine aufgesplittete, zeitanteilige Jahresabrechnung erhalten hast, um diese dann weiterleiten zu können, ist schon eine Nettigkeit und ein Service, denn eine Verpflichtung des Verwalters hierzu besteht nicht (allerdings hätte er Euch korrekterweise neben den beiden gesplitten Einzelabrechnungen auch noch eine dritte vollständige Einzelabrechnung zusenden müssen).

Das Abrechnungsergebnis in Höhe der Abrechnungsspitze bei Eigentümerwechsel, in Deinem Fall ein Nachzahlungsbetrag , ist von Dir an die WEG zu leisten, da Du zum Zeitpunkt der Beschlußfassung über die Abrechnung grundbuchamtl. eingetragener Wohnungseigentümer bist. Hätte die Abrechnung ein Guthaben ergeben, so hätte auch dieses Dir zugestanden, vgl. BGH, Beschluss vom 21.04.1988, V ZB 10/87.

Achtung: Abrechnungsspitzen sind nicht mit säumigen Hausgeldzahlungen zu verwechseln. Hier handelt es sich um Forderungen aus rechtswirksam beschlossenen Wirtschaftsplänen vorangegangener Abrechnungsperioden. Der Erwerber haftet hierfür nicht. Eine Fortschreibung solcher Rückstände in spätere, folgende Jahresabrechnungen ist unzulässig, BGH, Beschluss vom 24.02.1994, V ZB 43/93. Eine Haftung ist nur möglich, wenn eine Zahlungsverpflichtung in der Teilungserklärung bzw. der Gemeinschaftsordnung vereinbart wurde, BGH, Beschluss vom 24.02.1994, V ZB 43/93.

Das Du mit der Vor-Eigentümerin wegen Verschwindens oä. nun wohl nicht mehr wirst abrechnen können, ist Deine persönliche Sache. Die Gemeinschaft hat hiermit nichts zu tun.

Aber vielleicht hast Du ja Glück und wirst noch fündig.

Danke, obwohl die Antwort gefällt mir nicht ganz :-)

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Bei einem Wohnungskauf/-verkauf gilt grundsätzlich: Kosten, die vor dem Stichtag zur Zahlung fällig werden trägt der Verkäufer, danach der Käufer. Da eine Abrechnung immer zwingend über ein Jahr erfolgen muss, nicht gesplittet werden darf und diese nach dem Stichtag fällig wird, hat der Verwalter Recht, der Rest muss zwischen Euch (Verkäufer/Käufer) geregelt sein. Anders verhält es sich mit Hausgeldrückständen oder daraus resultierenden Abrechnungen...

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