Nebenkostenabrechnung für Wohnung, es gibt aber keine Rechnungen?

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4 Antworten

Lasst den Verwalter doch drohen. Wie will er einen Anspruch aus einer Schwarzarbeit denn gerichtlich geltend machen?

Da bekommt der Verwalter ordentlich was auf den Deckel.

Ich würde dem Verwalter mal klar machen, dass Ihr diese Schwarzarbeit der Finanzbehörde melden werdet.

Ich gehe jede Wette ein, dass er ganz schnell auf die Kosten verzichtet.

Handelt es sich um eine Eigentümergemeinschaft? Wenn ja, darf er ohne Zustimmung der Eigentümer vermutlich gar keine Instandhaltungsmaßnahmen in dieser Größenordnung durchführen.

User48572 05.07.2017, 13:49

3 Eigentümer haben zugestimmt sagt er, das reicht und den rest interessiert es nicht. 

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ChristianLE 05.07.2017, 13:54
@User48572

Nicht interessieren heißt aber nicht, dass zugestimmt wurde.

Bilden die 3 Personen eine einfache Mehrheit?

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User48572 05.07.2017, 14:06
@ChristianLE

Auf keinen Fall. Diese sind eher die, die alles regeln für alle anderen.

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ChristianLE 05.07.2017, 14:08
@User48572

OK, dann kann dies trotzdem über eine zweite Versammlung beschlossen werden.

Nichts desto trotz: Er kann keine Schwarzarbeiten in Rechnung stellen, zumal die Instandhaltungskosten über die Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden können.

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Immofachwirt 09.07.2017, 10:25

Der Verwalter vertritt die Wohnungseigentümergemeinschaft außerhalb der Versammlungen. Wenn er eine Abrechnung erstellt und diese beschlossen wurde, sind die Wohnungseigentümer verpflichtet die Nachzahlungen zu leisten.

Diese muss der Verwalter geltend machen und wird einen event. Prozess diesbezüglich auch gewinnen. Denn hierbei geht es nicht um eine unerlaubte Handlung, sondern um die Liquidität der Wohnungseigentümergemeinschaft.

Die unerlaubte Handlung ist Gegenstand der Entlastung und kann nur hier, oder in einem gesonderten Verfahren (Abberufung od. Schadenersatz) geahndet werden.

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Deine Eltern müssen voraussichtlich zahlen.


Eine Zahlungspflicht entsteht im Wohnungseigentumsrecht mit dem Beschluss über die Jahresabrechnung. Wenn die Jahresabrechnung also von der Wohnungseigentümerversammlung beschlossen wurde und sich daraus eine Nachzahlung für deine Eltern ergibt, muss diese bezahlt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Ausgaben zurecht vom Verwalter getätigt wurden, oder belegt werden konnten.

Zum besseren Verständnis: Wenn jemand Geld aus der Kasse nimmt, fehlt das Geld auch dann, wenn er es zu unrecht entfernt hat oder es nicht belegen kann und muss demgemäß im Kassenbuch (Jahresabrechnung) dargestellt werden und natürlich auch wieder aufgefüllt werden.
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Anders sieht die Sache jedoch bei der Entlastung des Verwalters aus, bzw. den Rechtsfolgen/Konsequenzen, die man aus dem unerlaubten Zugriff auf die Gelder der Gemeinschaft (Zahlung ohne Beleg, bzw. Ausweis der Mehrwertsteuer) zieht, aus.

Natürlich darf der Verwalter nicht entlastet werden, da es nicht ordnungsgemäßer Verwaltung entspricht und die Haftung für das Fehlverhalten dann vom Verwalter auf die Wohnungseigentümer übergeht.

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Legt er also keinen Beleg vor (weil Scharzarbeit), kann der Verwalter durch Beschluss der Wohnungseigentümerversammlung, oder ggf. auch durch Urteil bei einem diesbezüglichen Rechtsstreit, verpflichtet werden, den fehlenden (im Sinne von nicht belegbaren) Betrag aus eigenen Mitteln wieder aufzufüllen.

Die Frage ob der Verwalter hier möglicher Weise eine ungerechtfertigte Bereicherung (es wurde schließlich etwas instand gesetzt) entgegensetzen kann, ist zwar noch nicht höchstgerichtlich entschieden, wird aber wohl mangels Rechtsschutzbefürfnis verworfen.

Denn die Folge dieser Schwarzarbeit ist, dass gem. § 134 BGB Rechtsgeschäfte die gegen ein gesetzliches Verbot (Schwarzarbeit) verstoßen nichtig sind.

Damit kann die Wohnungseigentümergemeinschaft zwar keine Gewährleistung für die erbrachten Arbeiten geltend machen, der Verwalter indessen aber auch keinen Bereicherungsanspruch.

oooohhh ooooo ,

Schwarzarbeit und nicht orndungsgemäße Verwaltung. Sofort beenden abwählen. Und keine Beschlüsse und das über mehrere Jahre???!!!. Ihr macht euch alle strafbar. Zumindest ihr als Eigentümer habt es billigend in Kauf genommen. 
Ihr müsst was tun....Viel Glück

User48572 06.07.2017, 19:32

ich habe immer rechnungen gefordert, aber nie erhalten. ich habe auch mit anwalt gedroht, sodass der hausverwalter nun den job geschmissen hat und alle zittern. 

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Immofachwirt 09.07.2017, 10:20

Schwarzarbeit ist nur für Arbeitgeber und Arbeitnehmer strafbar, nicht für Auftraggeber (§ 266a StGB). Bei letztern ist es (leider) nur eine Ordnungswidrigkeit (§ 8 Nr. 1 Abs. 2 SchwarzArbG).

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lehnt euch entspannt zurück... lohn- und materialkosten aus schwarzarbeit könenn nicht eingefordert werden..

gleiches gilt für garantie und gewährleistung.


bzgl. letzterem sollten deine eltern bei der nächsten eigentümerversammlung mal das wort ergreifen....


User48572 05.07.2017, 13:41

Sag ich doch auch, es ist jedes Jahr das gleiche, fordern wir belege an, ist nichts da. 

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