Nebenkostenabrechnung bei fehlenden Zählerständen

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Ist die Abrechnung nach Verbrauch vereinbart gilt das ohne Wenn und Aber.

Bei, warum auch immer, fehlenden Zählerständen kann der Vermieter den Verbrauch bestenfalls schätzen, aber nicht den Umlageschlüssel ändern.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der Vermieter behauptet nun, er habe die abschließende Abrechnung inklusive der letzten Zählerstände des Vormieters verlegt und möchte nun die Warm- und Kaltwasserkosten pauschal durch die beiden vorhandenen Wohneinheiten teilen.

Erst einmal ist er verpflichtet die Unterlagen aufzubewahren.

Dann kann man sich bestimmt noch die Jahresverbräuche beim Versorger besorgen.

In meinem Mietvertrag ist eine Abrechnung nach Verbrauch vereinbart.

Dann muss das auch so gemacht werden.

Einseitige Änderungen dürfen nicht gemacht werden.

Muss ich einer pauschalen Abrechnung zustimmen?

Nein.

Wenn nein, welche Möglichkeiten habe ich für ein weiteres Vorgehen, da ich mich nicht in der Bringschuld der Zählerstände sehe?

  • Fristsetzung zur korrekten Abrechnung.

  • Mieterbund einschalten

  • Nebenkostenvorauszahlung zurückhalten als Druckmittel, bis eine korrekte Abrechnung erfolgt ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
doisdirk 20.03.2013, 23:40

Der Jahresverbrauch ist bekannt, ebenso der des Vorjahres und auch die der anderen Wohneinheit. Nur eben die Aufteilung auf die Mietparteien nicht und die Firma, die die Abrechnung nach den ihr ausgehändigten Unterlagen gemacht hat meinte, sie dürfe Zählerstände nicht errechnen.

Was nun, wenn die Unterlagen des Vormieters, ob nun zur Aufbewahrung verpflichtet oder nicht, nicht auftauchen? Der Gang zum Mieterschutzbund kommt dann doch eher einem geplanten Umzug gleich...

0
johnnymcmuff 22.03.2013, 18:50
@doisdirk

Was nun, wenn die Unterlagen des Vormieters, ob nun zur Aufbewahrung verpflichtet oder nicht, nicht auftauchen?

Dann wird er wohl auf die Forderung ganz oder teilweise verzichten müssen.

Der Gang zum Mieterschutzbund kommt dann doch eher einem geplanten Umzug gleich...

Warum, der Mieterbund kostet zwar was, aber er spart Dir eine Menge Geld und nur weil Du zum Mieterbund gehst, ist es noch lange kein Kündigungsgrund.

Ich hoffe es ist kein vom Vermieter bewohntes Zweifamilienhaus, denn dann könnte er eine erleichterte Kündigung machen.

0
Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
doisdirk 20.03.2013, 23:30

Danke erstmal für den Link.

Da die Nachzahlung aber sich ja nicht ausschliesslich auf den Wasserverbrauch stützt, sondern eben auch auf die Heizkosten welche ich nicht beanstande, ist die Sache wohl etwas komplizierter zu berechnen, um wieviel die Nachzahlung zu hoch sein könnte. Theoretisch wäre es ja sogar möglich, daß mein Wasserverbrauch höher ist als der, der anderen Wohneinheit. Und dann gibt es ja auch noch den Faktor "wie lange mag ich hier noch in einem guten Verhältnis wohnen"...

Bin mir etwas unschlüssig und mag eigentlich nur ungern die Brechstange auspacken.

0

Was möchtest Du wissen?