Nebenkostenabrechnung. Andere Mietpartei heizt nur mit Holz?

10 Antworten

Zwei Mietparteien in einem Haus. Hier muss also nach der Heizkostenverordnung abgerechnet werden. Das bedeutet, 30 - 50 % nach Wohnfläche und der Rest nach Verbrauch.

Wenn also einerseits Öl oder Gas verbrannt wird, um warm zu machen und andererseits Holz, das die Rentner selbst beschaffen, also damit nicht bei den Energiekosten in Erscheinung tritt, hat das folgende Effekte:

1. Die gesamten Energiekosten für das Haus müßten demnach viel niedriger sein, als wenn nur mit Gas oder Öl geheizt würde.

2. Einen erheblichen Teil der Heizkosten, die die Heizungsanlage verursacht, müssen die Rentner nach der HKV dennoch mit tragen, da z. B. auch Warmwasser damit erwärmt wird, Heizungsrohre trotzdem in oder durch ihre Räume bzw. die angrenzenden Wände gehen und, falls der Heizungskeller direkt unter deren Wohnung liegt, auch noch von unten her die Bude warm macht. Bezahlen müssen die Renter das über den 30 - 50 %-Anteil nach Wohnfläche.
Wenn Eure Abrechnung das nicht berücksichtigt, wäre sie schon mal grund falsch und man müßte hier erst einmal gar nicht weiter schreiben.

Ist das jedoch so aufgeteilt, dann dürft ihr davon ausgehen, dass die Heizkosten noch sehr viel höher wären, wenn nicht mit Holz dazu geheizt würde. Schlechte Heizungsanlage, schlecht gedämmte Rohre, schlechtes Haus und schon kommt man auf hohe Beträge.

Also, es gibt nur zwei Mietgenstände und somit sind alle Kosten und Lasten zu verteilen auf die Grundfläche und über den Verbrauch.

Dabei soll es Mieter geben, die weder im Bad noch im Schlafzimmer noch in der Küche Wärme abnehmen. Welche Strafe sieht der Gesetzgeber dafür vor? Was bitte ist daran schlimm, wenn mit Strom oder Kamin oder Holzofen (soweit zulässig) Wärme zugeführt wird? Aber das alles wird Dir Dein Jurist bestimmt auch schon gesagt haben. ZUdem wird nicht verteilt über sechs Wochen, sondern über 12 Monate. So jedenfalls die gesetzlichen Vorgaben und Ausnahmen sind nicht möglich, so der BGH. Auch dies sollte Dein Anwalt Dir auch schon gesagt haben. Viel Glück also. Gekümdigt haben die Vwermieter noch nicht? 6 Wochen in einem Jahr nur Winter?

Natürlich ist es erlaubt mit Holz zu heizen wenn ein Ofen oder Kamin vorhanden ist. Kein Mieter kann gezwungen die Wärme die die Heizungsanlage liefert zu nutzen.

Nur am verbrauchsunabhängigen Teil Heizkosten müssen sie sich, wie alle anderen Mieter auch, beteiligen.

Das Ihr so viel Nachzahlen müßt kann auch andere Ursachen haben.

Zum Beispiel zu geringe Vorauszahlungen oder Nutzungszeitraum überwiegend bzw. ausschließlich in der Heizperiode.

Wie groß ist denn die Wohnung und wie hoch die monatlichen Vorauszahlungen?

Da gebe ich dir recht. 105m² 140 € Abschlag. Das ist zu wenig, das stimmt. Aber das rechtfertigt nicht die hohe Nachzahlung. Nochmal, wir reden von knapp 6 Woche zwei handwarme Heizkörper. Es liegt meiner Meinung nur daran, dass die anderen nicht heizen. Wir werden bis Ende 2016 keine Heizung mehr aufdrehen. Wenn bei uns dann auch die Null steht, dann wird es interessant. Dann ist kein Verbrauch vorhanden. Dann muss komplett über die m² abgerechnet werden.

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@Guga1711

Da gebe ich dir recht. 105m² 140 € Abschlag. Das ist zu wenig, das stimmt. Aber das rechtfertigt nicht die hohe Nachzahlung.

140 € inkl. Heizkosten? Das sind auf jeden etwa 100 € zu wenig.

Rechne mal 100 x 12 dann weißt ob die Nachzahlung gerechtfertigt ist oder nicht.

Das Geld für den Anwalt hättet Ihr Euch sparen können.

Wir werden bis Ende 2016 keine Heizung mehr aufdrehen. Wenn bei uns dann auch die Null steht, dann wird es interessant. Dann ist kein Verbrauch vorhanden. Dann muss komplett über die m² abgerechnet werden.

Nein, auch dann muß nach Heizkostenverordnung abgerechnet werden. Und die besagt einen Teil, meist 30 %, nach Wohnfläche und der Rest nach Verbrauch.

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@anitari

"Nein, auch dann muß nach Heizkostenverordnung abgerechnet werden. Und die besagt einen Teil, meist 30 %, nach Wohnfläche und der Rest nach Verbrauch."

Der Verbrauch wäre aber in dem Fall 0. Wenn keiner die Heizung aufdreht. Da die Heizung aber trotzdem Energie "verbraucht" z.B. Vorlauftemperatur halten usw. Die Verbrauchkosten können aber in dem Fall niemand zugeordnet werden da bei beiden Parteien die Heizkostenverteiler NULL anzeigen.

Beispiel: 2500€ Ölkosten gesamt im Jahr:

Sagen wir 500€ für Warmwasser (50/50)- also 250 € für jeden.

2000€ für die Heizkosten:

30% auf Quadratmeter: 600€= 200m²

Partei A: 85m²: = 268,42€

Partei B: 105m² = 331,58€

70% Verbrauch:

Partei A: 1 Einheit verbraucht

Partei B: 50 Einheiten Verbraucht

1400€/51 Einheiten = 27,45/ Einheit

Partei A: 1 Einheit * 27,45€ = 27,45€

Partei B: 50 Einheiten * 27,45€= 1372,5 

Und genau hier liegt das Problem. Es ist fast egal was Partei B heizt, solange Partei A so gut wie keinen Verbrauch hat.

Wenn die Heizung falsch eingestellt ist und diese die ganze Zeit die hohe Vorlauftemperatur hält (falls jemand die Heizung einschaltet) ist hier Partei B der Dumme.

Die Frage ist, wenn eine Partei keinen Verbrauch hat kann man das ja fast als Leerstand ansehen oder etwa nicht?

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@Guga1711

Sorry Schreibfehler: nicht 200m² Wohnfläche gesamt sondern 190 m² :)

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@Guga1711

Ach und übrigens: 140 € für Heizung und WW + 50€ Strom. Also nicht gesamt

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@Guga1711

Sagen wir 500€ für Warmwasser (50/50)- also 250 € für jeden.

Falsch 50 % nach Wohnfläche und 50 % nach Verbrauch.

Bei Gesamtwohnfläche 190 m² wären das  1,31 €/m², Für Euch folglich 138 €.

250 € durch den Gesamtwarmwasserverbrauch des Hauses x dem Verbrauch des Mieters.

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