Nebenkostenabrechnung - Nachzahlung überdimensional hoch für eine Einzelperson?

12 Antworten

Ich selbst habe keine Mietwohnung aber eine moantliche Nebenkostenvorauszahlung von 70,00 Euro erscheint mir extrem wenig.

An Deiner Stelle würde ich die nebenkostenabrechnung von einer unabhängigen Stelle (vllt. Verbraucherzentrale o. ä.) überprüfenlassen.

Unabhängig davon würde ich den vermieter bitten - wenn er es nicht selber verlangt - die monatliche Vorauszahlung zu erhöhen. Damit sparst du Dir künftig die böse Überraschung einer immensen Nachzahlung.

Den Abschlag werde ich ab sofort definitiv auf 140€ erhöhen, danke für die Antwort und den Tipp.

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@JanaIrina

eigentlich ist der vermieter sogar verpflichtet, die nebenkosten zu erhöhen

der vermieter muss da dem mieter etwas "helfen", weil die rechtsprechung davon ausgeht, dass er davon mehr versteht

du musst als vermieter bei nachzahlungen und rückforderungen eigentlich anpassen

auch wenn du jetzt 600€ zurück bekämst, müsste er zb die vorauszahlungen veringern

das ist eigentlich pflicht, aber machen sehr viele in beide richtungen nicht

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@Geldistsuper

Die Vermieterin ist eine seeehr alte Frau, die in der Schweiz lebt. Ich glaube nicht, dass dir von irgendetwas eine Ahnung hat, außer davon, kein Geld in das Haus zu investieren...Aber der Makler hätte es natürlich wissen und anpassen können :( dann wäre mir das jetzt erspart geblieben.

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@JanaIrina

Erkundige Dich bitte auch gleich mal beim Mieterverein, inwieweit Du überhaupt zur Zahlung verpflichtet bist. Es gibt Urteile, die das bei bewusst zu niedrig angesetzten Nebenkosten verneinen.

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@Sonderflug

Krass, aber da müsste ich ja vor Gericht gehen und hätte dafür wiederrum hohe Kosten (zumindest im Voraus) und Stress Stress Stress...aber zum Mieterverein geh ich glaub wirklich mal.

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@Sonderflug

Krass, aber da müsste ich ja vor Gericht gehen und hätte dafür wiederrum hohe Kosten (zumindest im Voraus) und Stress Stress Stress...aber zum Mieterverein geh ich glaub wirklich mal.

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@JanaIrina

Quatsch. Du könntest auch nicht zahlen und Dich verklagen lassen. All das kann Dir aber der Mieterverein sagen.

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Auf jeden Fall gilt es die Nebenkostenabrechnung genau zu prüfen. Wie wurden die Verbräuche erfasst? Gibt es einen Warmwasserzähler? Dieser ist inzwischen gesetzlich vorgeschrieben. Wie wurde der Heizungs-Verbrauch ermittelt? Verdunstungsröhrchen? 

So oder so, sind die 70 Euro Nebenkosten viel zu gering.

Der Deutsche Mieterbund geht von durchschnittlichen Nebenkosten von 2,20 bis 3,00 Euro pro m² aus.  Bei 52 m² wären dass zwischen 114,-- und 156,-- Euro Nebenkosten monatlich.

Damit wäre dann die Nachzahlung auch deutlich niedriger.

Das werde ich tun.

Der Heizungsverbrauch wurde im April von einem Minol-Mitarbeiter abgelesen

Einen Warmwasserzähler habe ich im Keller (sowie die anderen Parteien auch)

An jedem meiner Heizkörper ist ein Zähler mit Verdunströhrchen (gelb und blau, Li-Wert und Ablesewert)

Danke nochmals für den Hinweis mit den durchschnittlichen NK/Monat. Werde meine NK-Vorauszahlung nun auf 140€ erhöhen.

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@JanaIrina

Die Vorauszahlung solltest Du auf jeden Fall erhöhen - und den Vermieter / Verwalter darüber informieren.

Der Verbrauch scheint dann ja korrekt ermittelt worden zu sein. Warum eigentlich ab 01.07.? Bist Du da erst eingezogen? Und wurde auch bei Einzug abgelesen?

Ansonsten könnte der hohe Verbrauch von Deinem Vormieter stammen - und Du zahlst nun die Zeche...

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@NSchuder

Ja, ich bin am 01.07.14 dort eingezogen. Startstände wurden alle abgelesen und im Übergabeprotokoll eingetragen. Das stimmt auch alles...Auf den ersten Blick ist die Abrechnung korrekt (von den Zählerständen etc.) aber diese imense Nachzahlung lässt mich schon stutzen. Ich geh jetzt einfach davon aus, dass der größte Teil allein durch die viel zu niedrigen 70€ Vorauszahlung/Monat entstanden ist.

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@JanaIrina

Ja, sehe ich auch so.

Die Zählerstände sind dann auch nicht zu bemängeln.

Alle weiteren Kosten könntest Du im Einzelnen prüfen / recherchieren.

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genauer Zeitraum 01.07.14 - 30.04.15.

Und davon 7 Heizmonate in denen die tatsächlichen Heizkosten im Schnitt doppelt so hoch sind wie die gezahlten.

Zudem sind 70 € inkl. Warmwasseraufbereitung ein bischen knapp. 80 € wären besser gewesen.

700€ habe ich vorausgezahlt. Differenz also 821€ (Nachzahlung)

Dann ist die Nachzahlung kein wunder.

Um am Ende dieser 10 Monate auf Null rauszukommen müsste ich eigentlich über 140€ Abschlag/mtl. zahlen.

Ist Dir dieses Licht erst jetzt aufgegangen oder hast Du das schon bei Vertragsabschluß gewußt?

Das wusste ich nicht vorher. Sonst hätte ich kein Jahr auf fast 1000 Euro Nachzahlung gewartet.

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