Nebenkosten-Abschlag bei der Kautionsabrechnung

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Also, mit einer Nachforderung kann ein Vermieter nur rechnen, wenn es diese in der Vergangenheit auch schon gab und die derzeitigen Vorauszahlungen erneut zu niedrig angesetzt wurden. So jedenfalls die Gerichte und die Fachliteratur (z. B. Börstinghaus, Stürzer/Koch). Fordere den Vermieter höflich aber bestimmt und mit Termin auf, auch den Restbetrag nunmehr unverzüglich auszukehren. Zudem erwartest Du ein Guthaben. Er muß dann kurzfristig beweisen und kann es nicht. Bei unseren Mietern zahlen wir deshalb komplett, aber unter Vorbehalt, aus. Prüfe zwingend, ob die AR dann überhaupt ordnungegemäß ist. Meist werden die Gesamtkosten des Grundstücks nicht komplett angegeben und die Anteile, die ein Mieter nicht zu bezahlen hat, werden nicht herausgerechnet. Prüfe auch kritisch, ob es inhaltliche Fehler gibt. In der Kostenstelle Beleuchtung werden dem Mieter auch Kosten für Klingelanlage, Fahrstuhl und Heizanlage untergejubelt. In der Kostenstelle Hausmeister werden nicht abgezogen der Anteil für Verwaltung (Mithilfe bei Umzügen, Kontrolle des Grundstücks) und Kleinreparaturen (Glühbirnen austauschen im Treppenhaus, etc.). Dann ist eine Nachforderung auch nicht fällig.

Viel Glück.

Ich würde es akzeptieren. Der Vermieter sichert sich hier sinnvollerweise gegen das Risiko ab, daß Du zum Zeitpunkt der Fertigstellung seiner endgültigen Nebenkostenabrechnung nicht mehr auffindbar bist und er auf seinen Kosten sitzenbleibt. 350,-- für 18 Monate sind nicht überzogen.

Der Vermieter hat die Kaution in voller Höhe zurückzuzahlen, wenn er keine Ansprüche aus dem Mietvertrag mehr gegen den Mieter hat. Andernfalls darf er die zur Deckung seiner Ansprüche erforderlichen Kosten von der Kaution absetzen und muss dann mit dem Mieter abrechnen. Der Mieter muss dem Vermieter eine vertretbare Zeit zur Prüfung etwaiger Gegenansprüche lassen. Welcher Zeitraum vertretbar ist, ist bei den Gerichten stark umstritten. Sie liegt in etwa zwischen 2-6 Monaten. Steht die Heiz- oder Nebenkosten noch aus, kann der Vermieter einen angemessenen Betrag einbehalten, wenn zu erwarten ist, dass der Mieter etwas nachzahlen muss (AG Hannover ZMR 2000, 680; AG Neuss WM 91, 547; AG Köln WM 88, 267), grundsätzlich jedoch nicht mehr als in Höhe von 3 bis 4 monatlichen Vorauszahlungsbeträgen (AG Hamburg WM 97, 213). Den Restbetrag muss der Vermieter sofort auszahlen, wenn keine weiteren Forderungen mehr bestehen (AG Kassel WM 84, 226).

Vermieter zahlt Kaution nicht aus, wie ist eure Meinung zu dem Fall?

Hey,

zu unserem Fall:

meine Partnerin hat zum am 28. Feb. 2018 ihre Wohnung gekündigt und auch nach Schlüsselübergabe verlassen. Als Sie einzog, wurde die Wohnung OHNE Renovierung Besenrein übernommen.(Wurde auch im Mietvertrag festgehalten) Kurz bevor Sie ausgezogen ist gab es ein Vermieterwechsel. Der neue Vermieter hatte scheinbar noch nicht die Zeit den Mietvertrag durchzugehen und kam deshalb total unvorbereitet zur Schlüsselübergabe und wusste nicht, dass die Wohnung unrenoviert beim Einzug übernommen wurde und auch so wieder übergeben werden sollte. Er vermerkte folgendes in dem Übergabeprotokoll welches meine Partnerin unterschrieb:

-Unrenoviert und Besenrein übergeben

-Lampe im Badezimmer defekt/kaputt

Seitdem steht die Auszahlung der Kaution aus(Sechster Monat) und er reagiert auf keine E-Mails. Des weiteren war der allgemeine Gesamteindruck des Vermieters nicht sonderlich gut. (Ungepflegt usw.)

Zu miener Frage:

Die Lampe ging kurz vor dem Auszug kaputt, ja , aber ist das ein Grund die gesamte Kaution einzubehalten?

PS: Ich habe gelesen, dass der Vermieter das Recht hat die Kaution bis zu 6 Monate einzubehalten und danach auch noch einen Teilbetrag der Kaution für ausstehende Nebenkosten einbehalten darf.

Was haltet ihr von diesem Fall? Wie ist eure Meinung? Sollten wir schon zum Mieterbund gehen?

Vielen Dank im Voraus!

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Nebenkosten 2 Monate nach Einzug erhöhen? Darf man das?

Hallo Leute.

Wir sind im Januar 2011 in eine Wohnung eingezogen. Die monatl. Nebenkosten wurden im Mietvertrag festgelegt und wird nun von uns normal überwiesen. Bsp: Miete 300,- + NK 50,- --> 350,- Euro Miete werden an den Vermieter überwiesen.

Jetzt, 2 Monate nach unserem Einzug meldet sich der Vermieter und sagt das er sich bei der NK Berechnung wohl verrechnet hätte und verlangt von uns jetzt das Doppelte an NK Vorauszahlung, und zwar auch Rückwirkend ab dem Einzugstag. Darf er das so? Ich meine es macht schon einen Unterschied, denn wir hätten die Wohnung gar nicht angemietet weil es dann für uns zu teuer gewesen wäre.

Vor allem stört mich aber auch die Tatsache das er angibt das er die NK nach qm der Wohnungen umlegt. Allerdings wohnen in der Wohnung unter uns 8 Personen (!) und wir sind nur 2 Erwachsene und 1 Baby. Da muss er doch die Anzahl der Personen berücksichtigen, oder? Wäre doch sonst unfair. Die 8 Personen unter uns verbrauchen doch viel mehr Wasser etc.

Ich will nicht kleinlich sein, möchte aber auch nicht für irgendwelche Kosten aufkommen die ich gar nicht verursache.

  1. Darf der Vermieter 2 Mon nach unserem Einzug rückwirkend die NK Vorauszahlung erhöhen oder müsste er warten bis das Jahr um ist und sehen was tatsächlich angefallen ist?

  2. Umlegung qm statt Personen im Haushalt?

Danke an alle im voraus LG

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gibt es irgendwo unterstützung für mietkaution?

wir leben seid 2 jahren in dieser wohnung und würden gerne umziehen. die nebenkosten sind, alleine durch einen durchlauferhitzer super hoch. der vermieter müsste einiges in der wohnung machen, reagiert aber auf briefe nicht.

das problem ist, dass wir hier nur 350 euro kaution zahlen mussten, die neue wohnung wird wohl das doppelte kosten. leider haben wir im mom kein geld zur verfügung, um das mal eben zu bezahlen. wir sind leider nun beide  arbeitslos geworden und suchen... gibt es vom staat unterstützung oder andere lösungen?

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