Nebenkosten - letzte Abrechnung einsehbar?

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5 Antworten

Darf ich beim Umzug, wenn ich vermute dass die Nebenkosten extrem niedrig angesetzt sind um die Miete interessanter zu machen, die letzte Nebenkostenabrechnung einsehen? Habe gehört dies sind schon seit Jahren keine 150 Euro wie ich jetzt zahlen soll, sondern ganze 300 Euro (für 80qm).

Mit einem Verbrauch von 2 €/m² sollte man mindestens rechenen.

Ich würde einfach den Vermieter nach der letzten Abrechnung fragen, da dieser die Mietnebenkosten entsprechend der Nachzahlungen anpassen muss.

Als wenn z.B. die Nebenkostenvorauszahlung 150 € war und es musste 600 € nach gezahlt werden. Diese 600 € teilt man durch 12 Monate und das ist dann der Betrag, um den sich die Nebenkostenvorauszahlung erhöht.

Dann kann entweder der Vermieter aber auch der Mieter die Vorauszahlung anpassen und man würde dann 190 € monatlich zahlen.

Ich lege ein Sparbuch an und zahle hier pro Monat 50 Euro fest ein.

Sehr gute Idee, das bringt auch ein bisschen Zinsen. :-)

Durch die Mieterin im Haus, Sie habe letztes Jahr für 1400 Euro an Weihnachten gezahlt und nochmals 900 Euro diesen Januar. Anscheinend aber für 4 Jahre und dies ohne eine Aufstellung.

Ohne korrekte Betriebskostenabrechnung würde ich nichts zahlen.

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Schau mal was ich Dir zu Deiner anderen Frage geantwortet habe.

Der Durchschnitt für NK liegt bei 2 - 3 € pro m².

Die Kosten anderer Mieter/Wohnungen kann man nicht pauschal mit den eigenen vergleichen.

Die 150 € sind ja auch nur eine Vorauszahlung. Wenn sie Dir zu wenig erscheinen, und das sind sie wenn Heizkosten dabei sind, hast Du das Recht mehr zu zahlen.

Du kannst den VM fragen ob er Dir die Abrechnung des Vormieters zeigt. Aber auch das kannst Du, da dieser evtl. ein ganz anderes Verbrauchsverhalten hatte, bestenfalls als grobe Orientierung ansehen.

Es geht doch im Prinzip nicht darum, dass mehr oder weniger gezahlt wird, sondern darum, dass der Fragesteller sich nicht bei realistischer Darstellung der Höhe der monatlichen Vorauszahlung für BK für diese Wohnung entschieden hätte. Er hätte sich vorher allgemein über Google schlau machen können. Dann wüsste er, dass ca. 200 Euro (Hausnebenkosten + Heizkosten) angemessen wären.

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Durchschnittlich haben wir heute Nebenkosten pro qm und Monat von 2,19 €. Das kann man hier nachlesen: http://www.mieterbund.de/betriebskostenspiegel.html

Regional kann Wasser sehr viel teurer als der Durchschnitt sein und die Heizkosten sind sehr von der Art der Heizung und dem eigenen Verhalten abhängig. Wenn also ein Vermieter bei 80 qm BNK in Höhe von 150 € ansetzt, dann kann das stimmen, aber ich würde es auch erstmal nicht glauben. Nachfragen kann man beim Vermieter auf jeden Fall. Ich würde aber eher mal von diesem Durchschnitt ausgehen und mir meine eigene Rechnung machen. Und dann entscheiden, ob ich die Wohnung nehme oder nicht. Wenn es dann zu einem Mietvertrag kommt, dann würde ich höhere Abschläge zahlen, damit am Ende eben nicht das Erschreicken kommt.

Woher hast du denn die Aussage, es können auch 300 € für 80 qm sein?

Durch die Mieterin im Haus, Sie habe letztes Jahr für 1400 Euro an Weihnachten gezahlt und nochmals 900 Euro diesen Januar.

Anscheinend aber für 4 Jahre und dies ohne eine Aufstellung.

Sie meinte mein Vormieter habe für 80qm im zweiten Halbjahr 2011 400 nachgezahlt und für 2012 700 Euro nachgezahlt.

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@goldenlord

Rede mit dem Vermieter - du kannst selbst mehr BNK-Abschlag zahlen.

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Danke für die Antworten - habe denke ich gerade selber die richtige Antwort gefunden.

Ich lege ein Sparbuch an und zahle hier pro Monat 50 Euro fest ein.

Wenn die Vermieterin einmal das Geld hat, ist es sicherlich weg. Wenn die NK nicht stimmen (keine Aufgliederung etc.) brauch ich auch nicht zahlen.

Was Heißt keine Aufgliederung?

Im Vertrag müssen die Posten entweder aufgelistet oder auf den § 2 der Betriebskostenverordnung verwiesen sein.

Jeden Monat 50 € für eine evtl. Nachzahlung bei Seite legen ist natürlich auch ok.

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Die letzte Abrechnung geht Dich schlicht nichts an. Wenn Du das vernutest, dann unterschreibe den Vertrag nicht...

Bitten kannst natürlich immer, Du hast aber kein Recht darauf...

Du bist gut... wenn ich alles davor wissen würde, wäre ich Jesus und wahrscheinlich auch schon Millionär.

Vertrag ist unterschrieben, die Vormieter mußten darüber schweigen und hab es erst nach Unterschrift erfahren.

Hätte ich das zuvor gewußt - da hieß es das passt so - hätte ich gewiss nicht unterschrieben. Aber anscheinend kann man hier legal täuschen.

NK extrem niedrig ansetzen, dadurch eine niedrige Miete vortäuschen und dann den Hammer nach Unterschrift auspacken.

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@goldenlord

Ja, das ist ausdrücklich legal, hat sogar der BGH entschieden. Im Gegenteil hat der BGH entscheiden, dass es illegal ist, eine Vorauszahlung zu hoch anzusetzen, aber nicht zu niedrig. Illegal und eine Täuschung ist das nur, wenn man sich vor Unterschrift ausdrücklich versichern lassen hat, dass die Vorauszahlung angemessen ist, und das auch beweisen kann. "Das passt so" ist garantiert nicht eine solche Versicherung...

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