Nebenjob Kündigung, Urlaubstage?

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1 Antwort

Die Frage, man kann sich doch auch hier den Urlaub auszahlen lassen, oder?

Schlicht und einfach: Ja!

Du hast auch gegen Deinen Nebenjob-Arbeitgeber einen Urlaubsanspruch - ganz "normal".

Wenn Du diesen Nebenjob kündigst und der Dir zustehende Urlaub ganz oder teilweise bis zum Ende der Kündigungsfrist nicht mehr genommen werden kann, dann (und nur dann) muss der Arbeitgeber Dir Deinen Urlaub auszahlen.

Grundlage ist - wie beim Hauptjob - das Bundesurlaubsgesetz BUrlG § 7 "Zeitpunkt, Übertragbarkeit und Abgeltung des Urlaubs" Abs. 4:

Kann der Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder
teilweise nicht mehr gewährt werden, so ist er abzugelten.


Wenn das Arbeitsverhältnis im Nebenjob länger als 6 Monate bestanden hat und in der 2. Jahreshälfte endet, hast Du Anspruch auf den gesamten vereinbarten Jahresurlaub, mindestens aber - wenn vertraglich eine anteilige Berechnung bei unterjährigem Ausscheiden vereinbart worden ist - auf den gesetzlichen Mindesturlaub (Du hast dann allerdings in diesem Kalenderjahr keinen Urlaubsanspruch mehr gegen einen neuen Nebenjob-Arbeitnehmer - es sei denn, Dein Urlaubsanspruch bei ihm wäre höher als beim jetzigen).

Das ergibt sich aus dem BUrlG § 4 "Wartezeit" in Verbindung mit § 5 "Teilurlaub" Abs. 1, ist einheitliche Rechtsmeinung und durchgängige Rechtsprechung.

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Kommentar von ProteinHans
16.05.2016, 12:42

Sehr hilfreich! Vielen Dank! Kannst Du mir in etwa die Berechnung erklären? Ich sollte 10 Stunden die Woche arbeiten, so im Vertrag. Kann man daraus irgendwie die Tage berechnen?

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Kommentar von ProteinHans
16.05.2016, 16:32

Vielen Dank, das war sehr hilfreich.

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