Nebengewerbe und Hartz IV

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3 Antworten

Ergänzung zu Steuer ab 8000€. In der Jahressteuerberchnung wird das ALG-Geld als Progression mit eingerechnet, dass bedeutet, dass der Steuersatz höher wird für den steuerprlichtigen Teil deines Einkommens, ALG selbst bleibt steuerfrei. Am besten vorher mal im Internet durchrechnen. Und was die Einnahmegrenze betrifft, dann liegt es doch in deiner Hand, dass die Einnahmen über die Monate so verteilt sind, dass der ALG-Bezug dadurch nicht benachteiligt wird. Und ich bezweifle die Aussage, dass dein ALG-Anspruch erlischt, wenn du über 150€ Gewinn im Monat bist. Ich kenne es so, dass die Beträge über den 150€ dem ALG gegengerechnet werden.

Hallo,

auf alle Fragen kann ich dir leider keine Antwort geben nur so viel dazu:

Meine Sachbearbeiterin damals hat mich auch nicht unterstützt und ich glaube auch das sie es nicht gerne sehen. Entweder richtig oder garnicht heisst dort whl die Divise. Du Anzahl der Stunden weiß ich jetzt nicht, allerdings ist ja eine Nebenbeschäftigung wie der Name es schon sagt, neben einer Vollzeittätigkeit auszuüben und darf ihr auch nicht im Wege stehn.

Das Job Center prüfte bei mir alle 6 Monate ( ALG II Antrag muss ja immer neu gestellt werden) meine Einnahmen aus der selbstständigen Arbeit. Du bekommst dafür Vordrucke vom Job Center mitgeschickt. Danach errechnet sich denn natürlich ob du behalten darfst oder ob es aufgerechnet wird. Ich kenne jetzt auch die Grenze nicht mehr genau, ich meine irgendwas um die 150,- Euro sind frei. Angaben aber ohne Gewähr.

Solltest du im Jahr nicht über 17.500 Euro kommen kannst du nach § 19 die Kleingewerberegelung in Anspruch nehmen

Das Jobcenter interessiert der Gewinn.

Die 17.500 Euro sind aber eine Umsatzgrenze.

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Beim Nebengewerbe bekommst du keine Förderung, darfst keine 15 Stunden pro Woche dafür aufwänden, musst weiterhin dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen - sprich Bewerbungen schreiben, Termine wahrnehmen, an Maßnahmen teilnehmen, Jobangebote annehmen.

Verdienen darfst du soviel du willst. Ca. 150 Euro sind anrechnungsfrei, der Rest wird auf deine Bezüge angerechnet. Wenn du in einem Monat mehr Gewinn machst, als du Leistungen bekommst, fällst du aus dem Leistungsbezug und musst dich neu anmelden, wenn du wieder weniger einnimmst.

Einkommenssteuer zahlst du wenn dein gesamtes Jahreseinkommen über ca. 8000 Euro liegt. Abgerechnet wird mit der EÜR am Jahresende.

Umsatzsteuer zahlst du auf alles, falls du nicht die Kleinunternehmerregel nutzen willst. Diese Umsatzsteuerbefreiung ist nur sinnvoll, wenn du überwiegend für Privatkunden arbeiten wirst. Bei vorwiegend gewerblicher Kundschaft solltest du von Anfang an mit Umsatzsteuer arbeiten.

Mein Rat: Wenn du davon ausgehst, dass dich dein Gewerbe in spätestens 18 Monaten unabhängig werden lässt, dann machs lieber gleich richtig. Dann nervt dich das Jobcenter nicht und du kannst dich voll drauf konzentrieren. Fördermittel wirst du wahrscheinlich nicht bekommen, aber das hängt u.a. von deinem Businessplan ab, den das JC sowieso haben will.

Wenn du mehr Fragen hast, schreib mit ruhig - hab das schon zweimal durch,

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