Nebenerwerb Designfirma, nicht-kommerzielles Projekt, das über die Firma laufen soll = Nachtrag bei BG und Gewerbeamt?

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1 Antwort

Insgesamt eine knifflige Frage. Aber vielleicht kann ich etwas helfen. Der Geschäftszweck in der Gewerbeanmeldung bezieht sich auf die Haupttätigkeit der Firma. Da eine nicht-kommerzielle Tätigkeit kaum die Haupttätigkeit der Firma sein wird, sehe ich das als unproblematisch an. 

Allerdings tauchen bei Spielen eine Reihe weiterer rechtlicher Fragen aus, z. B. hier:

http://www.klicksafe.de/themen/spielen/computerspiele/rechtliche-aspekte-jugendschutz-datenschutz-kosten-und-urheberrecht/telemedien-welche-rechtlichen-besonderheiten-gibt-es-bei-online-spielen/

Bzgl. KSK und Spieleautor gab es im Januar das erste Urteil:

http://www.spielen.de/forum/viewtopic.php?t=386470

VG

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Kommentar von NullAchtFufzehn
01.04.2016, 17:26

Hi. Danke erstmal für die fixe Antwort! Aber das Spiel hat bis auf die weitergabe einer/mehrerer kostenloser .pdf Dateien rein gar nichts mit Computerspielen zu tun. Ich hätte vielleicht erwähnen können, dass es sich um ein Pen6Paper handelt. Sry dafür!

So wie ich das sehe, hat sich die Klägerin/Publizistin, künstlerische Hilfe bei Freiberuflern geholt und deren Arbeit (Kunst) in ihrer Arbeit verwurstet und muss deswegen an die KSK blechen...mh..isn bisschen übertrieben, find ich, aber okay...

Die Klägerin unterfällt jedoch deshalb der
Pflicht zur Künstlersozialabgabe, weil sie regelmäßig Leistungen
selbständiger Publizisten für ihre unternehmerischen Zwecke in Anspruch nimmt.

[...]um der Vielfalt und Weiterentwicklung der Kunst- und
Verwertungsformen Rechnung zu tragen, unterfallen Unternehmen, die nach
ihrem Unternehmenszweck nicht zu den typischen Verwertern von Kunst und
Publizistik gehören, aber regelmäßig Werke oder Leistungen selbständiger
Künstler oder Publizisten für ihr Unternehmen in Anspruch nehmen
[...] Unternehmer sind dann zur Künstlersozialabgabe verpflichtet, wenn sie nicht nur gelegentlich Aufträge an selbstständige Künstler oder Publizisten erteilen, um deren Werke oder Leistungen für Zwecke ihres Unternehmens zu nutzen und im Zusammenhang mit dieser Nutzung Einnahmen zu erzielen
(§ 24 Abs. 2 Satz 1 KSVG).

Würde letzteres (kursiv) dann bedeuten, dass ich ausschließlich wenn ich mir Hilfe bei freiberuflern und anderen - nicht schwarz arbeitenden - Leuten künstlerische Hilfe für das Spiel besorge UND dann für das Spiel Einnahmen erzielen will, an die KSK zahlen muss? so verstehe ich das.

Was im Grunde bedeutet, dass ich da ich 1. weder künstlerische Hilfe Dritter (selbstständige) verwende und 2. keine Einnahmen mit dem Spiel erzielen möchte, keine Abgaben an die KSK zu erwarten habe?

Könnte ich durch eine Klausel in den "AGB" für diejenigen die einen Beitrag zum Spiel leisten möchten (auch wenn sie zufällig Freiberufler oder Künstler sind), dies auf freiwilliger, unentgeltlicher Basis tun?

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