Nebenerwerb als selbstständiger Designer - Ab wann Steuern drauf und welche?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Zum einen schließe ich mich dem ersten Beantworter an.

Es gibt sogenannte Coachings und Exixtenzgründerberatungen, wo man solche Dinge erlernen kann - am besten bei einem seriösen Steuerberater.

  1. Als Mediendesigner gehörst du dann zur Berufsgruppe als selbständig Tätige, das heißt du musst im dem Fall keine Gewerbeanmeldung machen, dich aber beim Finanzamt melden. Dort erhälst du einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung zur Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit. Diesen solltest du am besten mit Hilfe eines Steuerberaters ausfüllen.

  2. Im Hinblick auf deine Einkunftsprognose könntest du deine Einkünfte Umsatzsteuerfrei gem. § 19 UStG führen. Das muss beim Finanzamt gemeldet werden.

  3. Für die Ausstellung deiner Rechnungen solltest du darauf achten, dass du folgende Angaben verwendest:

- vollständige Anschrift des Leistenden (du) und des Leistungsempfängers (dein Kunde) - deine Steuernummer (erhälst du vom Finanzamt) - deine Umsatzsteueridennummer (erhälst du von der Bundeszentrale für Steuern - ist aber nur notwendig diese zu beantragen falls du außerhalb Deutschlands tätig wirst) - das Rechnungsdatum, das Datum der Leistung - die genaue Bezeichnung der Leistung, den Einzelpreis hierfür - bei einer Steuerbefreiung nach §19 UStG - muss dies auf der Rechnung vermerkt werden!!!! - ansonsten den Steuersatz für die Leistung (in der Regel 19%) - natürlich der Gesamtrechnungsbetrag

Es fallen für dich keine Gewerbesteuer an, da eine selbständige Tätigkeit nicht als Gewerbebetrieb gilt. Dein Gewinn muss lediglich der Einkommensteuer unterworfen werden und wird mit deinem persönlichen Steuersatz versteuert.

Es reicht wenn du eine Einnahmen - Überschuss - Rechnung machst. Das heißt du stellst deine Einnahmen und Ausgaben gegenüber und errechnest so den Gewinn. Wenn du mal verpflichtest bist eine größere Buchhaltung zu machen so informiert dich das Finanzamt.

Hebe jeden Beleg auf und kopiere die Thermobelege - du bist verpflichtet diese 10 Jahre aufzubewahren. Solange kann das Finanzamt bei Bedarf eine Betriebsprüfung durchführen und du bist verpflichtet, dass die Belege dann auch noch lesbar sind!

MfG

Ob das Erstellen von Webseiten tatsächlich als freiberufliche Tätigkeit gilt, ist fraglich. Um sicherzugehen und ggf. auch andere IT-Leistungen anbieten zu können würde ich ein Gewerbe anmelden. Kostet ca. 20 Minuten beim Amt und ca. 20 Euro.

Der Abrechnungsaufwand unterscheidet sich nicht. Eine Einnahmen -Überschussrtechnung zur Gewinnermittlung reicht in jedem Fall.

Da du vermutlich für gewerbliche Kundschaft arbeitest, könnte die Option zur Mehrwertsteuerabrechnung vorteilhaft sein. Dem Kunden ist es egal, ob MwSt aufgeschlagen wird, du kannst so aber von allen Kosten die Vorsteuer abziehen.

Um die Einkommenssteuer für die zusätzlichen Einnnahmen zu ermitteln, brauchst du den Grenzsteuersatz. http://www.test.de/Grenzsteuersatz-Was-eine-Lohnerhoehung-bringt-1159368-0/

  1. stimmt so in etwa.

Frag am besten mal beim Finanzamt nach, da gibt es event. Existensgründungsberater, ansonsten kannst du auch an der IHK nachfragen. Natürlich können da auch Steuerberater helfen.

Ohne Beratung würde ich dir nicht empfehlen anzufangen, da ich an deinen Fragen zu erkennen glaube dass du nicht wirklich eine Ahnung von deutschen Steuerrecht hast.

Noctm 29.01.2013, 20:15

Das ist richtig, ich habe null Ahnung, da bisher irrelevant für mich. Werde auf jeden Fall einen Fachmann kontaktieren.

0

Einkommensteuer:

googel mal nach einkommensteuer rechner grenzsteuersatz online

Mit Deinen Daten erfährst Du dann, mit welchem exakten Steuersatz zusätzliche Einkünfte besteuert werden. Über den gaaanz dicken Daumen würde ich mal in die Richtung 30% tippen.

Deisen Anteil vom Gewinn (= Einnahmen - Ausgaben) musst Du für die Einkommensteuer zurücklegen.


Umsatzsteuer:

Da musst Du zwischen Regelbesteuerung (Du stellst Deinen Kunden MwSt. in Rechnung und musst sie beim FinAmt abliefern, bekommst aber selbst für Unternehmens-Einkäufe gezahlte MwSt vom FA zurück) und Kleinunternehmer-Regelung (keine MwSt auf Deinen Rechnungen und keine MwSt-Erstattung vom FA) entscheiden.


Gewerbesteuer:

Sie fällt bei Freiberuflicher Tätigkeit nie an, und mit einem Grewerbe bist Du bei den genannten Zahlen weit davon entfernt.

Was möchtest Du wissen?