Nebenberuflich mit Gewerbeschein arbeiten

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Über meine Eltern kann ich nicht mehr mit versichert werden, weil ich pro Monat mehr als 405€ verdiene, oder?

Wenn dein Gewinn 405,- € übersteigt ist die FamV ausgeschlossen (§ 10 Abs. 2 SGB V).

Wie viel kostet es also ca, wenn ich mich selbst versichern müsste bei einer Krankenkasse?

Kommt drauf an, ob die Kasse dich als haupt- oder nebenberuflich selbständig einstuft, Zeit und Aufwand für das Studium können hier ausschlaggebend sein.

  • Für hauptberuflich Selbständige gilt im besten Fall ein fiktives Einkommen von 1.417,50 € pro Monat als Beitragsgrundlage.
  • Als hauptberuflicher Student, wärst du in der KVdS, die kostet etwa 80,- € im Monat.

HINWEIS: Dein Einkommen - so du denn kein Student wärst - musst du durch Einkommensteuerbescheid nachweisen. Unterlässt du dies, muss die Kasse davon ausgehen, dass du 4.125,- € pro Monat verdienst.

Die Einkommenssteuer würde bei mir entfallen, weil ich im Jahr unter 8.354€ verdienen werde.

Du musst trotzdem eine Erklärung abgeben, denn das Finanzamt kann das nicht riechen (§§ 25 EStG, 56 EStDV, 149 AO).

Die Umsatzsteuer würde ebenso entfallen, weil ich ja auch unter 17500€ im Jahr liege.

Du kennst aber den Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn und welches wo relevant ist?

Hätte ich sonst noch irgendwelche Kosten?

Yep.

  • Wenn du auf Dauer und im Wesentlichen nur für einen Auftraggeber tätig bist, bist du rentenversicherungspflichtig (§ 2 Nr. 9 SGB VI). Du kannst einen Antrag auf Befreiung bei der deutschen Rentenversicherung stellen (Formulare V023 und V050). Dies geht für maximal 36 Monate. Ansonsten wandern 18,7% deines Gewinns an die DRV, mindestens jedoch 84,15 € pro Monat. Alternativ 18,7% von 2.835,- € pro Monat.
  • IHK kostet auch Geld. Grundgebühr und Umlage (ab etwa 5.200,- € Jahresgewinn).
  • Ggf. musst du dich unfallversichern bei der Berufsgenossenschaft.
  • Du brauchst vermutlich eine Berufshaftpflichtversicherung, da die private Haftpflicht gar nicht oder nur sehr eingeschränkt leistet bei Schäden die du im Rahmen deiner Selbständigkeit verursachst.

TIPPS:

Du solltest auf deinen bisherigen Studenlohn also mindestens 30 bis 35% aufschlagen und ob du dann noch billiger bist als vorher?

Ferner ist dein Auftraggeber kein Arbeitgeber, heißt er kann dir nicht vorschreiben, wann du zu arbeiten hast oder wie du zu arbeiten hast (Weisungsbefugnis).

Das Konstrukt was du beschreibst ist sehr nah an einer Scheinselbständigkeit. Daher mein dringlicher Hinweis, die beiden Formulare bei der DRV einzureichen um Rechtssicherheit zu haben.

35% sind viel zu wenig - da kommt er als Angestellter besser.

KV und RV hast du schon genannt.

Der bezahlte Urlaub ist 10% wert, Lohnfortzahlung bei Krankheit weitere 5%.

Unternehmerisches Risiko würde ich mit 30-50% veranschlagen, da bei fehlenden Aufträgen kein Lohnanspruch besteht. Wenn man nicht als Scheinselbständiger nur für einen Auftraggeber arbeitet braucht man Zeit für Auftragsakquise, Fakturierung ...

Ein Stundensatz unter 30 Euro lohnt nicht.

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Hallo,

wenn man Schüler des 2. Bildungswegs ist, der aktuelle Ausbildungsabschnitt bafög-förderungsfähig ist (unabhängig von einer tatsächlichen Bafög-Zahlung) und die SElbständigkeit nach Prüfung durch die Krankenkase nebenberuflich ist, gilt nach § 5 Absatz 1 Nr. 10 SGB V der Studentenbeitrag mit ca. 80 Euro monatlich.

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__5.html

Als Selbständiger sollte man folgende Aspekte beachten: keine Zahlung bei Krankheit oder Urlaub, keine Kündigungsfristen, verstärkte Haftung für Schäden, die man der Arbeit verursacht.

Neben der Einkommensteuer können für Selbstäbndige auch Gewerbesteuer, Beiträge zur gesetzlichen Unfall- und Rentenversicherung sowie IHK-Beiträge anfallen.

.steuertipps.de/selbststaendig-freiberufler

Gruß

RHW

 

ich bin 23 Jahre alt und hätte die Möglichkeit meine Arbeit von maximal 20 Stunden die Woche als Gewerbe laufen zu lassen. Mein Arbeitgeber würde dabei an Kosten sparen, somit könnte er mir mehr Geld bezahlen.

Also bewegen wir uns in der Scheinselbständigkeit.

Hierzu bitte diesen Link genau studieren:

http://www.frankfurt-main.ihk.de/recht/themen/arbeitsrecht/scheinselbstaendigkeit/

Also bewegen wir uns in der Scheinselbständigkeit.

Grenzwertig.

Das soll dann die DRV prüfen ob es eine Scheinselbständigkeit ist oder eine Selbständigkeit mit einem Auftraggeber.

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@kevin1905

Hallo Kevin,

alleine dieser Satz erklärt doch schon den Sachverhalt:

Mein Arbeitgeber würde dabei an Kosten sparen, somit könnte er mir mehr Geld bezahlen.

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