Nebenbei Verdienen als Minderjähriger - braucht das die Zustimmung der Eltern?

2 Antworten

Sobald du etwas kaufst oder verkaufst, seien es Materialien, Fotos oder Dienstleistungen wie Nachhilfe, gehst du automatisch Verträge ein. Da du mit 15 Jahren noch nicht voll geschäftsfähig bist, benötigst du dafür die Einwilligung deiner Eltern.

Das ist im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt und zwar in den Paragrafen 106 und den folgenden.

Und der Taschengeldparagraph gilt nicht für Verkäufe geringen Wertes, oder?

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Und noch was: Wenn ein Minderjähriger auf Plattformen etwas verkauft, der eigentliche Kaufvertrag aber zwischen dem Kunden und der Plattform abgeschlossen wird?

Klar, die Plattform und der Minderjährige stehen auch in einem Vertrag. Wird die Einwilligung der Eltern aber nicht geprüft ist er schwebend unwirksam. Was passiert, wenn die Plattform die Einverständniserklärung nie einholt und trotzdem das Geld auszahlt?

Sorry, ich brauch das so genau, muss nämlich für die Schule ein Referat über Jugendarbeitschutz halten :)

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@m0r17z

Das ist das Fachgebiet für einen Rechtsamwalt mit dem Schwerpunkt Internet-Business. Da kann ich leider nicht dienen.

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Natürlich brauchst du ihr Einverständnis.

Du bist minderjährig, du brauchst für so ziemlich alles deren Einverständnis.

Ich bin doch aber eigentlich dann an nichts gebunden. Und wenn ich keinen Vertrag eingehen muss, dann brauche ich doch auch keine Zustimmung, oder?

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@m0r17z

Hey m0r17z

Wenn du doch aber zahlende Kundschaft hast gehst du Verträge mit denen ein. 

Hierbei musst du theoretisch natürlich deinen Verpflichtungen nachkommen-aber der Kunde geht ein Risiko ein. 

Beispiel: 

Kunde bestellt und zahlt-du aber lieferst nicht. Da der Vertrag aufgrund deiner fehlenden Geschäftsfähigkeit schwebend unwirksam ist könnte das Rückfordern des Geldes arge Probleme bereiten. 

Deshalb braucht es die volle Geschäftsfähigkeit. 

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