Neben ALG I was kann ich noch bekommen, habe hohe Ausgaben?

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10 Antworten

Mal vorausgesetzt du hast Anspruch auf ALG - 1,dann kannst du dir deinen Anspruch so in etwa selber ausrechnen,musst dann nur dein durchschnittliches Nettoeinkommen der letzten 360 Tage vor der Arbeitslosigkeit addieren,dann durch 12 Monate teilen und davon stehen dir als Single etwa 60 % an ALG - 1 zu !

Deine privaten Schulden werden von keiner Stelle berücksichtigt.

Was du am Ende beantragen musst sagt dir dein ALG - 1 Anspruch,vorrangig wäre natürlich das Wohngeld von der Wohngeldbehörde,dafür müsstest du aber nicht nur Eigentümer oder Mieter von selber bewohntem Wohnraum sein,sondern auch ein Mindesteinkommen erreichen.

Dieses richtet sich nach deinem Bedarf der dir nach dem SGB - ll ( ALG - 2 oder auch Hartz - lV ) vom Jobcenter zustehen würde,wenn du gar kein Einkommen hättest.

Das wären dann derzeit 409 € Regelsatz für den Lebensunterhalt + deine derzeit tatsächlichen KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) von 500 €,dein Bedarf würde also bei min.derzeit 909 € pro Monat liegen.

Um Anspruch auf Wohngeld zu haben müsstest du also 80 % davon mit deinem ALG - 1 decken können und solltest du es nicht ganz erreichen müsstest du nachweisen wie du deinen sonstigen Lebensunterhalt deckst,also z.B. mit etwas vorhandenem Vermögen,aber das wird bei dir ja nicht vorhanden sein.

Also bräuchtest du bei ca. 910 € Bedarf nach dem SGB - ll etwa 728 € an ALG - 1,wenn du weniger hast könntest du gleich ALG - 2 zusätzlich beim Jobcenter beantragen.

Deine KDU - würde zumindest für den Anfang ( in der Regel bis zu 6 Monaten ) voll berücksichtigt werden müssen,auch wenn die KDU - nach dem SGB - ll nicht als angemessen gelten würden.

Von deinem ALG - 1 würde dir das Jobcenter eine 30 € Versicherungspauschale abziehen,wenn du noch gesetzlich vorgeschriebene Beiträge für Versicherungen zahlen müsstest oder Beiträge für deine eigene Altersvorsorge,die staatlich gefördert würde,dann könnten die auch geltend gemacht werden.

Also wenn du z.B.ein KFZ - hättest könntest du auch die auf den Monat entfallenen KFZ - Haftpflicht Beiträge geltend machen,dass verringert dann dein anrechenbares ALG - 1 und erhöht deine sogenannte Aufstockung.

Es wird dir also nichts weiter übrig bleiben als dir einen Nebenjob zu suchen,wenn du derzeit keine Vollbeschäftigung findest,aber das Jobcenter würde dann schon dafür sorgen das dir genügend Stellenangebote zugestellt werden.

Dann muss du aber gleich doppelt aufpassen,denn beim ALG - 1 dürftest du monatlich 165 € ohne Anrechnung dazu verdienen,beim ALG - 2 sind es ohne Anrechnung aber nur 100 €.

Das würde für dich dann bedeuten,bei 165 € Einkommen würde beim ALG - 1 nichts abgezogen,bei der ALG - 2 Aufstockung dann aber von den übersteigenden 65 € die über den 100 € liegen 52 €,weil der Freibetrag ab 100 € - 1000 € Brutto bei nur 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto bei 10 % Freibetrag liegt.

Es würden dir dann also 52 € von deiner Aufstockung abgezogen.

Wenn du mehr als 165 € verdienen würdest wird es etwa komplizierter,dann würde der übersteigende Betrag der über den 165 € liegt erst einmal vom ALG - 1 abgezogen und dann dein Bedarf nach dem SGB - ll ganz neu berechnet,dann würden dann auch diese 30 € Versicherungspauschale entfallen,weil diese schon in den 100 € Grundfreibetrag enthalten sind.

Du hast nur zwei Möglichkeiten, noch etwas zu deinem ALG I dazu zu bekommen. 

Dein Mindesteinkommen muss nach dem SGB II (das ist das, das alles zum ALG II regelt) 409 € Regelbedarf und dazu deine Warmmiete betragen.
Tut es nicht, wenn man die erwarteten 800 € ALG1 dem Regelsatz von 409€ und der Miete von 500€, also gesamt 909€, gegenüberstellt.

Ab jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Wohngeld
Wenn dein Einkommen Einkommen mindestens 80% des Bedarfes (s.o.) deckt, ist das Wohngeldamt zuständig für dich.

909 € x 80% = 720 €
Wenn dein ALG I also mehr als 720 € beträgt - ab zum Wohngeldamt und Antrag auf Wohngeld stellen.

2. ergänzendes ALG II
Sollte dein ALG I doch geringer ausfallen und unterhalb von 720€ liegen, dann wird das Wohng-Amt den Antrag zurückweisen und dich zum Jobcenter schicken und du musst ergänzend ALG II beantragen.

Da wird man dein ALG I zu 100% anrechnen und den fehlenden Betrag zu 909 € monatlich an dich auszahlen.

Deine Schulden interessieren wirklich in beiden Fällen nicht, da musst du wohl mit deinen Gläubigern irgendwie verhandeln. 

Wenn du nur ALG I bekommst (und evt. Wohngeld), dann kannst du bis zu 165 € monatlich "dazuverdienen", alles darüber wird voll auf das ALG I angerechnet.

Wenn du ALG II hast, dann darfst du 100 € anrechnungsfrei dazuverdienen, von allem, was du über diese 100 € noch verdienst, hast du 20% frei, alles andere wird angerechnet.
(Beispiel: bei 400€ Einkommen und zusätzlich ALG II werden dir 240 € angerechnet, 160 € sind ein sogenannter Freibetrag.)

Egal ob ALG I oder ALG I + II, in beiden Fällen muss man den Leistungsträger über einen Zuverdienst sofort informieren.

Wird also schwierig, die bisherigen Raten in der Höhe weiter aufzubringen.

Tipp von mir: wenn du noch kein Pfändungsschutzkonto hast, dann lass dein Girokonto schnellstmöglich  in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln.

Sonst können auch solche Leistungen wie ALG bis auf den letzten Cent gepfändet werden.

Solltrest du noch ergänzend ALG II erhalten, dann ist es in den meisten Kommunen so, dass dann das JobCenter die Leute übernimmt. Und dann kann es sein, dass die dir keine zwei Mönate ganz chillig zur Suche nach einem guten Job lassen, sondern dich ganz schnell irgendwo reinstecken.

Also am besten: schnellstmöglich neuen Job suchen.

Viel Glück!

Das ALG - 1 wird nicht zu 100 % auf ALG - 2 Leistungen angerechnet,man kann ohne weiteres Einkommen ab dem 18 Lebensjahr min.seine 30 € Versicherungspauschale geltend machen !

Auch eine evtl.zu zahlende KFZ - Haftpflichtversicherung könnte man in Abzug bringen.

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Wie hat er die Kündigung denn begründet? Hat er eine vernünftige Sozialauswahl getroffen? Was für eine Branche? Warst du noch in der Probezeit o.ä.?

Die Begründung "Hat zu viele Arbietnehmer" ist extrem schwach und einfach aus einer Laune heraus kann man vom Arbeitgeber in Deutschland nicht ordentlich gekündigt werden. Ggf. solltest du mal prüfen, ob eine Kündigungsschutzklage sinnvoll ist. Eine neue Arbeit suchst du trotzdem parallel und da die meisten Kündigungsschutzklagen auf eine Abfindung hinaus laufen könntest du damit dann nachträglich die aufgebauten Schulden bezahlen.

 

Wenn du arbeitslos sein möchtest, dann musst du auch mit dem Einkommen eines Arbeitslosen auskommen.

Wenn du nur 800€ ALG1 bekommst kannst du vielleicht noch Leistungen nach SGBII bekommen - ab zum JObcenter.

Spart euch die Antworten wenn Ihr nicht zu 100% wisst, ob es keine weiteren Zuschüsse gibt oder nicht. Helfen oder es lassen was ist los mit Menschen wie euch? Ich such doch auch nicht auf gutefrage.net rum und beantworte irgendetwas wenn ich die Antwort nicht weiß.

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Grundsätzlich gilt:

So schnell wie irgend möglich einen neuen Job suchen.

sollte das ALG 1 unter dem Existenzminimum liegen kannst du aufstockend Hartz 4 beziehen.

ansonsten kannst du lediglich die Ausgaben reduzieren.

Gar nichts, keinen Cent!

Du kannst nur etwas dazuverdienen - nach der Summe des Dazuverdienstes müsstest du dich bitte erkundigen - es wäre eine Nebentätigkeit! LG Inga 

Das Amt läßt dich nicht allein. Du bekommst was dir per Gesetz zusteht. Wie du dein Scheizz regelst bleibt dir überlassen.

Hallo.

Bei dir ist das Problem der Schulden. Das interessiert keinem in der Verwaltung.

Und 2Monate Tütensuppe mit Zwieback. So ein Arbeitsamtsmitarbeiter zu einem Harzt IV Antragsteller. So hab ich es gehört.

Das sich das SGB I- XII sooft ändert habe ich es aufgegeben das zu lernen.
Siehe halt auch unten.

Mach dich beim Amt schlau ob du Wohngeld bekommst.

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