NC von X,X -> alle mit diesem Durchschnitt werden zugelassen?

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In keinem Falle passt eine Uni die Zahl ihrer Studienplätze an irgendwelche Notengrenzwerte an. Der Weg ist bei Auswahlverfahren immer genau umgekehrt: Wenn die Uni die Zahl der zu besetzendenden Studienplätze für ein bestimmtes Studienangebot beschränkt (Das ist eine haushaltspolitische Maßnahme), setzt sie die Zahl der maximal zu besetzenden Studienplätze fest, und sonst gar nichts. Diese Zahl wird in der Amtssprache Numerus Clausus (= NC) genannt. Das Wort hat in der Umgangssprache sechs weitere Bedeutungen, was zu einer heillosen Sprachverwirrung führt.

Wenn bei einem zulassungsbeschränkten Studienangebot ein Bewerberüberhang (mehr Bewerber als Studienplätze) eintritt, genau dann wird ein Auswahlverfahren durchgeführt, üblicherweise nach Notenranglisten und Wartezeitranglisten. Die bei der Studienplatz-Auszählung jeweils letzten Bewerber auf diesen beiden Ranglisten setzen mit ihren Bewerbungsunterlagen die aktuellen Grenzwerte nach Note (Qualifikation) und Wartezeit.

Wenn sich bei einem Auswahlverfahren bei der Qualifikationsrangliste die Grenznote 1,3 ergibt, dann ist in diesem Verfahren jedem Bewerber ein Studienplatz gesichert, dessen Abi-Note besser als 1,3 ist, und das bedeutet hier 1,2. Unter allen Bewerbern mit der Note 1,3 wird eine Nachsortierung durchgeführt nach Wartezeit ("zweites Auswahlkriterium Wartezeit"). Ebenso wird bei allen Bewerbern, die mit ihrer Wartezeit auf dem Wartezeit-Grenzrang liegen, eine Nachsortierung nach der Abi-Note durchgeführt ("zweites Auswahlkriterium Note").

Als drittes Auswahlkriterium wird gewöhnlich der "Dienst" gewertet, danach folgt das Los.

Nein. Der NC gibt die Abinote des letzten zugelassenen Bewerbers an(also 1,3).Das bedeutet aber nicht, dass alle mir 1,3 zugelassen sind,sondern nur,dass der letzte zugelassene Bewerber 1,3 hatte. Eine Grenzpunktzahl wird nicht veröffentlicht, weil bei Bewerbern mit der selber Abinote gelost wird...in diesem Fall bei 1,3(so ist das zumindest in der Abibestenquote).

Für die Abiturbestenquote steht auch alles ganz schön und verständlich in der VergabeVO, die man sich bei hochschulstart.de durchlesen kann.

Für die Abibesten-Quote gilt nachrangig § 18:

(1) Besteht bei der Auswahl in der Abiturbestenquote Ranggleichheit, bestimmt sich die Rangfolge nach den Bestimmungen über die Auswahl nach Wartezeit. (2) [...] Im Übrigen entscheidet bei Ranggleichheit das Los. vorm Los gelten noch Dienste und solches Zeugs. Nachzulesen hier:

http://hochschulstart.de/fileadmin/downloads/Gesetze/G03.pdf

Ich frag mich nur, ob das auf das AdH übertragbar ist. Die einzelnen Unis haben meistens auch nur in der Satzung stehen, dass sie "nach Durchschnittsnote" auswählen. Wie die zwischen Bewerbern mit gleicher DN entscheiden, ist unklar.

Jedenfalls danke für den guten Gedanke!

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Denn es gibt ja aufgrund der Abipunkte "gute und schlechte" Abis mit diesem Schnitt (von Punktzahl 769 bis 786 entspricht alles 1,3 glaub ich)

Nein, gibt es nicht. Es gibt so viele Bundesländer, die jeweils nochmal etliche unterschiedliche Schulformen haben, auf denen man das Abitur erlangen kann, dass man gar nicht nach Punktezahlen ordnen kann, da beispielsweise unterschiedlich viele Fächer im Zeugnis stehen etc.

Das ist einleuchtend. Also ist die Punktzahl schon mal nicht das zuerst berücksichtige nachrangige Kriterium. Danke!

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