Naturwissenschaft und Religion?

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8 Antworten

Die Naturwissenschaft sucht und findet Antworten auf Fragen.

Die Religion erfindet Antworten auf Fragen.

Wenn du die Welt naturwissenschaftliche betrachtest, siehst du Zusammenhänge, Entwicklung, du erkennst das Zusammenspiel verschiedener Faktoren und lernst und wächst mit deinen Erkenntnissen, beantwortest Fragen und wirfst neue auf, die wieder nach Antworten verlangen.

Du erkennst dass du lernst und dass es noch viel zu lernen gibt.

Wenn du die Welt religiös betrachtest, siehst du überall mit verklärtem Blick eine Romantik, die es nicht gibt. Du siehst Dinge die du nicht begreifst oder nicht kennst und interpretierst sie als das Werk deines Gottes. Du beantwortest alle Fragen mit deinem Gott.

Du erkennst dass du schon auf alles eine Antwort hast und die Unkorrektheit dieser Erkenntnis entzieht sich dir. Du wirst von dir selber denken dass du etwas Besseres bist, weil du glaubst alles zu wissen.

Wissenschaft ist Fortschritt, Religion ist Stagnation.

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Kommentar von Andrastor
09.02.2016, 14:31

danke für das Sternchen :)

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Nach Karl Popper -- einem der wichtigsten Wissenschaftstheoretiker -- zeichnet eine wissenschaftliche Theorie sich dadurch aus, dass sie -- falls nicht zutreffend -- widerlegt werden kann durch Verfahren, die denkbar sind (ob sie heute schon praktikabel wären, ist eine andere Sache).

Eine philosophische Theorie dagegen ist eine Meinung, zu der man nach langem und gründlichen Nachdenken gelangt ist. 

Da Religion viel über Dinge spricht, die weder beweisbar noch widerlegbar sind (z.B. die Existenz Gottes oder seiner Eigenschaften), kann man Religion sicher nicht als Wissenschaft einordnen. 

Eine systematische Untersuchung der Aussagen der Bibel nach genau definierten Kriterien hingegen kann sehr wohl Wissenschaft sein (sog. Religionswissenschaft).

Naturwissenschaft aber ist so was dann aber immer noch nicht, denn Naturwissenschaft spräche nur über Dinge oder Phänomene, die Teil der Natur sind (oder deren Existenz als Teil der Natur man zu beweisen oder zu widerlegen sucht).



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Kommentar von grtgrt
11.01.2016, 13:20

Poppers Kriterium kann auch so formuliert werden:

Ein Denken, das sich (wie etwa jede Religion) auch mit Aussagen befasst, die allein mit Hilfe von Beobachtung und streng logischer Schlußweise nicht beantwortbar sind, darf nicht als Wissenschaft gelten.

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Es ist der Unterschied zwischen Realität und Märchen. 

Religiöse hängen antikem Aberglauben an, um sich eine komplexe Welt einfach zu erklären. Den meisten reicht "Gott war es/wollte es so" als Begründung für praktisch alles, von der Entstehung des Universums bis zu politischen Ereignissen der heutigen Zeit. 

Naturwissenschaftler versuchen den realen Hintergründen auf die Spur zu kommen. Wo religiöse Fanatiker sich mit Märchen zufrieden geben, suchen sie Realität. Und finden diese auch. 

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Kommentar von RobinsonCruesoe
11.01.2016, 14:55

Religiöse hängen antikem Aberglauben an, um sich eine komplexe Welt einfach zu erklären.

Das ist doch ein wenig zu einfach dahergesagt, wie ich finde.

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Wenn du z. B. dem Christentum angehörst (so wie ich), dann glaubst du, dass Gott die Welt geschaffen hat und das die durchdachte Welt nicht aus Zufall entstanden ist.

Wenn du die Welt naturwissenschaftlich betrachtest kannst du trotzdem glauben, dass Gott die Welt geschaffen hat. Aber nicht alle Naturwissenschaftler tun das. Viele Menschen sind der Meinung, dass Glaube und Naturwissenschaft sich nicht ständig wiedersprechen, es gibt z. B. Priester, die sich auch mit der Naturwissenschaft beschäftigt haben. So zum Beispiel Gregor Johann Mendel (Vererbung/Genetik) oder Georges Edouard Lemaitre (Urknall).


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Das kommt darauf an, was für eine Religion du hast und welches Gottesbild. Für mich gibts kein Unterschied, weil für mich Gott die Natur ist.

Leider hat sich Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft gespalten, Vorher Wissenschaft und Theologie. Ursprünglich gabs diese Spaltungen nicht. So hackt jeder auf den anderen rum, hat unterschiedliche Sprache, Kommunikationsprobleme. Gott ist zu etwas übernatürlichem geworden. Geist und Körper hängen nicht mehr zusammen. So zumindest sehen das die Dogmatiker von Religion, Geist- und Naturwissenschaften.

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Das sind verschiedene Blickwinkel, die beide ihre Berechtigung haben.

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Der Unterschied ist, dass man auf der einen Seite es nüchtern und sachlich betrachtet und auf der anderen Seite naiv und leichtgläubig.

Wissenschaft beruht auf Fakten....Religion beruhn nur auf irgendwelche Märchenfiguren in menschengeschrieben Märchenbüchern.

Wissenschaft und Religion passen nicht zusammen.

In der Wissenschaft muss man Thesen verifizieren. In der Religion nimmt man sie naiv einfach hin!

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Das eine ist so realistisch wie wir es zum heutigen Wissenstand beweisen können.

Und das andere ist eine weit verbreitete Wunschvorstellung, die es erleichtert mit den Problemen der Realität umzugehen.

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