Natürlicher CO2 austoß

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2 Antworten

Insgesamt müsstest Du zwischen CO2 aus natürlichen Quellen (und auch ein Waldbrand durch Blitzschlag ist natürlich, ebenso wie ein Vulkanausbruch) und vom Menschen zusätzlich dazu (=anthropogen) freigesetzten CO2 durch Verbrennung von fossilen Brennstoffen unterscheiden.

Den weitesten Überblick kriegst Du bei Betrachtung des Kohlenstoff-Zyklus - http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffzyklus

Die Zellatmung der Pflanzen kann man auch an den jährlichen Schwankungen des CO2-Gehaltes in der Luft erkennen- auf der Nordhalbkugel ist viel mehr Land und Vegetation, deshalb kann man die Schwankungen zwischen Winter und Sommer sehen. Im übertragenen Sinn sieht man den Planeten atmen.

Schema Kohlenstoffzyklus - (Klimawandel, CO2) CO2-Gehalt in der Luft - Anstieg und jährlicher Zyklus - (Klimawandel, CO2)

Immer wenn Kohlenstoffhaltige Materie verbrennt, wird dabei CO2 frei. Kohle, Holz, Erdöl oder Torf werden überall auf der Welt verbrannt, um zu heizen, Strom zu gewinnen oder Maschinen anzutreiben. Billionen Tonnen CO2 gehen jedes Jahr auf diese Weise in die Atmosphäre. Werden die fossilen Energieträger Erdöl, Kohle, Torf und Erdgas verbrannt, wird Kohlendioxid frei, das vor vielen Millionen Jahren eingeschlossen wurde. Aber auch wenn Menschen, Tiere und Pflanzen atmen, entweicht Kohlendioxid in die Atmosphäre. Grüne Pflanzen brauchen das Gas jedoch auch für die Photosynthese, sie sind also in der Lage, CO2 aus der Atmosphäre aufzunehmen und in Biomasse umzuwandeln. Wälder, Wiesen und Algen sorgen also dafür, dass weniger CO2 frei in die Atmosphäre gelangt – fehlen Pflanzen, fehlt auch dieser Ausgleicheffekt. Werden Wälder gerodet, um Acker- oder Weidefläche zu gewinnen, werden Sümpfe trockengelegt, um dort Häuser zu bauen, werden Grün- in Ackerflächen umgewandelt, so hat dies stets hohe CO2-Emissionen zur Folge, die im Anschluss nicht ausgeglichen werden können: Sojafelder binden weit weniger CO2, als es Wälder konnten, eine Gartenbepflanzung kann eine intakte Wiese nicht ersetzen. Besonders dramatische Auswirkungen auf das Erdklima hat daher die Vernichtung der nördlichen und südlichen Regenwälder. Im Falle der tropischen Regenwälder gibt es zudem deutliche Hinweise, dass auch ihre Zerschneidung durch Straßen oder Wirtschaftsschneisen dauerhaft schwere Schäden verursacht. Forscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) weisen darauf hin, dass durch die Zerschneidung großer zusammenhängender Waldflächen nicht lediglich eine bestimmte Zahl von Pflanzen vernichtet wird. Es entstehen zudem plötzlich Waldränder, wo vorher keine waren. An den Rändern herrschen jedoch andere Wind- und Lichtverhältnisse, finden Tiere und Pflanzen ein anderes Mikroklima als im Waldinneren. Entsteht durch Rodung plötzlich Rand, wo vorher keiner war, so sterben dort Bäume – nach Erkenntnissen der Helmholtz-Forscher über tropische Regenwälder vor allem alte, große Exemplare. Noch ist unklar, ob und in wieweit sich die neu zugeschnittenen Waldflächen regenerieren können, fest steht aber schon heute: kleine Waldstücke speichern verhältnismäßig weniger Biomasse als große Flächen – nicht nur im Sinne der Artenvielfalt und des Erhalts wertvoller Lebensräume, sondern auch für das Klima unseres Planeten sind daher 100 ha zusammenhängenden Waldes günstiger als 10 mal 10 ha.

Somit wird sonst kein CO2 freigesetzt außer bei diesen genannten Dingen.

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