Natürliche Selektion(Auslese)

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 im tierbereich würde mir der birkenfalter einfallen. früher wo es noch keinen Fabriken gab waren auch noch die birken heller. Dadurch wurden die dunklen birkenfalter an den birken schneller von den vogeln gesehn und gefressen. die hellen birkenfalter dagegen blieben ungesehn auf der hellen birke. jedoch als fabriken gebaut würden sind, sind durch den ruß auch die birken dunkler gewurden. demnach wurden die hellen birkenfalter an den dunklen birken schneller von den vögeln gesehn und gefressen und die dunklen wurden übersehn.

Danke. Aber es gibt doch bestimmt noch Helle, oder?

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@Karothe

ja, ich glaub schon aber nur noch wenige. also die dunklen sind in der überzahl :)

 

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@Lindi123xD

Nein, es werden immer wieder helle und dunkle Birkenfalter geboren. Früher waren diese "Birkenfalter" weiß, weil auch die Stämme der Birke weiß waren. Die Fraßfeinde konnten die dunklen ganz leicht wegholen. Als dann im Ruhrgebiet massiv Kohle abgebaut wurde und die Bergleute und teilweise auch Anwohner die Braunkohle extrem günstig bekamen, wurde viel Ruß in die Luft geblasen. Dadurch färbten sich die Birkenstämme dunkel. Jetzt konnten die Fraßfeinde die weißen Birkenspanner (so heißt das Tier nämlich richtig) leicht erkennen und nur die dunklen überlebten. Heute gibt es (der Kohlebergbau ist deutlich reduziert; geheizt wird mit Öl und Gas, Filteranlagen in den Hochöfen verringern den Kohlestaubausstoß) wieder weiße Birkenstämme. Die weißen Birkenspanner sind wieder da!

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Warum muss es eine Seite sein? Schulbücher erklären das ganz prima! Linder, z.B.

Toll nur leider habe ich keines. Glaub mir, die die ich habe sind genauso hilfreich, wie deine Antwort ;)

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Also im Pflanzenreich ist das echt schwer! Habe aber ein paar "Anti"-Selektionen gefunden.

So wurde in Deutschland die Rosen mit den dicken runden Hagebutten eingeschleppt. Die eigentliche Hagebutte (Hundsrose) ist hier heimisch. Da die neue Hagebuttenform hier keine Fraßfeinde besitzt, breitet sie sich ungehindert aus. Der für die Pflanze beste Standort ist da, wo auch die Hundsrose gerne steht. Diese wird aber durch Krankheiten, Fraßfeinde und andere Einflüsse (Rodungen, etc.) dezimiert. Wenn jetzt an diesen Stellen die neue Art auftaucht, hat unsere Hundsrose keinen Platz mehr. Also im Endeffekt verdrängt die ausländische Hagebutte unsere einheimische.

Ähnlich ist es mit dem aus dem Ausland eingeführten Springkraut. Dies wuchert mittlerweile überall in unseren Wäldern. Auch hier gibt es keine Fraßfeinde. Auch die bei uns existierenden Krankheiten können wenig mit dem Springkraut anfangen. Außerdem wächst das Kraut büschig und wird bis zu ca. 1,50 m groß. Kleinere Pflanzen (Bodenbewuchs) erhält dadurch kaum noch Licht. Es wächst sehr schnell. Dadurch werden alle anderen niedrig wachsenden Pflanzen, die ähnliche Standortbedingungen haben, verdrängt. Also auch hier findet zu lasten der Artenvielfalt eine natürliche Auslese statt.

Interessant. Das kann ich gut gebrauchen. Danke dir erneut.

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alsoo :D (nur gut das ich in bio aufgepasst hab :P)  Also: es gibt einige  inseln wo es flügellose insekten gibt und insekten mit flügeln. Auf vielen der Inseln stürmt es aber jedoch sehr oft wo die insekten mit flügeln einen  großen nachteil haben. denn wenn sie vom sturm erwischt werden während sie fliegen werden sie aufs offene meer hinausgeweht und ertrinken. die insekten ohne flügel haben den vorteil das sie der sturm nicht erwischt und sie am boden bleiben.

Also passen sich die die Insekten mit Flügeln so an ihre Umgebung an, das sie bald keine Flügel mehr haben und genau wie die am Boden lebenden Insekten Stürme überleben können. Richtig?

Sehr gut, das du in Bio aufgepasst hast

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@Karothe

Du darfst entscheiden, welchen deiner Beiträge ich als hilfreichste Antwort auszeichnen soll ;)

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Hallo Karothe,

im Tierreich ist eine natürliche Selektion schon extrem häufig. Das beginnt schon, wenn ein Tier erkrankt oder gar behindert ist. Dann kommt z.B. in Afrika eine Hyäne und sorgt dafür, das das kranke Tier keine Nachkommen mehr bekommen kann.

Ein anderes Beispiel sind Albinos. In jeder Tierart kommen immer wieder mal Albinos vor. Doch da diese Tiere sich deutlich von der Landschaft abheben, werden sie von ihren Fraßfeinden bereits sehr früh gefunden und gefressen. Sie können sich nicht so tarnen.

Ganz Aktuell ist derzeit ein neues Problem. Wir haben Bienen aus anderen Ländern nach Deutschland geholt. Diese reisten zum Beispiel als blinde Passagiere bei Blumenlieferungen zu uns. Diese Bienen sind viel zu groß für unsere Blumen. Sie bekommen keinen Honig. Durch natürliche Selektion würden sie jetzt bei uns aussterben. Das Problem ist nur, es gibt unter den Tieren ein paar ganz Schlaue. Die warten in der Nähe einer Blume, bis sich eine einheimische Biene den Nektar geholt hat. Dann überfällt sie diese (schließlich ist sie größer und stärker als unsere kleinen Exemplare) und klaut den Nektar. Also die Intelligentesten dieser fremden Tiere überleben.

In Australien wurde die AGAKRÖTE eingeführt. Sie ist zu einem echten Problem geworden. Sie ist hochgiftig und australische Tiere, die diese Kröten versehentlich fressen sterben. Doch auch hier gibt es eine Anpassung. Eine Schlangenart kann eine begrenzte Menge des Giftes vertragen. Junge Frösche haben noch nicht soviel Gift. Diese jungen Frösche sind kleiner als ihre erwachsenen Kollegen. Jetzt sterben die Schlangen, die aus versehen ausgewachsene Frösche fressen. Die Schlangen jedoch, die einen kleineren Kopf haben überleben, denn die können die großen Frösche nicht fressen. Daher gibt es immer mehr dieser Schlangen mit kleinem Kopf.

Im Pflanzenreich ist es etwas schwieriger Beispiele zu finden. In Australien gibt es Grasbäume. Da er dort auch viel Gestrüpp gibt, würden Samen, die auf den Boden fallen kein Licht abbekommen. Außerdem ist auch wenig Biomasse, zum Wachstum wichtig, vorhanden. Nach einem Buschbrand ist dieses Gestrüpp weg und statt dessen gibt es viel fruchtbare Erde. Deshalb muß der Stamm der Grasbäume abgeflammt werden, damit hier Blüten und Samen entstehen. Andere Grasbäume haben keine Chance.

Danke danke für die ausführliche Antwort. Du hast dir wirklich Mühe gegeben. Sei aber nicht böse, wenn Lindi die hilfreichste Antwort bekommt, weil ich es ihm schon versprochen habe. Er hat mir auch sehr geholfen. DH für dich.

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