Nathan der Weise, übersetzung ins heutige Deutsch?

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3 Antworten

Ich persönlich halte nichts von Übertragungen älterer Texte in moderne Sprache. Ich lese viel Shakespeare im englischen Original. Das ist sttellenweise auch sehr altertümlich, aber genau das macht den reiz aus. Sprachen entweickeln sich nun einmal im Laufe der Zeit. Jegliche Übersetzung, und eine Übertragung von "Nathan der Weise" in modernes Deutsch ist eine Übersetzung, stellt eine Verfälschung dar. Als ehemalige profesionelle Übersetzerin ist mir das nur allzu klar.

Trotzdem müssen Übertragungen von der einen in die andere Sprache sein, um lesern bestimmte Literatur nahe zu bringen. Beibt man jedoch innnerhalb einer Sprache und bewegt sich nur zeitlich in ihr, so halte ich derartige Übertragungen für äusserst unnötig, denn die Verständlichkeit ist ja größtenteils immer noch gegeben, und wo sie nicht gegeben ist hilft eine Anmerkung.

Mein Tipp ist: Statt von der Sprache genervt zu sein, wundere dich vikelmehr darüber, wie Leute früher gesprochen haben. Mich fasziniert so etwas ungemein, und ich habe auch Üüberhaupt keine Schwierigkeiten damit, aus Spaß diesen antiquierten Redestil anzunehmen.

Ich habe mal mit einem Deutschlehrer gewettet, dass ich mich den ganzen Abend nur in Blankversen mit ihm unterhalten würde. Er war davon so begeistert, dass er mir einen Wein nach dem anderen ausgab, Ich war am Schluss völlig betrunken, aber ich redete immer noch in Blankversen.

Falls du nicht weisst, was ein Blankvers ist. hier der zuständige Wikipedia-Eintrag: http://de.wikipedia.org/wiki/Blankvers

oh man bist du fertig, aber respekt

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@Dustiyn

ist zwar keine wirkliche antwort aber naja gibt anscheinend nichts dann sag ich mal [closed]

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Das Deutsch des Dramas ist heut noch mit etwas Willen gut lesbar. Solltest Du es dennoch nicht mit klein wenig Mühe inbegriffen lesen können, liegt das Problem bei Dir, nicht am Text. Man kann nicht alles vereinfachen, sonst wird der Text vergewaltigt.

Wenn Du obige Sätze verstehst, geht das schon, irgendwie halt ...

LG

man versteht es ja auch mit gründlichem lesen aber ich würde es lieber fließend wie ein normales buch lesen, weil man sonst kaum reinkommt -_-

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Daja. Er ist es! Nathan! – Gott sei ewig Dank, Daß Ihr doch endlich einmal wiederkommt.

Nathan.

Ja, Daja; Gott sei Dank! Doch warum endlich? Hab ich denn eher wiederkommen wollen? Und wiederkommen können? Babylon Ist von Jerusalem, wie ich den Weg, Seitab bald rechts, bald links, zu nehmen bin Genötigt worden, gut zweihundert Meilen; Und Schulden einkassieren, ist gewiß Auch kein Geschäft, das merklich födert, das So von der Hand sich schlagen läßt.

Fassung B:

Erster Aufzug

Erster Auftritt

(Szene: Flur in Nathans Bleibe.)

Nathan schlurft röchelnd seiner Bude entgegen. Daja geht ihm entgegen.

Daja:

"Goil, spitze Alter! Nathi, du bist wieder da!"

Nathan:

"Halt bloß die Schnauze, du Dolm. Mein Navi ist auf dem Weg vom Irak nach Israel komplett abgestunken, Handy-Akku leer, keine Tankstellen, alles Sch@iße, kann ich Dir sagen!

Zwischendurch sind wir am @rsch der Welt angestreift. Chaos pur, ein bescheuertes Hin und Her! Ich bin angesäuert.

Und bevor Du jetzt was sagst, der bescheuerte Inkasso-Job nervt, ist auch nicht das, was er nie war"

:-)

Mehr gegen Honorar

:-)))

Honorar wem Honorar gebühret .... Doch Euch, Euch edler Herr, Euch gebühret wesentlich mehr ... Euch gebühret mein Respekt und meine Bewunderung - und nicht schnöder Mammon.

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ist aber ne nette übersetztung so würde das buch wenigstens spannend (lustig) sein

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@Dustiyn

Aber ... du würdest das, was der Dichter schrieb und meinte, nie wieder erkennen.

Wenn du auf eine "Übersetzung" irgend eines Stückes der Weltliteratur wert legst, dann solltest du nach Theaterstücken Ausschau halten, welches von einem Regisseur unserer Zeit angepasst wurden.

Ob jemand die Ringparabel entsprechend bearbeitet und inszeniert hat kann ich dir nicht sagen.

Aber du könntest mal in der Deutschstunde danach fragen.

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@Entdeckung

Das ist, jetzt ganz im Ernst, eine Sehr gute Idee!

Da aber die bearbeiteten Textfassungen aktueller Inszenierungen (die oft auch gekürzt worden sind) meist nicht außerhalb der Theater zugänglich sind, bliebe die Suche nach einer Aufzeichnung.

Ein Video sollte sich finden lassen. Das Stück wird im deutschen Sprachraum nach wie vor sehr häufig aufgeführt. So etwas ist sicher aufzutreiben.

LG

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