Nasse/beschlagene Fenster

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Von innen beschlagene Fenster sind immer ein Zeichen von zu hoher Luftfeuchtigkeit im Raum. Gehe doch davon aus, dass es sich um Doppelverglasung handelt. Fenster beschlagen beim Kochen, beim Duschen. Danach muss sofort das Fenster weit geöffnet werden. Erst wieder zu machen, wenn das Beschlagen auf der Außenseite beim geöffnetem Fenster verschwunden ist, Erst dann hat man die Feuchte raus gelüftet. Nie auf Kipp lüften! Kurz und kräftig ist die Devise. Danach wird es schnell wieder warm. Weiter ist Beschlagen der Fenster ein Zeichen, dass nicht genügend geheizt wird. Auch bei Abwesenheit sollte die Heizung nicht ganz abgedreht werden. Weiter erhöhen das Trocknen von Wäsche in der Wohnung und viele Zimmerpflanzen die Luftfeuchtigkeit immens. Türen zu kühleren Räumen wie das Schlafzimmer sollten immer geschlossen bleiben, damit keine Luft aus anderen Räumen wie Küche oder Bad eindringt.

Du könntest während der Arbeit einen Heizlüfter aufstellen. Das klingt für mich so, als sei das Mauerwerk feucht, da solltest du dich am besten mal mit einem Fachkundigen beraten. (Das Internet ist nur bedingt geeignet - hier gibts zu viele "Experten" :D) Geh zum Beispiel mal in den Baumarkt und frag da mal nach, ob die dir nicht vielleicht helfen können.

Unbedingt einen Luftentfeuchter kaufen. Nur so bekommst du die Feuchtigkeit in den Griff. Genau wie EgonO beschrieben hat. Das Problem ist, dass die Feuchtigkeit in den Wänden steckt, und schwer raus kommt. Mit Lüften und Heizen schaffst du das nicht. Diese Entfeuchter haben ein Gebläse und bringen die trockene Luft in jede Ecke. Der eingebaute Hygrostat schaltet ab, wenn die Arbeit getan ist. Anfangs werden so mehrere Liter Wasser zusammen kommen, und in den Behälter tropfen.

Immer wenn du aus dem Hause gehst, schaltest du das Gerät ein. Bald wird es gemütlich werden in deiner Wohnung. Lüften ist kaum mehr nötig. So sparst du dir viel Heizkosten.

So eine Wohnung hatte ich auch mal.

Wenn du wie angegeben wirklich regelmäßig lüftest (2-3x 5-10min reichen hier völlig aus), dann scheint die Feuchtigkeit im Mauerwerk zu stecken und kann nicht, bspw durch Dämmung und/oder Zwangsentlüftung an den Fenstern, entweichen.

In meiner Wohnung hatte ich trotz ordnungsgemäßen lüftens schnell mit Schimmel und Stockflecken zu tun. Bis ich ausziehen konnte, müsste ich mir mit einem elektrischen Luftentfeuchter (kein Granulat!) helfen. Dieser holte 3 Liter Kondenswasser pro 24 Stunden aus meiner Wohnung. So konnte ich meine Luftfeuchte von etwa 70% auf 57% senken.

Also tut mir leid das sagen zu müssen aber beim Baumarkt würde ich mir keinen Rat einholen. Du solltest dir mal einen Bausachverständigen kommen lassen der den Mangel vor Ort besichtigen und einschätzen kann. Wenn ich eine fernprognose stellen darf, tippe ich auf zu wenig Wärmedämmwert deiner Fenster. Schätze es sind Isolierglasscheiben und schon über 20 Jahre alt. Die haben ihren Dienst getan. Da hilft nur. Ausbauen und durch neue ersetzen. Aber wie gesagt. Fernprognose, wenig Info, ohne jeglicher Gewähr. Hoffe es hat dir trotzdem ein wenig was geholfen

Vor 22 Jahren wurde der ganze Wohnblock erst gebaut. Und wenn es stürmt dann pfeifen meine Fenster. Und am Wochenende saß ich auf dem Boden (um eine Lichterkette zu enttüdeln) und da habe ich gemerkt das kalte Luft unten an der Balkontür rein zieht. Liegt es daran?

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@LucyGirl90

Nein, daran liegt es nicht. Fenster beschlagen von innen wenn es "zu dicht" ist. Nie, wenn noch etwas Luft durch dringt. Es gibt sogar viele neue Fenster mit Lüftungsschlitz, damit eine Zwangslüftung vorhanden bleibt. Sie müssen irgendetwas beim Wohnen falsch machen, zu gering heizen, viele Pflanzen, Wäsche...

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@LucyGirl90

Es ist fraglich, ob wirklich kalte Luft unten an der Balkontür von aussen reinzieht.

Die Raumluft kühlt am Fenster und an der Balkontür ab. Kalte Luft ist schwerer, als warme Luft. Die kalte Luft fällt somit nach unten. An der Balkontür kann sich die Luft an gut 2m Türhöhe abkühlen und nach unten fallen. Es entsteht ein starker Luftstrom, welcher leicht mit einer Undichtigkeit verwechselt werden kann. Unter dem Fenster wird dieser Luftstrom üblicherweise mit dem Heizkörper aufgefangen.

Zum Test, einfach zwei, drei Teelichter unten an die Balkontür stellen (Vorsicht bei Teppichen und brennbaren Unterlagen/Bodenbelägen). Die Flamme des Teelichts dürfte deutlich flackern. Nun mit einem großen Stück waagerecht gehaltener Pappe (oder ähnlichem) die an der Tür herunter fallende Kaltluft etwa 30cm über den Teelichern von diesen abschirmen (Vorsicht Brandgefahr! ggf. die Pappe anfeuchten) und schauen, ob sich die Flamme der Teelichter (etwas) beruhigt. Wenn eine Beruhigung der Flammen eintritt, liegt die "Zuglufterscheinung" definitiv an der herabfallenden Kaltluft innen an der Balkontür und nicht an Undichtigkeiten der Tür.

Wäre die Balkontür wirklich undicht, würde dies zu einem permanenten Raumluftaustausch führen, mit entsprechend geringeren Raumluftfeuchten und die Kondensatbildung am Fenster wäre vermindert oder gänzlich verhindert.

Ich denke, die Ursache ist eher in zusätzlichen Feuchtelasten zu suchen, die das Mauerwerk auffeuchten lassen. Vielleicht gibt es einen Keller mit hohen Feuchten, Feuchte im Sockelmauerwerk oder die Feuchte dringt durch den Fassadenputz in das Mauerwerk ein.

Eine Messung der Wandfeuchten (auch in der Tiefe), die Begutachtung von Keller und Fassade würde hier sicherlich angeraten sein. Auch hilft generell die Erhöhung des Anteils von Wärmestrahlung der Heizanlage (z.B. durch den Heizkörper Typ 10) gegen kalte Oberflächen, an denen sich Kondensat bilden kann. Leider wird heute sehr oft (vor allem in Mietwohnungen) mit zu viel Warmluftkonvektion (Heizkörper Typ 21, 22 oder 33) geheizt, was zwar die Wohnungsluft schnell erwärmt, aber die Wände zum Teil deutlich kühler lässt.

Bei Feuchteproblemen ist es auch ratsam, auf Nachtabsenkung u.ä. zu verzichten, da hierdurch die Wände stärker auskühlen, als bei gleichmäßiger Beheizung. Kalte Wände zieht Feuchte an, die den Dämmwert der Wand erheblich (!) senkt und damit wiederum die Heizkosten steigen lassen können.

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