Nasenkorrektur. Wie läuft das ab?

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1 Antwort

Kosten einer Nasenkorrektur / Kosten der Operation: Moderne strukturerhaltende Nasenchirurgie ist mit einem erheblichen technischen und zeitlichen Aufwand verbunden. Die Kosten für Nasenkorrekturen können dementsprechend variieren, sie liegen bei Primäroperationen in der Größenordnung ca. zwischen 4.000 und 8.000 Euro. Sekundäroperationen (Nachoperationen = Revisionen) und Rekonstruktionen können je nach konkretem Aufwand entsprechende Mehrkosten bedingen.

Es werden auch Operationen zu davon deutlich nach unten oder oben abweichenden Preisen „angeboten“. Damit können durchaus sehr unterschiedliche Beratungs- und Behandlungssituationen verbunden sein. So kann ein vermeintlich „günstiges“ Angebot, je nach Art und Aufwand der Behandlung, bei genauerer Analyse ein weniger günstiges Preis-Leistungsverhältnis offenbaren. Auch umgekehrt gilt, dass ein besonders teures Angebot nicht automatisch mit hoher Qualität gleichzusetzen sein muss.

Von wesentlicher Bedeutung sind Expertise und Erfahrung des Operateurs und ganz besonders seine Qualifikation für die Art des geplanten Eingriffs. Bekanntheitsgrad oder Präsenz in den öffentlichen Medien müssen damit nicht zwangsläufig einhergehen.

Kostenübernahme durch die Krankenkasse: Die Praxis der Kostenübernahme von Nasenoperationen durch die Krankenversicherer hat sich in den vergangenen Jahren unter dem Strukturwandel im deutschen Gesundheitssystem deutlich verändert. Kostenübernahmefragen sind im Einzelfall direkt mit der jeweilig zuständigen Versicherung zu klären und schriftlich bestätigen zu lassen.

Ästhetische Nasenkorrekturen gehören grundsätzlich nicht zum Leistungsumfang der Krankenversicherer. Die Kosten sind vom Patienten selbst zu tragen.

Medizinisch-funktionelle Operationen gehören zum Leistungsumfang der Krankenversicherer. Eine mögliche Kostenübernahme (komplett oder anteilig) richtet sich u.a. nach dem Versicherungsstatus (gesetzlich oder privat) sowie den jeweiligen Vertragsbedingungen. Gesetzliche Versicherer oder gesetzliche Ersatzkassen müssen Kosten für privatärztliche Behandlungen nicht übernehmen.

Bei der medizinisch-funktionellen Indikation sind Befund, Diagnose, Symptomenkomplex und Krankheitswert wichtig. Beispielsweise begründet eine bloße Verbiegung der Nasenscheidewand allein noch keine medizinisch-funktionelle Indikation.

Im Rahmen der Kostenübernahme der gesetzlichen Versicherung für eine medizinisch-funktionelle Operation dürfen keine ästhetischen Leistungen erbracht werden („keine Schönheits-OP auf Krankenkassenkosten“). Soll also z.B. im Rahmen einer funktionellen Nasenscheidewandkorrektur auch eine ästhetische Formveränderung der Nase durchgeführt werden, so sind die Kosten dafür vom Patienten selbst zu tragen.

Plastische oder plastisch-funktionelle Operationen nach entstellenden Unfällen oder bei bestehenden Fehlbildungen nehmen eine Sonderstellung ein. Sie können zum Leistungsumfang der Versicherer gehören. Es ist allerdings ratsam, Art und Umfang einer Kostenübernahme vor der Behandlung zu klären.

Quelle: http://www.operation.de/nasenkorrektur-kosten-und-kostenuebernahme/

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