Narkose ohne Analgesie?

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Rein prinzipiell funktioniert eine Anästhesie folgendermaßen: Das Schlafmittel zwingt den Körpe zum Schlafen. Das funktioniert prima, so lang der Körper auch schön entspannt da liegt. Rein für das Schlafen braucht man kein Schmerzmittel, sieht man mal vom Reiz durch die Atemwegssicherung ab. Eine Gabe ausschließlich von Schlafmitteln wird ja zum Beispiel zur Sedierung beispielsweise bei Darmspiegelungen etc. angewendet.

Kommen aber Schmerzen dazu, durch den Beginn der Operation zum Beispiel, entsteht natürlich ein Reiz, aufzuwachen und wegzulaufen. Reiner Selbstschutz. Man müsste dann entsprechend die Dosis des Schlafmittels viel mehr erhöhen, um weiterhin Schlaf zu erzwingen - was der Kreislauf nur bedingt mitmacht. Ansonsten wacht der Patient irgendwann auf, etwas, das man als Anästhesist dann doch gern vermeiden würde. Dabei wird er meist übrigens nciht so wach, dass er sich seiner Umgebung bewusst wird, aber er wird sich unwillkürlich bewegen, gegen die Beatmung pressen und im allgemeinen sehr viel Stress haben, was sich in hohem Blutdruck und hoher HErzfrequenz äußern kann.

Ist der Patient zusätzlich zum Schlafmittel auch noch relaxiert, wird es echt gemein. Er kann sich dann ja durch Bewegungen etc. nur noch sehr eingeschränkt äußern, wenn er wegen mangelnder Narkosetiefe wach werden sollte. Dann müsste der Anästhesist schon anhand der Kreislaufreaktionen merken, dass das Schlafmittel nicht reicht und entsprechend nachlegen.

Fazit: Theoretisch könnte man versuchen, eine Anästhesie auch ohne Analgetika zu fahren. Der Patient würde mit entsprechenden Mengen an Schlafmitteln auch über die Narkose kommen, ohne sich des ganzen bewusst zu sein, aber dennoch wäre es ein unglaublicher körperlicher Stress, von den horrenden Schlafmitteldosen und deren Folgen mal ganz abgesehen. Insofern ist der VErzicht auf hochpotente Analgetika in der Anästhesie nicht sinnvoll.

Vielen Dank für diese gute, interessante und verständlich erklärte Antwort!
In diese Richtung habe ich habe ich bei meinem Gedankenexperiment auch gedacht, nur zu diesem Thema habe ich im Internet (vielleicht habe ich auch nach dem Falschen gesucht...) nichts gefunden :)

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Auch im Schlaf besteht ein Schmerzempfinden, Narkose alleine durch ein Hypnotikum ohne Analgesie wäre zwar in der Theorie möglich, jedoch bräuchte man dann viel größere Mengen an Schlafmittel, damit der Patient während der Operation keine Abwehrbewegungen durch die Schmerzen macht. Das viele Schlafmittel hätte jedoch trastische Auswirkungen auf die Herz- Kreislauffunktion und die Atmung, die Narkoseausleitung würde dementsprechend auch verlängert sein, weil es länger dauert, bis der Patient wieder eine ausreichende Eigenatmung hat. Zudem würden die Schmerzen während der Operation zu allen körperlichen Reaktionen wie Tachykardie und Hypertonie führen, um diese in den Griff zu bekommen bzw. nicht ausarten zu lassen, müsste man den Patienten mit noch mehr Medikamenten "vollpumpen". 

Dein Körper spührt Schmerz, schüttet Substanz-P, Streßhormone, ... aus. Du kannst dich nicht dran erinnern, weil dein Bewußtsein weg war aber hast die volle körperliche Reaktion...

Details dazu kann Dir sicher ein Anästhesist erklären.

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Daher wollte ich einfach mal fragen ob hier schon mal jemand operiert wurde unter Vollnarkose der mir die Gedanken vor der Operation, das Gefühl der wirkenden Narkose, das Aufwachen ein bisschen näher bringen könnte um ein bisschen ein Gefühl dafür zu bekommen, was mich erwarten könnte...

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Es ist zwar irgendwie lachhaft als Krankenschwester Panik zu schieben vor solch einer Operation selbst wenn man den Chefarzt der Chirurgie persönlich an seiner Seite hat der diese Operation bereits über 3000 mal in seinem Leben durchgeführt hat - aber Angst ist selten logisch...

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