Nanobionik = Nanotechnologie?

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1 Antwort

Hi, die Nanobionik ist ein Teilgebiet der Nanotechnologie. Die Nanotechnologie ist ja nur ein Überbegriff für eine Vielzahl von Anwendungen, bei denen mit Materiestrukturen von unter 100 Nanometern gearbeitet wird. Man könnte genau genommen auch von den Nanotechnologien in der Mehrzahl sprechen. Nanobionik bedeutet also letztlich nichts anderes als dass Ingenieure und Wissenschaftler die Natur im Nanobereich untersuchen und Wirkmechanismen, Strukturen o.ä. in technische Anwendungen übertragen.

Das bekannteste Beispiel für die Nanobionik ist sicherlich der Lotuseffekt, bei dem man den natürlichen Selbstreinigungseffekt der Lotuspflanze auf technische Anwendungen wie beispielsweise ein selbstreinigendes Waschbecken übertragen möchte. Der Lotuseffekt selbst beruht auf winzigen, nur wenige Nanometer großen Wachsstäbchen auf der Oberfläche des Pflanzenblattes. Diesen Effekt weisen übrigens auch viele andere Pflanzen auf, z.B. Kohlrabi oder Kapuzinerkresse, die Blätter dürfen allerdings nicht beschädigt oder eingedrückt sein. Du könntest diesen Effekt auch sehr gut bei deinem Referat demonstrieren, indem du Ketchup von einem Kohlrabiblatt (noch besser wäre natürlich ein getrocknetes Lotusblatt) abperlen lässt... einfach mal ausprobieren! ;-)

Andere Beispiele aus der Nanobionik sind z.B. Spinnenseide oder Geckofüsse. Wenn du ein bisschen online recherchierst, findest du sicherlich noch mehr. Interessant ist auch diese Broschüre: https://www.nanotruck.de/fileadmin/user_upload/Berichte%20und%20Druckschriften/Literaturliste/NanoBionik_web.pdf

Viel Spaß!

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