Namensänderung, Name des Stiefvaters annehmen, Aussichten auf Erfolg?

2 Antworten

In der Bundesrepublik Deutschland ist das Namensrecht von dem Grundsatz der Namenskontinuität geprägt, weshalb eine Änderung des Familiennamens nur eingeschränkt möglich ist.

Außer bei deiner Eheschließung, Scheidung oder Adoption, kommt eine Namensänderung nur in einigen begründeten Ausnahmefällen im Wege eines behördlichen Namensänderungsverfahrens in Betracht. Eine behördliche Namensänderung kann bei deiner Stadt- oder Gemeindeverwaltung beantragt werden.

Als wichtig genug für eine Namensänderung gelten demnach unter anderem Namen, die die Mehrheit mit anstößigen Gedanken verbindet oder den Betroffenen der Lächerlichkeit preisgibt.

Ganz allgemein gilt, dass eine Änderung des Nachnamens höheren Hürden als der des Vornamens begegnet.

Dein Stiefvater kann dich aber auch als Erwachsene noch adoptieren, dann erhältst du seinen Nachnamen. Für eine Volljährigenadoption ist die Einwilligung des leiblichen Vaters (anders als bei § 1747 BGB für die Minderjährigenadoption) nicht erforderlich. 

Alles Gute für dich!

Den Namen des Stiefvaters zu erhalten geht am einfachsten durch eine Namenserteilung, allerdings nur dann, solange du minderjährig bist. In meiner beruflichen Praxis hatte ich den gleichen Fall wie von dir beschrieben. Ich nahm die Erklärung zur Namenserteilung trotz meiner Bedenken auf und leitete sie zur Wirksamkeit zum Geburtsstandesamt des Mannes weiter. Der Kollege dort teilte seine Bedenken dem Amtsgericht mit und durch eine gerichtliche Entscheidung wurde der Fall für unzulässig erklärt.

Damit du den Namen deines Stiefvaters erhältst, gibt es für dich dann nur noch eine Adoption, wie sie isebise50 schon vorgeschlagen hat. Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass dieser Vorgang weit größere Auswirkungen hat als nur eine Namenserteilung (z.B. Verwandtschaft, Erbrecht, Unterhaltsrecht). Eine vorherige notarielle Beratung ist unbedingt erforderlich!

Für eine behördliche Namensänderung fehlt der wichtige Grund i. S. des Namensänderungsgesetzes

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

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