Nächstenliebe oder Solidarität?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Dafür gibt es nicht eine generelle Antwort. Jeder Mensch ist anders und jeder Mensch entwickelt sich noch moralisch. Es gibt nicht ein "heute sind die Menschen so" und "früher waren sie so". Zu allen Zeiten schon hat jeder Mensch andere Motive gehabt etwas bestimmtes zu tun

Schau dir doch mal das Modell von Kohlberg an: Menschen auf der konventionellen Moralstufe handeln um der Gesellschaft zu gefallen. Sie tun das, was andere tun und passen sich an. Sind die anderen solidarisch sind sie es auch. Doch Menschen auf dem postkonventionellen Niveau handeln aus sich selbst heraus. Sie stellen eigene Prinzipien auf, die sich an Gerechtigkeit orientieren. Dies kann Nächstenliebe sein.

Natürlich kann man auch argumentieren, das jede altruistische Tat immer eine egoistische Tat ist. Wir tun moralisch Gute Dinge um uns quasi selbst auf die Schulter zu klopfen und wie ein Held dazustehen. So legitimieren auch Evolutionsbiologen altruismus.

Ich hoffe ich konnte dir helfen!

ja es gibt immer noch tätige Nächstenliebe..

Salesianer Don Bosco / Bonn vor Ort in Indien für Straßenkinder.

ich selbst habe schon vor vielen Jahren 12 Patenkinder in Indien, jetzt in der zweiten Generation. Freunde und Verwandte haben mir geholfen und helfen noch.

Hilfe zur Selbsthilfe für deren Ausbildung, das die Ausbildung in Indien viel Geld kostet. Bin 1-2 jährlich dort und weiss das das Geld für die Kinder und deren Ausbildung verwendet wurde und wird.

Ps. Alle die sagen "die Spenden kommen nicht an" wollen erst garnicht spenden...und bemühen sich auch nicht ...das ist eine Schutzfunktion oder Entschuldigung um nicht zu helfen...


Genau, aber tust du das aus Nächstenliebe oder weil du dich dazu verpflichtet fühlst zu helfen, also aus dem Solidaritätsprinzip?

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Das war eine ethische Frage, an dich gerichtet. Ist es denn wirklich so, dass wir diese guten Taten aus reiner Nächstenliebe/Solidarität machen. Ein schlichtes "Ich mach das aus Nächstenliebe" reicht da nicht um darüber zu philosophieren.

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Die Begriffe Nächstenliebe und Solidarität sind im Sprachgebrauch nicht klar genug getrennt, um sie von daher gegeneinanderhalten zu können. Man müsste sie also zuvor für das eigene Denken erst einmal klar definieren und abgrenzen.

Im ursprünglichen Gebot der Nächstenliebe, dass im Levitikus an die Juden ergangen ist, ist Nächstenliebe durchaus im Sinne von Solidarität zu verstehen. Der "Nächste" ist eben der Mitjude; alle Juden sollen miteinander voll solidarisch sein, auch gegen die Heiden. Jesus hat dies Gebot aus dem Levitikus ausdrücklich aufgegriffen.

der Nächste ist jeder Mensch und nicht nur der Jude..im christl. Verständnis.

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@ischdem

Das sagst Du. Die Juden im babylonischen Exil haben das mit Sicherheit anders gesehen. Und auch Jesus war ein Jude und kein Heidenchrist. Aber das spätere (Heiden-)Christentum hat das Gebot natürlich umgedeutet.

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