Nadel in Halsschlagader tödlich?

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4 Antworten

Ob man an einer Injektion oder Blutabanahme verbluten kann? Kaum. Sonst gäb es schon viele Tote und das große Blutbild wäre lebensgefährlich.

Der Körper sorgt durch verschiedene gerinnungsfaktoren dafür, dass sich eine solche wunde selbst wieder verschließen kann. Sie darf eben nur nicht zu groß sein.

Bei aufgeschnittenen Pulsadern etwa stömt durch den Puls soviel Blut so schnell aus, dass die Gerinnung aufgrund der Fliessbewegung nicht einsetzen kann. Aber ein kleiner Ritz, eine kleine verletzung macht da nicht allzu viel her.

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delphi104 21.03.2013, 16:00

Meine ja auch speziell die Injektion an der Halsschlagader! Dann ist dort die größte Gefahr wohl eher ne Blutvergiftung!

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Kinderwerkstatt 21.03.2013, 16:08
@delphi104

Aber nur, wenn die Injektionsnadel nicht steirl war. und slebst wenn, das ruft nicht zwingend sofort ne Sepsis hervor! der Körper kommt durchaus mit einer gewissen Anzahl an Erregern klar!

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Das dürfte wenn dann ziemlich lange dauern, bis man soviel Blut verloren hat, dass der BLutverlust tödlich ist.

Auf das kleine Löchlein durch eine Nadel hält man ja l,ocke rnen Finger drauf.

Außerdem verschließt sich so eine kleine Wunde sogar selbst nach 1-3 Minuten wieder - dank der körpereigenen Gerinnungsfaktoren....

Bei einer großen Öffnung an der Halsschlagader (oder Bauchaorta) kann die Gerinnung durch den Pulsschlag (es wird immer weiter viel Blut durch die Öffnung gepumpt) nicht schnell genug einsetzen und man kann verbluten.

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delphi104 21.03.2013, 15:58

Gerinnt das Blut auch im Körper?

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Kinderwerkstatt 21.03.2013, 16:10
@delphi104

Normal nicht, denn der Blutfluß sorgt ja für "Bewegung". Wenn aber Blut durch eine WUnde austritt, setzt der Körper sofort die gerinungsfaktoren frei: Fibrin, Fibrinogen, Thrombocyten etc. Das verklebt die austretenden Blutkörperchen miteinander, es entsteht eine "Kruste", de rnatürliche Wundverschluss.

Es können aber "thromben" entshehen, wenn das verhältnis der gerimmungsfaktoren zu hoch ist, dann enstehen schon mla Klumpen im Blud und führen zu verstopfungen inden Blugefäßen - das führt zu Lungenembolien, Schlaganfällen oder Herzinfarkt. Aber auch beinthrombosen sind gefählrich!

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delphi104 21.03.2013, 16:14
@Kinderwerkstatt

Danke für die gute Antwort! Mir war klar, das es nicht im Körper gerinnt, ich meinte die Verletzung der Schlagader ist dann ja im Körper, somit wird diese dann trotzdem verschlossen?? Wegen dem Pulsdruck?

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Kinderwerkstatt 22.03.2013, 08:52
@delphi104

Also.... eskommt auf die Größe und Art der Wunde an. Ein kleinerer Pieks oder kleines Loch lässt einen nicht gleich verbluten, weil das Blut, das austritt nach kurzer Zeit an der Wunde gerinnt und einen Verschluss bildet. Nicht wegen des Pulsdruckes!

Wegen des Pulsdruckes bei großen Wunden, also mehr als ein Stich, nehmen wir mal einen Riss oder ein Schnitt an, kann das Blut NICHT an der Austrittsstelle gerinnen bzw. es dauert zu lange, weil der Pulsdruck einen Stillstand verhindert. Durch den pulsierenende Blutaustritt bleibt das Blut im Fluss und was fliesst gerinnt nicht (schnell genug - im Verhältnis zur austretenden Blutmenge).

Beispiel: Es gibt bei verschiedenen Laboruntersuchungen "Röhrchen" - einmla MIT gerinnungshemmenden Mitteln drin, einmal ohne. Das sind z. B. Heparin oder EDTA. EinZusatz, der das Blkut nicht gerinnen lässt, weil es flüssig bleiben muss für die Laboruntersuchungen.

Dann gibt es noch Röhrchen, die mit Glaskügelchen ebstückt sind auf auf sogenannte "Roller" gelegt werden. So wird das Fliessen simuliert und das Blut gerinnt trotzdem nicht oder nur sehr langsam.

Andere Röhrchen haben keine gerinnungshemmenden Mittel und es gibt auch keine Hilfsmittel hierfür. Sie werden zentrifugiert um Serum zu gewinnen. Der "weiße" Anteil des Blutes, wozu auch die Gerinnungsfaktoren Fibrinogen, Fibrin und die Thrombocyten (Blutplättchen) gehören, befinden sich im Serum. Im sog. "Blutkuchen" befinden sich die festen Bestandteile wie rote Blutkörperchen. Diese verklumpen bei der Zentrifugation und man gewinnt Serum zur Analyse etwa der Leberwerte, der Leukocyten etc.....

Bleibt das Blut also weiter in Bewegung, entweder künstlich (Röhrchen bei Blutabnahmen) oder wegen desPulsschlags an einer größeren Austrittswunde, ist die rechtzeitige Gerinnung gefährdet und es kann zum Verbluten führen.

Dabei ist nicht nur die Halsschlagader ein Schwachpunkt, sondern auch die Bauchaorta oder die Hauptvene im Oberschenkel.

Der PUlsschlag hält also das Blut in bewegung, sonst würde es u. U. auch IM Körper gerinnen (abgesehen davon, dass in erster LInie Nährstoffe und Sauerstoff überall transportiert werden müssen sollte es in bewegbung bleiben.)

Bei inneren Blutungen, etwa der Verletzung der Milz, kann es sein, dass man sehr langsam verblutet und es erst spät bemerkt wird. Denn IM Körper gerinnt das Blut langsamer bzw. bildet sog. Thromben (kleine BLutklumpen) die dann wichtige Gefäße verstopfen können. Etwa ganz kleine Gefäße im Gehirn, welche zum Herzen hin oder in der Lunge und den Extremitäten. Man spricht dann von einer Thrombose. Ein Thrombus in Herznähe führt zum Herzinfarkt, ein Thrombus im Gehirn zum Schlaganfall. Oft enden sie tödlich. Ein Thrombus (in der Lunge) lässt das (Lungen)Gewebe absterben (=Lungenembolie), weil es durch die "Verstopfung" nicht mehr durchblutet wird. Das ist dann irreversibel.

generell: Bei hohem Blutverlust verleirt man irgenwann das Bewusstsein, weil das Gehirn nicht mehr genügend Sauerstoff bekommt. Alle anderen Organe fallen aus, weil sie nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden.

Angeblich ist Verbluten ein angenehmer Tod - wegen des Bewusstseinsverlustes, zuvor einsetzende Müdigkeit etc. Viele Selbstmordversuche geschehen daher durch aufgeschnittene Pulsadern und sie legen sich in Warmes Wasser - das Blut gerinnt dann nicht, vermischt sich mit dem Wasser, die Größe der Wunde reicht aus um zu Verbluten, man wird schläfrig, verliert das Bewusstsein und kriegt angeblich nicht mit, wenn der Tod eintritt. Makaber ausgedrückt ist es auch noch eine saubere Angelegnheit für die Hinterbliebenen....

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Man braucht schon was größeres dass man da verblutet. Man kann so ne kleine wunde locker mit nem finger zuhalten

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delphi104 21.03.2013, 15:57

Aber gerinnt es dann mit der Zeit???

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Kommt drauf an wie mans macht...aber eigentlich ja...

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