Nachzahlung Krankenkasse (selbstst.)

3 Antworten

Auch wenn die Einträge schon etwas älter sind - vielleicht kann meine aktuelle Erfahrung für jemand interessant sein. (Bitte zu berücksichtigen dass ich ein absoluter Rechtslaie bin!!)

Im Herbst 2010 musste ich noch für 2009 und 2010 nachzahlen - aufgrund des Steuerbescheids 2009 - da ich 2009 doch mehr verdient hatte als geschätzt (wegen der Wirtschaftskrise hatte sich meine KK 2009 auf niedrigere Beiträge eingelassen). ABER: Obwohl 2010 wieder mehr verdient als 2009, gab es nach Steuerbescheid 2010 (Abgabe im Dezember 2011) keine Nachzahlung für 2010 und 2011, sondern nur Anpassung der Beiträge ab Januar 2012. (Ich habe sogar am Telefon danach gefragt.)

Sollte noch irgendwelche KK Nachzahlungen fordern, würde ich Widerspruch einlegen und auf diesen Entscheid des BSG verweisen: http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=en&nr=11301. Dort steht u.a. (im letzten Absatz): "... es erfolgt ein Ausgleich der wechselnden Einnahmen, indem sowohl die nachgewiesene Erhöhung der Einnahmen als auch deren nachgewiesene Verringerung für die zukünftige Beitragsfestsetzung jeweils bis zum Nachweis einer Änderung berücksichtigt wird."

Zusätzliche Lehre daraus: Man sollte bei stark wechselden Einnahmen in den besseren Jahren Geld zurücklegen für die schlechteren Jahre.

Ich weiss ja nicht wo du versichert bist,aber normalerweise ist der Krankenversicherungsbeitrag UNABHÄNGIG vom Verdienst.Meine FRau ist bei der DEBEKA und zahlt regelmäßig ihren Beitrag für die Krankenversicherung in Form eines festen - monatlich wiederkehrenden - Beitrages. Egal wieviel sie verdient.Und einen Steuerbescheid will die DEBEKA auch nicht sehen.Nimmt meine FRau ihre KV nicht in Anspruch, gibst ne ordentliche Beitragsrückerstattung.

Wieviele Monatsbeiträge bekommst Du für Deine DEBEKA-Werbung?

0

Wenn man privat versichert ist mag das stimmen, dass das Einkommen keine Auswirkung hat - wenn man in der gesetzlichen versichert ist muss man nachzahlen.

Lustig ist hierbei, dass man nur nachzahlen darf - stellt sich im Nachhinein heraus, dass man zuviel einbezahlt hat wird nichts zurückerstattet. Das nenne ich Fairness...

Ich würde es nicht sofort melden - nachzahlen darfst du sowieso und wenn du dich jetzt meldest setzen die deinen Beitrag auch ruck zuck auf Dauer hoch - und dann darfst du rennen, sobald es wieder schlechter aussieht, weil du sonst zuviel bezahlst.

Warte ab und leg das Geld zurück (die Zinsen kann man sich ja auch selbst gutschreiben lassen). Soweit ich weiß muss man die nachzuzahlenden Beiträge nicht verzinst erstatten - von daher verlierst du nichts, wenn du abwartest

Vielen Dank für die Antwort. So werde ich es auch machen. Einfach mal die Füsse still halten und über das nächste Jahr werde ich mir das Geld zurück legen. Und ja bin freiwillig bei der TK versichert.

0

Was möchtest Du wissen?