Nachwirkungen eines Epileptischen Anfalls

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7 Antworten

Für eine gute Antwort fehlen noch ein paar Daten, um Dir halbwegs etwas sagen zu können.

Erst einmal sagt die Bezeichnung "kleiner Anfall" nichts darüber aus, wie groß die Nachwirkungen davon sind. So wie ich das verstanden habe, wird das eher daran gemessen, ob man dabei bei Bewusstsein ist, oder nicht, bzw welche Auswirkungenmöglich sind. Hier jetzt kurz meine Erfahrung:

Teilweise habe ich überhaupt keine Nachwirkungen.

Bei den meisten Anfällen "fühlt" es sich jedoch ziemlich schräg an :-)Mein Fokus sitzt anscheinend in dem Bereich des Hirns, der für die Visuelle Verarbeitung, also das Sehen zuständig ist. Anscheinend deswegen, da die Ärzte keinen eineindeutigen Fokus bei mir ausmachen konnten. Interressant wird es jedoch dadurch für mich, da sich mit dem Ende des Anfalls etwas in meiner Optik verschiebt. Meistens sind es die Wände, die sich biegen, es kann aber auch mal die Decke sein, je nachdem, was ich gerade im Blickfeld habe, wenn sich meine Linse wieder richtig justiert.

Ab und zu bin ich leicht verwirrt, oder habe Kopfschmerzen. Aber immer bin ich durch das ausgeschüttete Adrenalin leicht reizbar. An dieser Reizbarkeit kann ich eigentlich immer sagen, dass ich einen Anfall hatte.

Und dann noch die Klassiker:extreme Müdigkeit, Kupfergeschmack im Mund, schmerzende Glieder, ein fast explodierender Kopf, offene Backen und Lippen.

Mein persönliches Highlight war bis jetzt eine fast durchgebissene Zunge, wenn das noch als Nachwirkung zählt?

Dazu kommt durch die Art meiner Anfälle noch ein etwas anderer Aspekt hinzu, blöde Blicke, Unverständnis, teilweise auch Beschimpfungen und tätliche Angriffe musste ich auch schon erleben.

Aber etwas ganz anderes:

  1. Überlege bitte, ob Du dieses Kribbeln vor oder während Deinem Anfall hast/hattest. Rede deswegen auch Deinen Neurologen an!

  2. Wenn Du Medikamente nimmst, solte der Medikamentenspiegel unbedingt überprüft werden, vielleicht brauchst Du auch nur eine höhere Dosis. Für das nächste Mal, wenn Du einen Anfall haben solltest, sofort vom Arzt eine Blutprobe nehmen lassen! Das kann Deinem Neurologen helfen zu sagen warum und ob Du einen Anfall hattest.

  3. Wenn Du verunsichert bist und jemandem zum reden brauchst, der Dir direkt helfen kann, dann sieh Dir bitte einfach die Beiträge von EPIELTERN an, dort findest Du viele Links zu epilepsienetzwerken, die Dir helfen können.

  4. Wenn Dein Neurologe Urlaub hat, müsste er eigentlich eine Vertretung angegeben haben. Das was Du hattest denke ich, kann man durchaus als Notfall rechtfertigen ALSO AB ZUM ARZT!Morgen und nicht erst nächste Woche!

Alles Gute!

Ich hatte mal einen epileptischen Anfall mit 8 Jahren und ich wurde direkt ins Krankenhaus gebracht. Ich musste eine ganze Woche dort verbringen.Irgendwann bin ich aufgewacht und ich hatte für eine Weile erstmal Übelkeit, konnte mich an überhaupt nichts erinnern, was geschah, und wusste nicht mal was für ein Tag überhaupt war und bekam mit der Zeit Kurzsichtigkeit und fing mit 11 an eine Brille zu tragen. Ich musste über 4 Jahre lang Tabletten nehmen. Ganz am Anfang morgens, mittags und abends. Über ein Jahr später nur noch morgens und abends. Und sechs Monate, bevor ich keine Tabletten mehr nehmen musste, bekam ich so ein Zettel mit ein paar Daten, wie ich die Tabletten nur noch nehmen muss und Anfang Februar 2015 war die Sache mit den Tabletten endgültig zu Ende. Ah, und P.S. ich musste über 4 Jahre lang jeweils jedes halbe Jahr wieder ins Krankenhaus, aber nur zur Untersuchung und ich bekam immer so komische Dinger auf meinem Kopf, Handgelenk festgeklebt. Am 16.04.2015 war die letzte Untersuchung und der Arzt sagte, dass mit mir nun wieder alles in Ordnung ist, bis heute auch noch und damit ich nicht wieder einen Anfall bekomme, soll ich nicht zu viel Stress auf einmal haben und auch nicht zu viel unter Druck stehen. Das war so mein Erlebnis mit meinem epileptischen Anfall und was ich alles durchmachen musste...

Kommt ganz auf den Anfall an...Nach einem Grand-mal ging's mir jedesmal rundherum beschissen - den ganzen restlichen Tag lang. Einen Schädel mit einem gefühlten Radius von 2m und total erschossen. Wenn ich dann eine Nacht drüber geschlafen hatte, ging's meistens wieder.Bei den kleineren Anfällen war ich nur ca. 15-20 Minuten nicht so ganz auf dieser Welt, und meistens musste ich hinterher pinkeln (wenn ich das nicht schon während des Anfalls erledigt hatte). Kam schon hin und wieder vor, wenn ich zuviel Druck hatte und nicht rechtzeitig eine Toilette in Reichweite war, dass es mal in die Hose gegangen ist. Ansonsten nur ein bisschen benebelt, aber nach ner Viertelstunde meist wieder klar.Wenn's nur ne Aura war, ging's ohne Nebenwirkungen vorüber.

Hi ich bin Kindheitsepileptiker und war seit fast 30 Jahren anfallsfrei und nun vor 2 Monaten haben 2 sehr gute Freunde immer mal wieder kleinere Aussetzer bemerkt, und jetzt vor 3 Tagen hat es mich richtig umgehauen nur gut das es zuhause in Gesellschaft von einem der besagten Freunde passiert ist und er direkt den Notarzt gerufen hat. Sofern ich es wieder geben kann was der Notarzt zu meinen Kumpel gesagt hat.

Ich soll in Zukunft auf jegliche Alkoholische Getränke verzichten und Stress vermeiden und wenn ich mich mal zu dröhnen will dann auf einen Joint zurück greifen. 

Habe seitdem extreme Zukunftsängste, Panikattacken, Appetitlosigkeit, Gliederschmerzen und unkontrollierbare Weinkrämpfe. Bin ziemlich agressiv meiner Familie und Freunden gegenüber und kann mir nix mehr merken ausser ich lese es 100 mal und selbst dann bleiben nur Fragmente hängen. Liebe Grüße Simon 

Hallo. Man kann wenig aus deiner Frage ersehen. Das ist normal, dass man sich nach einem Grand -Mal Anfall schlapp und müde fühlt. Das kann auch Tage anhalten.Übelkeit und Erbrechen kann auch vorkommen sowie Kopfschmerzen, Muskelkater, wackelig auf den Beinen und zu nichts Lust.Meine Frau ist immer nach Anfällen -sie hat über 100 Stück in Monat schlapp und müde, kann kaum noch etwas schaffen. Ist geistig auch nicht mehr klar da. Wurde 3x nach einem Status -Epilepticus reanimiert. Danach traten vergessen auf, bis hin zu einem Pflegefall.Sie erbricht aber auch immer, auch bei kleineren Anfällen.Sie nimmt zur Zeit auch massiv an Gewicht ab. Ich glaube sie hat aufgegeben.Einstellen kann man es nicht. Wir müssen damit so leben.LG:

Paula -Paul

Also ich bin immer sehr müde und total schlapp. Kann mich kaum auf den Beinen halten. Zum Glück hab ichs im Griff und mein letzter Anfall war vor fast zwei Jahren!

Nachdem ich einen Anfall hatte habe ich auch immer ganz komische Sachen gemacht. Keine Ahnung wieso. Ich habe mein Fahrrad z. B. auf die Terrasse geschoben oder habe einen heißen Wasserkoche mit ins Wohnzimmer genommen. Wer weiß, was da mit mir passiert wäre mit dem heißen Wasser.

Ich mags mir nicht mal ausmalen!

Alles Gute und liebe Grüße!

Welche Art von epileptischem Anfall meinst Du denn?

Bei Absencen ist ja alles recht schnell vorbei, auch bei einer Aura oder einem einfach fokalen Anfall z.B. Zittern der Hand ist eigentlich nicht mit großartigen Nachwirkungen zu rechnen.

Anders bei einem Anfall mit Bewußtseinsverlust oder -einschränkung. Da hat man dann schon länger etwas davon.

Bei meinem Sohn konnte es schon mal ein, zwei Tage dauern, bis er nach einem Grand Mal Anfall wieder richtig orientiert war, der Muskelkater war auch nicht von schlechten Eltern und die Gedächtnislücken waren meist länger als der Anfall selber gedauert hat. Egal ob es jetzt ein Grand Mal war oder ein komplex-fokaler Anfall. Er war immer sehr erschöpft danach und hat sich erst mal ausschlafen müssen.

Bei mir ist es ein wenig anders.Bin letztes Jahr ins Neurologische Zentrum eingewiesen wurden und dort habe sie mich auf den Kopf gestellt.Das ganze wurde in die Wege geleitet, da ich ca. 3 Wochen vor dem Krankenhaus folgende Sympthome hatte: kribbeln im rechten Arm, Bein und Gesichtshälfte; dann hatte ich auf einmal wie einen (mhh wie soll ich es beschrieben) Schlag durch den ganzen Körper und mir wurde ganz anders.Später dann im Krankenhaus konnte beim EEG nichts festgestellt werden und zu diesem Zeitpunkt ging es mir dann auch schon wieder besser. Beim MRT wurde jedoch eine Narbe im Gehirn diagnostiziert.Die Ärzte haben meiner Meinung nach ein wenig gerätselt und sind dann letztendlich zu der Diagnose Epilespsie gekommen. Sie meinten das wären nur leichte Anfälle aber diese müsse man auch mit Medkiamenten behandeln. Dann hatte ich auch erstmal bis die letzten 3-4 Tage ruhe.Bis dann Donnerstag letzte Woche wieder dieses Kribbeln anfing und ich mich sehr unwohl fühlte. Am Dienstag (also gestern) dann auf Arbeit hatte ich dieses Kribbeln wieder sehr stark und mit einmal wurde mir ganz komsich. Beine und Arme wurden ganz doll kribbelig und es hat sich alles völlig gedreht. Wollte dann meinem Kollegen noch sagen das ich denke das ich umkippe aber dann konnte ich mich wieder fangen und hatte mit einmal ganz doll Herzrasen.Sind dann zu unserem Betriebsarzt und der hat mich erstmal untersucht.Hab ihm dann alles erzählt und sollte dann zu meinem Neurologen. Der hat aber natürlich Urlaub :-(War nach diesem ganzen völlig müde und fertig. Hab bis heute Mittag gebraucht um mich wieder zu fangen. Deshalb meine Frage.Aber wenn es nur ein "leichter Anfall" war dann hätte ich dich gleich wieder fit sein müssen, oder? Hoffe das mein Neurologe nächste woche wieder da ist und ich mit ihm darüber reden kann. Bin ziemlich verunsichert.

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