Muss man einen Nachweis von Wohnsitz sowie Lebensunterhalt der letzten 12 Monate bei Antrag zu ALG II vorlegen?

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2 Antworten

Darf man mal fragen, wie alt die Person aktuell ist ?

Ob es im Kompetenzbereich des Jobcenters liegt mit der allgemeinen Nachforschung des Lebensunterhaltes sowie des Aufenthaltsortes, vermag ich aktuell nicht zu sagen. Aber es ist doch schon hinterfragenswert, weswegen eine Person im Leistungsbezug einfach einen Bewilligungszeitraum auslaufen liess ohne Rückmeldung an die seinerzeit bewilligende Behörde.

Das könnte durchaus schon Klärungsbedarf wegen seither noch offener Aktenlage generieren.

Und dann kommen weitere Angaben zur Finanzierung des fraglichen Zeitraumes durch Eltern, Internetverkäufe und zeitweiliger Jobs ? In diesem Fall KÖNNTE es eventuell um Steuer- / und Zollrechtliche Fragen gehen nebst Sozialversicherung. ( Fragestellung : möglicherweise Schwarzarbeit / Schwarzhandel / unangemeldete Gewerbeausübung als Händler )

Wie gesagt, ich weiss zwar in dieser Hinsicht nicht die Handlungsbefugnisse ( was dürfen sie fragen ) des Jobcenters, aber es klingt doch in der Tat etwas dubios, wenn jemand mal urplötzlich ohne jegliche Meldung mehrere Monate aus der sozialen Erfassung "verschwindet"....

Kommentar von silentmind
21.11.2015, 02:56

Hi und danke für die Antwort.

Also nach erneutem Fragen konnte ich etwas Klarheit in die Sache bringen. In dem Monat der Gültigkeit des Bescheides hat er eine Stelle gefunden (sozialversicherungspflichtig) Verkauft hat er sein Smartphone, weil er Angst hatte, erneut zum Jobcenter zu gehen, da er im Job nicht klar gekommen ist. Seine Eltern haben ihn finanziell etwas unterstützt, natürlich mehr aber mit Lebensmitteln sowie der Begleichung der Stromrechnungen. Ich habe mir auch die Kontoauszüge zeigen lassen und dabei handelte es sich um nur 2 Verkäufe bei eBay.

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Das wäre mir neu.

Lies Dich da mal ein:

http://hartz.info/?topic=32844.0

Dein Bekannter kann sich auch in einer ALG-II-Beratungsstelle bei Euch vor Ort beraten lassen. Vlt. kann von da auch jemand mitgehen als Zeuge - bei uns gibts das.

Kommentar von silentmind
21.11.2015, 03:02

Als Zeuge habe ich mich bereits angeboten, da er das Geld für einen Rechtsbeistand nicht hat. Da es natürlich dringend ist, habe ich ihm von einem Beratungsschein abgeraten.

Ich habe mir seine Unterlagen angesehen und erkannt, dass das Jobcenter eine Mietbescheinigung haben möchte - der Mietvertrag jedoch ist bereits in seiner Akte. Das wir mir bis dato auch nicht bekannt und werde ihm ein Schreiben aufsetzen, dass darauf hinweist, dass diese Sachen nicht für die Bewilligung von Leistungen relevant sind. Natürlich werde ich die eBay Sachen aufführen, obwohl das ohnehin schon auf den Auszügen steht.

Ich werde das Schreiben später am heutigen Tag schreiben und würde dann einfach mal eine Kopie in die Kommentare posten.

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