Nachweis von Dopingmittel im Urin?

... komplette Frage anzeigen

1 Antwort

PCR wird im Gendoping angwendet: Hier werden fremde DNA-Frag­mente oder ganze Fremd-Gene in die Zelle oder in das Erbgut einge­schleust, die bereits vorhandene Gene unterstützen beziehungs­wei­se eine Überproduktion bestimmter körpereigener Stoffe bewirken. Z.B. das Einschleusen des der Wachstumsfaktors VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor) um mehr Muskelmasse zu generieren, mehr Leistung zu erbringen etc.

Verfahren zum Nachweis von Dopingmitteln im Urin:

-LC/MS-Verfahren (Flüssigkeitschromatographie / Massenspektrometrie)
-elektrophoretische Verfahren mit MS-Kopplung

Grundsätzlich wird im Rahmen der Dopinganalytik unterschieden zwischen einer:

- Probenvorbereitung: wobei die jeweiligen Wirkstoffe bzw deren Metaboliten aus dem Urin isoliert und für die an schließende Messung vorbereitet werden, sowie der
- analytischen Bestimmung (Analyse): besteht (mit Ausnahme der Analyse von Peptidhormonen*) aus einer chromatographischen Trennung und einer folgenden massenspektrometrischen (MS) Detektion. Zur chromatographischen Trennung können zwei Systeme eingesetzt werden: Gaschromatographie (GC) bzw. Flüssigkeitschromatographie (LC). Die Gesamtsysteme haben deshalb die Bezeichnung GC/MS oder LC/MS.

*Bei der Gruppe der Peptidhormone wird mit substanzspezifischen Enzym-Immun-Assays gearbeitet, wobei hochreine Antikörper zur Isolierung und Bestimmung des jeweiligen Peptids eingesetzt werden.

Bei der praktischen Durchführung im Rahmen einer großen Anzahl zu kontrollierender Proben wird weiterhin zwischen einer Screening-Methode und einer Identifizierungs-Methode unterschieden.

Die Screening-Methode ist hierbei eine Methode, die im Idealfall mit möglichst wenig Aufwand alle Substanzen erfassen und dabei gleichzeitig empfindlich, schnell (mit einem hohen Probendurchsatz) und kostengünstig arbeiten soll. Dieses ist aber in der Regel, insbesondere beim Nachweis von anabolen Wirkstoffen, nicht möglich. Bei der Screeningmethode für anabole Wirkstoffe wird sogar mit einer extrem empfindlichen und kostenintensiven Technik der Hochauflösenden Massenspektrometrie (HRMS, high resolution mass spectrometry) analysiert.

Werden mit der Screeningmethode verdächtige Substanzen aufgefunden, so erfolgt eine zweite Isolierung und eine eindeutige Identifizierung des Wirkstoffes. Hierbei kann ein substanzspezifisches Isolierungsverfahren, zur weiteren Reduzierung der biologischen Matrix, und ein eindeutiges physikalisches Messprinzip Anwendung finden.

Die eindeutige Identifizierung von Dopingsubstanzen erfolgt mit der gleichen Technik, die bereits in der Screeningmethode eingesetzt wird, nämlich mit der GC/MS bzw. LC/MS-Analyse.

Weitere Entwicklungen in der Massenspektrometrie mit verschiedenen MS/MS Techniken, die neben der Hochauflösung (HRMS) bereits im Routinebetrieb verwendet werden, haben zu wieteren Verbesserungen in der Qualität der Analytik geführt.

Dort folgen außerdem noch gute Beispiel zu Amphetamin und Nandrolon.

Quelle: http://www.doping.at/dateien/2089518853b8ba4669a01f.pdf

Kommentar von Seedeff
06.04.2016, 18:35

Dankeschööön *-*kennst du zufällig noch ne andere methode..die methode die du beschrieben hast haben wir noch nie gemacht und ich glaube nicht das mit der Frage im prüfungsheft  eine methode gemeint ist die wir noxh nie gemacht haben :/

0

Was möchtest Du wissen?