Nachtzuschlag bei freier/flexibler Arbeitszeitgestaltung, AN arbeitet lieber nachts als Abends

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Nein, in diesem Fall gibt es keinen Zuschlag. Vergleichbar in der freien Arbeitszeitgestaltung ist der Lehrerberuf, auch wenn dort Nachtarbeit eher selten vorkommen wird. Wenn aber ein Lehrer seine Vorbereitungszeiten für den Unterricht oder für Korrekturen auf die Abendstunden, das Wochenende oder Feiertage legt, ist das seine Entscheidung. Da bekommt er auch keine Extrazahlung. Die Wahl der so genannten "ungünstigen" Arbeitszeit beruht nicht auf dienstlicher Erfordernissen (dann gäbe es den Zuschlag) sondern entspringt ausschließlich der freien Entscheidung.

Als ArbG würde ich auf Basis des § 6 Abs. 1 ArbZG die Zahlung von Zuschlägen in diesem Fall klar ablehnen. Die Arbeitszeit des Nachtarbeiters ist.........festzulegen. Da es dem ArbN möglich wäre, die Arbeitszeit auch zu anderen Zeiten zu erbringen, kann er mE keine Zuschlagszahlung beanspruchen.

Du hast recht, da steht es ja schwarz auf weiß ... -.-

Regelmäßiges Paragraphenlesen ist bei mir schon ein paar Jährchen her, aber dass ich das übersehen habe. Ich denke auch, man kann hier tatsächlich auf das Merkmal "festzulegen" abstellen. Es bezieht sich auch mE nicht ausschließlich auf das Wie (nach den gesicherten arbeitswissenschaftlichen ...) sondern impliziert ebenfalls eine Erforderlichkeit.

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Muss ich mich für eine Antwort als Hilfreichste Antwort entscheiden?

Ich finde beide sehr gut...

Musst du nicht. Die von ralosaviv ist mindestens gleichwertig; er hat sogar noch die Fundstelle zitiert. Wenn du ihm die Hilfreichste Antwort zuerkennen möchtest, ist das völlig OK. Danke für das Kompliment

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@Schlaufuxx

ralosaviv hat mir bzgl. der HA einen guten Vorschlag gemacht. Ich werde ihn so umsetzen.

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