Nachteil, wenn man in Englisch statt Deutsch die Abi-Prüfung macht?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

Es kommt auf dich an. Die Prüfung alleine bringt nichts. Ob in Englisch oder in Deutsch. Ich persönlich hatte beides als LK und meine Englischkentnisse stammen definitiv nicht vom Unterricht, sondern von Serien, Filmen, Büchern, Computerspielen (!) (ja, das geht auch sehr gut, dadurch konnte ich mein englische Sprache signifikant verbessern, wenn man Leute aus aller Welt kennt und mit denen redet). Bei mir war das speziell ein sogenannter E-Sport Titel.

Ansonsten hilft der Englischunterricht recht wenig, mittlerweile bzw. aus retroperspektivischer Sicht, halte ich das Ganze für eher unsinnig. Wenn mans lernen will, lernt mans sowieso automatisch, wers nicht will, dem hilft auch der Unterricht wenig.

Sprachlich gesehen hilft einem auch der Deutschunterricht in der Oberstufe relativ wenig, das Wichtige hat man davor schon gelernt. Da kommt dann nur noch Literatur, die viele Leute eher als Last empfinden.

Klar, für die Allgemeinbildung ist das allemal gut, sonst aber für nichts mehr.

Vorteilfhat ist Englisch, weil man nach Abschluss des Abiturs, ob Prüfung oder nicht, oftmals schon Kriterien für den Masterstudiengang erfüllt. Dort ist das Äquivalent oft, dass man besser als 3,5 glaube ich sein muss, in der Oberstufe bzw. über 5 Punkte, also 4,0 ? Sicher weiß ich das aber nicht.

Bezüglich deiner letzten Frage. B2 ist eine Einstufung des "Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens". Wenn du Deutsch als Muttersprache hast, dann ist das sowieso völlig irrelevant.

Für VWL finde ich Mathematik am Wichtigsten. Englisch kann man "so nebenbei" lernen bzw. das ist oft ein nicht merklicher Prozess und auf einmal gehts.

Andersformuliert: Man scheitert in VWL sicher nicht am Englisch, sondern eher an Mathe. Von daher mach dir keine großen Gedanken. Nimm Englisch mit, wo du kannst, les Bücher, schau deine Lieblingsserien oder Filme auf Englisch, ruhig auch mit Untertitel und irgendwann hast zu zumindest keine Verständnissprobleme mehr.

Sprechen lernen ist dann etwas schwieriger, da helfen Auslandsaufenthalte. Wenn man will, kann man auch noch mal Vokabeln lernen, aber irgendwann kann man die auch so.

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Erstmal herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort.

Was Englisch angeht, mache ich es genauso (!) wie du. Das hat mir zu ner 1 in der Realschulabschlussprüfung verholfen und wird es hoffentlich auch weiter tun. ;-) Englisch ist also überhaupt kein Problem für mich ... Ich habe die Frage etwas blöd formuliert, da du wahrscheinlich angenommen hast, daß ich wissen woll ob Englisch im Abi machbar ist. Das weiß ich aber selber. haha

Das mit Deutsch war mir noch wichtig, da ich mir nicht ganz sicher war, wie das geregelt wird. Aber so ist ja gut.

Also mach ich's so wie geplant: Wirtschaft, Mathe und Englisch + ein Fach nach Wahl (vlt. Geschichte & Gemeinschaftskunde) im schriftlichen.

Also nochmals danke.

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@LeoMessi

Hört sich für VWL sehr gut an, auch was die beiden möglichen Wahlfächer betrifft. Da würde ich dir, wenn du dich auf VWL ausrichten willst, eher zu Gemeinschaftskunde raten. Geschichte ist zwar auch nützlich, aber da beschäftigt man sich auch mit anderen Dingen, die nicht so gut passen.

In Gemeinschaftskunde wird Wirtschaftspolitisches, Rechtspolitisches und Soziologisches behandelt. Das sähe ich als etwas passender.

Aber allgemein ist es nicht so wichtig, was man für Fächer gewählt hat. Ich selbst hatte ein sprachliches Profil bzw. Deutsch, Englisch, Latein und studiere jetzt Chemie.

Klar, man hat Vorteile, aber die sind schnell nivelliert, vllt. max. zwei Semester. Dann haben auch die mit LK keine Ahnung vom Stoff mehr bzw. er ist auch für die neu. Aber auch der bekannte Stoff wird ja umfangreicher behandelt von daher mach was dir gefällt und wo du gut drin bist.

Nach dem Abitur wird rein fachlich (fast) alles wieder auf Null gestellt.

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@Sulphur

Es sei angemerkt, daß "Geschichte mit Gemeinschaftskunde" (GGK) ein Fach ist. Es wird also nicht getrennt unterrichtet. Bei der Prüfung wird es dann auch so sein, daß alles zusammen geworfen wird. Insgesamt sind es also 4 schriftliche Prüfungen.

Was ich aber gerade noch gesehen habe ist, daß ab Jgst. 1 und 2 das Fach Wirtschaftsgeographie unterrichtet wird. Wäre dann vielleicht sogar noch besser. Weiß ich jetzt noch nicht ...

Nochmal zu GGK. Ich habe zu diesem Fach die Abi-Prüfung von 07/08 gefunden: http://www.schule-bw.de/schularten/berufliche_schulen/pruefung/beruf_gym/tg/2008_bg_gesch_gk.pdf Wie gesagt, von jedem ein bisschen würde ich sagen.

Insgesamt bin ich in GGK aber sehr gut, also schau' ich mal wie Wirt.geographie nächstes Jahr so ist und überlege dann. Meine Entscheidung wird zwischen diesen beiden Fächern liegen.

Hattest du damals eig. auch einen Seminarkurs gemacht? Wenn ja, welches Thema?

Liebe Grüße.

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@LeoMessi

Hallo,

Ich hatte auch einen Seminarkurs gemacht, der aber alle Felder abgedeckt hatte, weil wir in dem Rahmen von diesem nach Indien gefahren sind, wo es eine Kooperation mit einem Zentrm für Erneuerbare Energien gibt. Dort haben wir dann Schulen besucht, Solarzellen aufgebaut und in dem Zentrum für indische Schulklasse Seminare zu Technik abgehalten, mit allem was mit EE zu tun hat.

War ne super Sache ;-)

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@Sulphur

OK, klingt interessant.

Wird's bei uns aber nicht geben. Es ist jedoch vorgesehen, daß wir nächstes Jahr (1. Jgst.) nach UK und Spanien Sprachausflüge machen werden. Mit dem Seminarkurs hat es aber nichts zu tun ...

Ich denke aber, daß ich auf jeden Fall ein wirtsch. Thema nehmen werde. Kommt bei der Uni bestimmt gut an, wenn die sehen, daß man sich mit so einem Thema auseinandergesetzt hat.

Ein Jahr ist ja noch locker Zeit, bis ich wissen muß, was ich nehm'. Was mir in den Sinn kam: "Wirtschaftssystem der Nazis (33 - 39)" oder "Liberalismus in Deutschland (Anfang des 20 Jhr.)" oder "Vergleich von Hayek & Keynes".

Eine Frage noch: Man macht dann ja eine schriftl. Ausarbeitung und eine Präsentation. Erfolgt die Präsentation vor der Klasse und dem Lehrer oder vor einem Kolloquium?

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@LeoMessi

Kommt auf die Verantwortlichen an. Bei uns wurde die Prüfung "nur" vor den zwei Lehrer, die das Organisiert haben, einem Beisitzer und einem Lehrer aus dem verantwortlichen Fachbereich gehalten. Mit letzterem meine ich z.B. den Geschichtslehrer, wenn das Thema in dem Bereich ist.

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@Sulphur

Ah, OK. Danke für die Auskunft.

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Es ist sogar besser wenn du für die Prüfung Englisch wählst da du im VWL Studium sehr häufig damit in Berührung kommen wirst, mach dir da keinen Kopf deine Deutschkenntnisse sind besser als C2 da reicht ein deutscher Bildungsabschluss.

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OK, das wollte ich wissen. Vielen Dank für die Auskunft.

Aber ist ja eigentlich auch logisch, daß man nach 13 Jahren Deutsch in der Schule mindestens CEF B2 hat. ;-)

Also nochmals danke.

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Hi,

na ja, kommt darauf an.

Wenn du eine schlechtere Note bekommen würdest wenn du auf Englisch schreibst z.B. länger dauert als auf Deutsch weil die Vokabeln fehlen oder du zu lange über die richtige Wortwahl im Englischen nachdenken musst - dann solltest du auf Deutsch schreiben.

VWL dürfte einen NC haben? Also solltest du darauf achten, einen guten Abi-Schnitt zu erzielen.

October

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Also Englisch ist für mich wirklich kein Problem ...

Es ging ja in meiner Frage darum, ob ich in Deutsch überhaupt in die schriftl. Prüfung muß und dann erst CEF B2 hätte.

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@LeoMessi

Wenn, dann hättest du das CEF B2 lediglich auf dem Abi-Zeugnis. Das ist zwar nett, dürfte aber kaum richtig anerkannt werden.

October

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@October2011

Mehr bräuchte ich ja für das Praktikum gar nicht. Also reicht das für mich aus. ;-)

Wenn ich auf der Uni bin mach ich wahrscheinlich einen TOEFL-Test, da das bei Auslandssemester o.ä. vorausgesetzt wird.

Liebe Grüße.

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mache mein Abi im Frühjahr und wir müssen bis Montag unsere Prüfungsfächer festgelegt haben. Alles steht fest (LKs: Deutsch und Englisch, Prüfungsfach 3: Mathe und Prüfungsfach 4: Biologie) außer, ob ich nun Geschichte oder Ethik noch mündlich machen soll. Ich bin in beiden Fächern sehr gut, wobei ich in Geschichte einen Lehrerwechsel hatte und davor Angst habe, dass Geschichte nicht sehr gut wird.

In Ethik hätte ich vor einem unverständlichen Text Angst. Wenn man in Geschichte einen Text nicht versteht, dann kann man noch anhand der Jahreszahl auf etwas schließen.

Wobei, in Ethik habe ich bisher alle Philosophen verstanden und habe auch mit allen Texten gut arbeiten können. In Geschichte auch, aber es ich so viel zum Lernen und das eine vergessene Detail kann schon die Prüfung negativ beeinflussen.

Was würdet ihr mir raten? Was habt ihr ggf. für Erfahrung gemacht? Und habt ihr Tipps für eine sehr gute Prüfung? :)

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Angst Abi nicht zu bestehen?

Mach zur Zeit mein Abitur in Baden-Würtemberg... jedoch habe ich das Problem aktuell, dass ich noch 2 Prüfungen vor mir habe. Die erste Prüfung Deutsch lief gut, jedoch hatte ich das Gefühl schon oft in Deutsch, schlechter als 5 Punkte war ich jedoch nie. Die 2. Prüfung war Wirtschaft und dabei kam ein Scheiß Thema dran, weshalb ich vermute, dass ich dort trotz langer Vorbereitung (2 Wochen) komplett verkackt habe und bestimmt weniger als 5 Punkte bekomme. Meine mündliche Prüfung muss ich nicht mehr machen, weil ich bereits einen Seminarkurs belegt habe. Nun ist mein Problem, dass wie gesagt noch 2 Prüfungen bevorstehen und ich jetzt total nervös bin weil man ja, wenn man 2 Prüfungen mit weniger als 5 Punkten belegt bekanntlich raus ist. Stehe sonst immer zwischen 2 und 3 weshalb es jetzt ärgerlich wäre, wenn ich die Prüfungen nicht schaffen würde... Kann mir jemand einen Ratschlag geben ??? ;(

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