Nachnamensänderung wegen schlechtem Ruf der Eltern?

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4 Antworten

Dein Problem ist nicht neu, das gibt es immer wieder. Sobald man irgendwo seinen Namen angibt, wird man völlig zu Unrecht von der negativen Vergangenheit seiner Eltern eingeholt, sei es bei einem größeren Kauf, bei einem Kredit oder bei einer Bewerbung. Dies führt oftmals ohne weitere Prüfung zu einer negativen Entscheidung. Wenn du bei der Namensänderungsbehörde aus deiner bisherigen Erfahrung mehrere Beispiele solcher Art anführen kannst, müsste das als wichtiger Grund für eine Namensänderung akzeptiert werden. Bemühe dich aber nicht, aus den Namen deiner Eltern einen neuen zu kreieren, sondern wähle einen aus deinen Vorfahren (Familien- oder Geburtsnamen), sofern dies keine Sammelnamen sind wie z. B. Meier, Müller, Schulz usw.

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Kommentar von aetnastuermer
31.03.2016, 14:11

Danke für den Stern! Ich wünsche dir, dass du mit meinem Vorschlag bei der Namensänderungsbehörde Erfolg hast!

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Laut Namensänderungsgesetz lässt sich der Familienname wie auch der Vorname nur ändern, wenn ein wichtiger Grund das rechtfertigt. Doch was wichtig und was nicht wichtig ist, darüber schweigt das Gesetz. Näheres findet man erst in der dazu erlassenen Allgemeinen Verwaltungsvorschrift. Als wichtig genug für eine Namensänderung gelten demnach unter anderem:

• ein Name, den die Mehrheit mit anstößigen Gedanken verbindet,

• ein lächerlich klingender Name oder der zu entsprechenden Wortspielen verleitet,

• ein Name, der sich nur schwer schreiben bzw. aussprechen lässt oder

• eine Rückkehr zum früheren Nachnamen für Verwitwete oder Geschiedene - das gilt nach einer Scheidung auch für Kinder, wenn fortan ein Elternteil das alleinige Sorgerecht hat.

Nichtgefallen, Wünsche nach einem klangvolleren Namen oder Ähnlichem reichen dagegen nicht. Schwer wird es auch für Schuldner oder Vorbestrafte. Schließlich ließe sich die Namensänderung auch zur Verschleierung missbrauchen. Andererseits kann ein Täter nach verbüßter Strafe zur weiteren Resozialisierung seinen seltenen und eng mit der Straftat verbundenen Nachnamen ändern lassen. Dafür muss die breite Bevölkerung aufgrund der vorherigen Berichterstattung aber beim Hören des Namens an die Tat denken.

Ganz allgemein gilt, dass eine Änderung des Nachnamens höheren Hürden als der des Vornamens begegnet. Dasselbe gilt für Erwachsene, die schon im Leben stehen, im Vergleich zu Kindern.

(Quelle Frankfurter Rundschau)

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Kommentar von LisaHelene
29.03.2016, 16:57

Ergänzend zu dem sehr gut recherchierten Beitrag:
du brauchst Nachweise für "dein Leid", im Zweifel auch ein Attest vom Psychologen.
Bei deiner Begründung kommt es natürlich auch auf die Häufigkeit deines Namens an. Ist der sehr häufig und fällt in der nächstgrößeren Stadt nicht auf, wirst du damit nicht durchkommen, nur weil in deinem Dorf mit 500 Einwohner du die einzige Meier bist.
Aber: Versuch macht klug. Dir kann ja bis auf einer Absage nichts schlimmes passieren, wenn du es ausprobierst.

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Das geht nicht, dann würde ja jeder Vorbestrafte oder Betrüger seinen Namen ändern und zum Beispiel sich ins Ausland oder ähnlichem absetzen. Uns ist somit clean. Adoption oder eine Heirat ermöglichen dir eine Namensänderung.

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Kommentar von susistrolch96
08.03.2016, 20:35

Ich hab nichts verbrochen, sondern meine Eltern. Und dadurch werde ich ständig angegriffen aufgrund des gleichen Namen (es ist eine sehr ungewöhnlicher und seltener name den ausser in meiner familie niemand trägt... also sehr auffällig und kein allerweltsname) und wo auch immer ich mit diesem Namen auftauche, weiss jeder sofort wer meine eltern sind, was mir wiederrum in allen Lebenslagen Probleme einbringt.

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Das ist nur sehr schwer durchsetzbar und mit hohen Kosten verbunden. Du musst triftige Gründe haben. Das die deinigen ausreichen, bezweifel ich.

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Kommentar von susistrolch96
08.03.2016, 20:37

Was wäre denn ausser "Mein Nachname macht mir nur Probleme" noch ein triftiger Grund? (Ja ich weiss... A. Hitler, Tom Mate... Frank Reich... Rose N. Kohl...) ich kann nirgendwo meinen namen nennen weil jeder sofort über meine eltern herzieht (berechtigt) und das ganze (unberechtigt) auf mich überträgt á la "da ist ja die tochter von dem pack"...

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