Kann ich den Nachnamen des Kindes vor Gericht ändern, auch wenn der Exmann seine Einwilligung nicht gibt?

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5 Antworten

Das Familiengericht kann die Einwilligung des anderen Elternteils ersetzen, wenn die Erteilung, Voranstellung oder Anfügung des Namens zum Wohl des Kindes erforderlich ist. Der Begriff "erforderlich" ist jedoch in der Praxis schwer zu erfüllen.

Den Gerichten reichte es bisher z.B. nicht, wenn ein Kind aus erster Ehe befürchtet, sein(e) Bruder/Schwester aus zweiter Ehe sei ein „Kind erster Klasse“, es gelegentliche Hänseleien des Kindes mit dem Namen des leiblichen Vaters gibt, sich lästige Nachfragen wegen Verschiedenheit der Familiennamen ergeben, die Kindesmutter beabsichtigt, alle Brücken hinter sich abzubrechen, der Vater kann (mangels Leistungsfähigkeit) keinen Kindesunterhalt zahlen, die Namensänderung soll vor allem die Integration des Kindes in seine Stieffamilie dokumentieren.

Die Gerichte haben dagegen in folgenden Fällen die Einwilligung zur Namensänderung ersetzt: der Vater hat seit drei Jahren sein Umgangsrecht nicht wahrgenommen, er hat kein Kindesunterhalt gezahlt und hat sogar seine Bereitschaft zur Einwilligung in die Stiefvateradoption erklärt. -und- Der Vater hat seit längerer Zeit keinen Kontakt mehr zu seinem Kind und wünscht auch keinerlei Umgang.

Sind die Voraussetzungen für eine Ersetzung der Einwilligung nicht gegeben, wird das Familiengericht als letzte Maßnahme zu prüfen haben, ob durch eine weniger einschneidende Maßnahme dem Kindeswohl Rechnung getragen werden kann. Dies kann z.B. durch eine einverständliche Bildung eines Doppelnamens gemäß § 1618 Satz 2 BGB (die additive Einbenennung) erfolgen. Für diese additive Einbenennung sind geringere Anforderungen nötig.

Alles Gute für dich und viel Erfolg!

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Ohne Einwilligung des Vaters wird es schwierig. Da gibt es nur wenige Gründe. Nachgewiesene schwere Misshandlung des Kindes zum Beispiel. 

Vätern die nicht zahlen kann man gelegentlich ein Ja abkaufen.

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Kommentar von bosnialjepa
26.01.2016, 11:00

Das war bereits unsere Überlegung. Wobei vllt eine Adoption das einfachste wäre. Es ist Ruhe und er spart sich die nächsten 14 Jahre jeden Monat viel Geld bzw weitere Schulden.

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Wie hatten eine ähnliche Situation und beschlossen das es zu viel Aufwand ist. Der Stiefvater hätte adoptieren müssen und somit geht das nicht ohne Erlaubnis des vaters.

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Kommentar von bosnialjepa
26.01.2016, 09:35

Normalerweise ist ja eine Einbenennung auch ohne Adoption möglich. Es geht nur darum welche Gründe das Gericht verlangt um auch ohne Einwilligung des Vaters zuzustimmen...

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Hallo,

aus meinem Bekanntenkreis kann ich dir sagen, dass es ohne nicht geht. Thema Unterhalt: Meine Exfrau zahlt auch keinen Kindesunterhalt, ich habe deswegen Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt, solltest du auch beantragen! 

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Kommentar von bosnialjepa
26.01.2016, 10:58

UVG bekomme ich schon danke. Sobald ich heirate  erlischt allerdings der Anspruch darauf.

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Wir wollten das damals auch, aber der Vater war dagegen.
Und da ging leider nichts.....

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