Nachkommen von verlorenen Stämmen Israels noch unter Kurden?

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3 Antworten

Ich vermute, daß diese verlorenen stämme wohl so ziemlich weltweit eingeflochten sind, kaum noch "reinrassig".  aber laut bibel werden die juden (ein teil davon) jesus als den sohn gottes annehmen und in Sein reich aufgenommen werden.

Deine Frage enthält einen Fehler:

Kurden stammen nicht von Israeliten ab und auch sonst niemand mehr. Israel wurde 722 v.u.Z. vollständig von den Assyrern vernichtet.

Das Volk Juda, welches nichts mit Israel zu tun hatte, war klein und unbeduetend und wurde von den Römern stark dezimiert. Lediglich eine kleine Gruppe, die den Pharisäern folgte, bleib übrig und wanderte von Rom nach Osteuropa. Was mit den anderen Judäern passierte ist nicht belegt.

Heute ist es nicht mehr möglich, sich als Nachkomme eines Judäers auszuweisen, da das Judentum auch auf andere Nationalitäten verbreitet wurde und es keine Aufzeichnungen gibt, die jemanden als biologischen Nachkommen ausweisen könnte.

Nein, Sie haben die Frage falsch verstanden. Ich meinte die Nachkommen der von den Assyrern zerstreuten israelitischen Stämme. 

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@Zilia

Nein, ich habe da nichts falsch verstanden.

In der Frage werden zwei unterschiedliche Gruppen genannt:

"Nachkommen von verlorenen Stämmen Israels"

"Jüdischstämmige Nachkommen aus den "verlorenen Stämmen""

Beides ist faktisch falsch und basiert auf den Falschdarstellungen der Bibel.

"Israel" war ein Stadtstaatenbündnis in Kanaan. Sie waren alle nicht miteinander verwandt, sondern sind aus voneinander unabhängig ins Land eingewanderten Nomadenstämmen zu Siedlern geworden.

Ihre Religion war niemals das Judentum! Sie waren Polytheisten und beteten diverse Baale an (ortsgebundene Gottheiten, die einer bestimmten Naturgewalt zugeordnet waren). Sie waren immer Polytheisten.

Anfangs wurden sie durch einen Ältestenrat "regiert", bestehend aus den Oberhaäuptern der einzelnen Stämme. Sie unterstanden aber der ägyptischen Oberhoheit. Aus diesem Ältestenrat entstand dann ein Adeligengeschlecht, welches ein Königshaus hervorbrachte. Dennoch unterstanden sie ägyptischer Herrschaft.

Assyrien eroberte Kanaan und somit auch Ägypten. Das "normale" Volk wurde zum größten Teil getötet, ebenso alle Soldaten und der Adel. Lediglich Handwerker und Arbeiter wurden in verschiedene Teile des assyrischen Gebiets umgesiedelt. Dort verliert sich ihre Spur.

Die Judäer dagegen waren ein zurückgezogenes kleines Volk, das auch polytheistisch war. Ein kleiner Teil wurde nach Babylon umgesiedelt und kehrte später wieder zurück. Die Zurückgekehrten brachten den Monotheismus und damit das Judentum mit.

Die Daheimgebliebenen Judäer waren bereits Mischvolk, vermischten sich dann wieder teilweise mit den babylonischen Judäern und errichteten dann erst ihre kurzfristiges Königtum.

Durch die Römer stark dezimiert sind nur wenige zerstreut worden und ihre Spur lässt sich nicht mehr nachverfolgen.

Es ist also unmöglich, sich heute noch als ein nachkomme eines Judäers auszuweisen.

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@wildcarts2

Danke für Ihre ausführliche Beschreibung. Interessant wäre für mich auch, auf welche Geschichtsschreibung sich Ihre Ausführungen stützen(?) Dass es allerdings unmöglich sei, sich heute noch als Nachkomme eines Judäers auszuweisen, ist jedoch offensichtlich falsch (s. Juden, Israel/Einwanderer, das "Cohen-Gen", etc.).


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@Zilia

Nein, das ist nicht falsch. Denn das Volk Juda und das Volk Israel waren zwei Paar Schuhe!

Das Volk Juda wurde durch diverse Weltmächte immer wieder verschleppt, aber immer nur teilweise. Die Daheimgebliebenen vermischten sich mit anderen Völkern. Als die nach Babylon deportierten Juden zurückkehrten fanden sie Mischvolk vor und einigten sich auf eine gemeinsame Geschichte, in die sie das Volk Israel einbanden, welches ca. 300 Jahre zuvor von den Assyrern vernichtet wurde und nie etwas mit Juda zu tun hatte. Damit wollten sie diverse Gruppen zusammenführen und Anspruch auf das Land erheben.

Zu Zeiten Roms gab es bereits kein "reines" Volk Juda mehr, sondern ein Mischvolk, welches sich als "Israel" ausgab.

Auf Israel kann sich NIEMAND berufen, da dieses Volk 722 v.u.Z. vernichtet wurde und keine Nachkommen hat.

In Rom wurden die Judäer stark dezimiert. Die sogenannte Diaspora beinhaltete mehrere Gruppen unterschiedlicher jüdischer Ausrichtung. Ihre Spuren verlieren sich im Laufe der Geschichte. Die größte Strömung ins Ostasiatische Gebiet ist ab einem gewissen Punkt auch nicht mehr nachweisbar. Es blieben lediglich bekehrte Juden übrig, also keine JUDÄER.

Man muss ganz klar zwischen Mitgliedern der RELIGION Judentum und dem VOLK Juda differenzieren.

Kein Mensch kann sich heute noch als Nachfahre eines Judäers ausweisen. Das ist einfach nicht möglich. Das Volk Juda hörte in Rom auf zu existieren!

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