Nachfrage- und Angebotsinflation

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2 Antworten

Wenn im Markt die Nachfrage größer ist als das Angebot, kommt es zu Preissteigerungen, was man allgemein als Inflation betrachtet. Die Frage ist für die Beurteilung, wo das Ungleichgewicht verursacht wurde.

Wurde das Ungleichgewicht auf dem Markt dadurch verursacht, weil die Nachfrage über das Angebot gestiegen ist und das Angebot zeitlich nicht schnell genug nachziehen kann, dann liegt die Ursache auf der Nachfrageseite und man spricht von Nachfrageinflation, z.B. wie die Verbraucher aus Angst vor nachlassender Geldwertstabilität "entsparen" und so einen Nachfragepusch erzeugen. Das sorgt dann dafür, dass die Zinsen steigen, und das Angebot nicht mit entsprechenden Investitionen nachziehen kann.

Wurde das Ungleichgewicht auf dem Markt dadurch verursacht, dass das Angebot zurückgeht und die Verbraucher sogar im grassesten Fall zu Hamsterkäufen tendieren, lässt das zurückgehende Angebot die Preise nach oben schnellen und wir sprechen von einer Angebotsinflation. Beispiel Griechenland: Der größte Teil der Waren sind Importwaren. Wenn die über Kredite finanziert waren und die Kreditbereitschaft zurückgeht, geht auch schlagartig das Angebot an Importwaren zurück, das durch die griechische Wirtschaft nicht ausgeglichen werden kann. Wenn nun das Angebot schneller zurückgeht als die Verfügbarkeit von Geldmitteln, kommt es in der Krise zur Preisinflation.

Angebot und Nachfrage können sich die Waage halten,. Aber es können auch viel zu viele Anbgebote am Markt sein, oder umgekehrt. Dann spricht man von Inflation.

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