Nachforderung der Miete NACH Aufhebungsvertrag - was nun?

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5 Antworten

den Aufhebungsvertrag haben BEIDE Parteien unterschrieben? Mieter sowie Vermieter? Dieses Schreiben in Kopie dem Anwalt zukommen lassen und jedwede Zahlung abweisen. 

Da du ein Schreiben hast, was der Vermieter unterschrieben hat, sieht die Sache sehr gut aus. Sende dem Anwalt eine Kopie und weise jegliche Forderung zurück

Wenn ich dich richtig verstehe, streitet der Vermieter den Aufhebungsvertrag ab mit dem Hinweis, dieser sei nicht existent, weil er keine Vertragskopie habe.

Darauf käme es allerdings nicht an. Wenn du den vom Vermieter rechtsverbindlich unterzeichneten Aufhebungsvertrag vorlegen kannst, dann kann er nichts machen.

Sende seinem Rechtsanwalt eine Kopie dieses Vertrages (behalte das Original!). Die Rechtsanwaltsgebühren bezahlst du selbstverständlich nicht.

Sollte es zu einem Gerichtsverfahren kommen und du gewinnst den Prozess, dann muß der Vermieter alle Prozesskosten (Gerichts- und Rechtsanwaltsgebühren) bezahlen.

mit beiderseitiger Unterzeichnung eines Aufhebungsvertrages.

beidseitig von wem? Wenn sowohl Du als auch der Vermieter den Vertrag unterzeichnet haben, schick' dem Anwalt eine Kopie davon zu und lehne die Forderung der April-Miete ab.

Wenn Du und der Nachmieter diesen Vertrag unterzeichnet habt, hast Du Pech gehabt. Das Mietvertragsverhältnis bestand zwischen Dir und dem Vermieter - der Nachmieter hat damit nichts zu tun.

MÜSSEN wir auf das Schreiben reagieren?

nein, Du kannst auch warten, bis Du Post vom Gericht bekommst. Das wäre aber unklug und mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Im Fall der Fälle: Muss der Vermieter (wenn wir den Fall gewinnen) die
UNS entstandenen Anwaltskosten übernehmen, wenn wir ebenfalls einen
Anwalt einschalten?

ja.

PS: Der Vermieter hat sich während der Mietzeit einige andere Dinge zuschulden kommen lassen

das ist für den Sachverhalt völlig irrelevant.

(ständig unbefugtes Betreten des Grundstückes (nein, er wohnt nicht selbst darauf),

selbstverständlich darf der Eigentümer sein Grundstück betreten - sofern Ihr nicht das komplette Grundstück gemietet hattet.

Natürlich wurde der Vertrag von uns und dem VERMIETER unterzeichnet, wie auch oben geschrieben. Und nein, der Vermieter darf sein Grundstück nicht betreten, da wir zum Zeitpunkt des Mietverhältnisses das gesamte Grundstück gemietet und somit das Hausrecht hatten!

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@Kalive

ok - dann ist die Sachlage klar.

  1. Ihr habt einen gültigen Aufhebungsvertrag. Daß der Vermieter seinem Anwalt davon keine Kopie zur Verfügung gestellt hat bzw. ihn nicht darüber informiert hat, ist nicht Euer Verschulden. Ihr könntet theoretisch dieses Dokument bei einer Gerichtsverhandlung als Beweis vorlegen - klüger bzw. zumindest einfacher wäre es, dem Anwalt eine Kopie davon zu senden
  2. dann hätte der Vermieter in der Tat das Grundstück nicht betreten dürfen. Dies ist aber für den Sachverhalt irrelevant.
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@meini77

Danke. Dass der Vertrag nicht als Vertrag betitelt wurde (sprich es steht nicht "Aufhebungsvertrag" im Titel) und handschriftlich erstellt wurde, spielt hierbei keine Rolle, denke ich. Oder ?

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@Kalive

solange klar daraus hervorgeht, daß beide Parteien (also der Vermieter und der Mieter) sich einig sind, ist das kein Problem.

Gut wären Formulierungen wie "hiermit vereinbaren", "Mieter und Vermieter sind sich darüber einig" o.Ä.

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Wenn du das ganze Schriftlich hast solltest du gute Karten haben. Klingt für mich nach nem Betrugsversuch. Dein ehmaliger Vermieter scheint schwer gestört zu sein.

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