Nachbesteuerung bei einer Betrieblichen Altersvorsorge

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4 Antworten

Also einmal von Vorne..., Eine bAV, unabhängig ob als ( 1 ) " Umwandlung von Gehaltsteilen" oder ( 2 ) " Gehaltsumwandlung als zusätzliche Gehaltsumwandlung ", ist grundsätzlich nicht auflösbar vor dem Erreichen des Rentenalters. Der Sondertarif spielt hier überhaupt keine Rolle! Die " nur " aufgewendeten50.-€ Nettoaufwendungen/ Effektivzahlungen beziehen sich lediglich auf die Sozialversicherungs- und Einkommensteuerersparnis.

Frage 1: Wie lange hatten Sie diese bAV... 2: Welcher Durchführungsweg wurde gewählt...? 3: Seit wann bestand die bAV... ?

Sorry, aber grundsätzlich kann man keine bAV rekapitalisieren ( 1 + 2 ) vor dem Rentenbeginn...; insofern ist die Aussage der Kreissparkasse, sowohl was die Auflösung angeht, als auch der theoretischen Möglichkeit der Nachbesteuerung, völliger Quatsch...! ( Es sei denn, die Kommune ist in Insolvenz...)!

http://www.iww.de/lgp/archiv/lohnsteuer-und-sozialabgabenpflicht-lohnsteuer-und-sozialversicherung-bei-aufloesung-einer-betrieblichen-altersversorgung-f523

Quote: Rückabwicklung: Wird das Vertragsverhältnis (Versorgungszusage) komplett rückabgewickelt, auch mit Wirkung für die Vergangenheit, ist die Zahlung der Versorgungseinrichtung an den Arbeitnehmer lohnsteuerpflichtig nach § 19 Abs. 1 EStG.

bisher war der Anlagebetrag steuerbegünstigt ... durch die Auflösung, den Rückkauf der Grund für die Steuerbegünstigung verloren und der ausgezahlte Betrag wäre wie Arbeitseinkommen zu versteuern ...

Wäre mir neu, dass man die bAV vor Ablauf kündigen kann.

Nachversteuerung heißt: da die Beiträge hierzu aus dem Brutto bespart wurden (das nur 50,- € vom netto weg sind hat er mit der Steuer- und Sozialabgabenfreiheit zu tun als mit einem MA-Rabatt) heißt dies, dass das in der bAV gebundene Kapital unversteuertes Einkommen ist. Wenn es ausgezahlt werden würde, was ich bezweifel, würde das komplette Guthaben deinem Einkommen hinzugerechnet und du musst darauf Steuern zahlen und Beiträge zur Sozialversicherung.

kimsp 29.10.2012, 22:07

Im Falle einer Kündigung. Muss ich bei der Nachbesteuerung selbst tätig werden oder wird mir das nach der Versteuerung noch verbliebene Guthaben ausgezahlt?

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kevin1905 30.10.2012, 07:19
@kimsp

Hat der Anbieter deine Steueridentnummer?

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Ich denke Du unterliegst hier einen Trugschluß.

Wenn Du 100 € vom Brutto in eine Entgeltumwandlung eingezahlt hast, so hast Du deshalb nur ca. 50 € weniger da Du vorher SV-und Steuerersparnisse gehabt hast, mit einem Sondertarif hat das nichts zu tun.

Natürlich kannst Du eine Entgeltumwandlung auch vor erreichen der Altersrente kündigen, jedoch nur die Anwartschaften, die noch nicht unverfallbar sind, beispielsweise Du hast eine Entgeltumwandlung beim derzeitigen AG abgeschlossen und kündigst diese,** bevor** Du das Unternehmen verlassen hast.

Dann wird Dir DEin bis dahin angespartes GUthaben ganz normal wie Lohn gezahlt, also mit allen steuerlichen Abzügen zzgl. SV + dortige eventuelle Nachzahlungen.

Ob dies natürlich Sinn macht steht auf Blatt.

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