Nachbelastung vom Vermieter?

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9 Antworten

Nö. Die Frist ist verstrichen. Die Abrechnung für 2014 muss innerhalb von einem Jahr komplett bei dir vorliegen, Stichtag war der 31.12.2015. Danach kann der Vermieter für 2014 nix mehr nachfordern.

Derjenige, der falsch abgelesen hat, ist für daraus resultierende "Schäden" verantwortlich, keinesfalls der frühere Mieter.

Du kannst den Schrieb einfach ignorieren. Oder dem Vermieter einen netten Brief dazu schreiben. Dass das auch noch ausgerechnet die katholische Kirche ist, entbehrt nicht einer gewissen Ironie...

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Solche zwingenden Korrekturen, die der Vemeiter nicht zu verantworten hat, fallen nicht in die sonst übliche Verjährungnfrist für eine Nebenkostenabrechnung, die ja als solche auch fristgerecht erfolgt ist.

Sie sollten ein Kostenrisiko wohl abwägen!

Wer weiß schon, zu welchem Urteil ein Richter kommen würde?


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Kommentar von albatros
01.12.2016, 19:38

Die Rechtslage ist doch eindeutig. Der Diensleister hat geschlampt, er trägt dafür die Verantwortung. Von ihm darf der Vermieter Schadenersatz verlangen, keinesfalls vom Mieter. Außerdem wäre die Forderung gegenüber dem Mieter  natürlich verfristet bzw. verjährt.

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Nach 6 Monaten, gerechnet ab Rückgabe der Wohnung an den Vermieter, hat dieser wegen Verjährung keinerlei Anspruch auf Schadenersatz aus dem Mietverhältnis herrührend.

Außerdem besteht zu Lasten des Mieters eine Korrekturmöglichkit der Abrechnung nur binnen der 12monatigen Abrechnungsfrist über die Vorauszahlungen für Betriebskosten des Mieters. Diese ist aber seit 1.1.16 verfristet (bei Kalenderjahrmodus).

Es liegen also zugleich zwei Gründe für die Unrechtmäßigkeit  der Forderung vor. Teile ihm das so per Einwurfeinschreiben mit.

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Ich würde Nein sagen. Der Abrechnungszeitraum für Nebenkosten beträgt immer 12 Monate. Spätestens dann muß der Vermieter eine Abrechnug vorlegen. Wenn Du also Dezember 2014 ausgezogen bist, muß bis 12/2015 die Abrechnung vorliegen. Inhaltliche Fehler können zwar vom Vermieter korrigiert werden. Nach Fristablauf jedoch nicht zu ungunsten des Mieters. Gute Infos zu Fristen usw. gibt es hier:

http://www.nebenkostenabrechnung.com/nebenkostenabrechnung-fristen-fuer-vermieter/

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Es geht also um eine Korrektur der Nebenkostenabrechnung von 2014 und der Abrechnungszeitraum ist das Kalenderjahr? Der Vermieter muss die Nebenkostenabrechnung bis spätestens 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraumes dem Mieter zukommen lassen. Innerhalb dieser Frist kann er auch noch Korrekturen vornehmen.

Diese Frist war aber am 1.1.2016 vorbei, daher kann er eigentlich keine Korrekturen mehr vornehmen. Ausnahme: Wenn die fehlerhafte Abrechnung nicht seine Schuld war. Da liegt dann wohl der Knackpunkt: Wer hat den Zählerstand abgelesen? Und hast du nicht auch noch ein Auge drauf geworfen? Oder hast du den Zählerstand ungesehen quittiert?

Wenn mehrere Parteien im Haus wohnen, dann hätte da eigentlich auch eine größere Differenz zwischen den Wohnungszählern und dem Hauptwasserzähler auffallen müssen. Oder ist der Unterschied zum vorigen Zählerstand nur gering?

Es stellt sich mir auch die Frage, wie so ein Ablesefehler erst nach 2 Jahren entdeckt werden kann und wie man das beweisen will. Die ganze Sache ist für mich daher äußerst fragwürdig, aber auch nicht so einfach rechtlich zu klären. Vielleicht kann dir der Mieterbund hier weiter helfen, aber die von mir angesprochenen Fragen sollten erst mal geklärt werden.

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Kommentar von marcdex
01.12.2016, 10:57

Der Vermieter ist Kath. Kirchengemeinde, und die beauftragt immer eine Firma zum ablesen diverser Zählerstände.

Zitat "durch die Abrechnung des Verbandswasserwerk 2015 ist uns aufgefallen, dass die Rechnungen der Wasserversorgung für die Jahre 2014 und 2015 aufgrund eines falsch abgelesenen Zählerstandes fehlerhaft sind....

Wie Sie anhand Ihrer Nebenkostenabrechnung 2014 ersehen können, wurde für die Kostenposition Wasserversorgung insgesamt 60,83€ in Rechnung gestellt. Dies entspricht einem verbrauch von 3cbm.

 

Der Jahresdurchschnitt eines Einzelpersonenhaushaltes in Deutschland entspricht 36 cbm, sodass es uns sehr zu denken gab, dass in zwei Jahren nicht mehr als 4cbm verbraucht worden sein sollte...."

 

Ich weiß selber das es sehr wenig ist, aber es geht mir hier um das was rechtens ist. Da ich leider in meiner Mietzeit dort sehr oft auf Zahlungen gewartet habe. Mich ärgert es extrem das die nach so langer Zeit jetzt damit ankommen und mir eine Frist von 1 Monat vorgeben und das alles direkt vor Weihnachten, finde das nicht sehr nett, grade von der Kirchengemeinde.

 

 

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Was mich überrascht: Gibt es jetzt nur diese Begründung: "Der Jahresdurchschnitt eines Einzelpersonenhaushaltes in Deutschland
entspricht 36 cbm, sodass es uns sehr zu denken gab, dass in zwei Jahren
nicht mehr als 4cbm verbraucht worden sein sollte...."

Oder gab es konkrete Zahlen? Nur auf eine Schätzung würde ich gar nicht eingehen.

Ansonsten würde ich auf die Verjährung verweisen und auf § 556  III 2 BGB.

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.... unsere Gerichten urteilen, er darf, wenn der Versorger sich geirrt hat. Hat sich ein Vermieter geirrt, kann er nicht.

Hier hat wohl der Versorger nicht falsch abgelesen.

Viel Glück.

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Wenn der Abrechnungszeitraum das Kalenderjahr ist kann der Vermieter für 2014 jetzt nichts mehr geltend machen.

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Deine Frage diesbezüglich hat viele Ungereimheiten/Ungenauigkeiten. Nimm die Abrechnung und den Brief und lass es z.B. von einem Mieterschutzverein o.ä. überprüfen!

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