Nachbearbeitung von Tonmaterial?

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2 Antworten

rein grundsätzlich geht das, allerdings hängt der Erfolg von vielen Parametern ab. Beim konkreten Beispiel "Sirene gegen Sprache" ist die Lage recht einfach, weil die Sirene nur 2 schmalbandige Frequenzbereiche belegt, während die Sprachsignale sehr breitbandig sind. In diesem Fall "leidet" das Sprachsignal in seiner Verständlichkeit nicht sonderlich, wenn man zeitlich genau abgestimmt exakt die Sirenenfrequenz löscht (so ähnlich, wie du es dir wohl schon vorgestellt hast). Wenn aber die Störung (hier Sirene) eine andere ist, z.B. irgendwer quasselt in die Aufnahme hinein und dieses soll entfernt werden, dann gestaltet es sich viel schwieriger weil die gewünschten Signale (Interview) und die störenden quasi im gleichen Bereich liegen - dann müsste man (bei obiger Strategie) so viel vom Gesamtsignal entfernen, dass zu wenig vom Nutzsignal übrig bleibt. Hier muss man dann etwas tiefer in die signalverarbeitungstechnische Trickkiste greifen - und auch herumprobieren (machbar ist vieles, allerdings der Aufwand steigt enorm).

Immerhin hab ich dann zwei Töne mit unterschiedlichen Frequenzen.

Das ist leider nicht so, und darin liegt das Problem: Die Sprache die ihr aufgenommen habt und die Sirene sind jeweils nicht nur ein Ton/eine Frequenz sondern ganz viele Frequenzen, ein so genanntes Frequenzspektrum . Und dies Frequenzspektren überlagern sich und deshalb: Immer wenn man mit dem Equalizer versucht, die Sirene wegzumachen, wird auch was von der Stimme weggemacht.

Ist ein bisschen kompliziert und schwer zu erklären..

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