nachbars Baum auf meinem Grundstück

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7 Antworten

Wer den Baum mal gepflanzt hat ist unerheblich - da ja auch nicht nachweisbar. Der Grundstückseigentümer haftet für seinen Baum. Soviel mal zur Ausgangslage. Wenn Du mal im Internet mit den Stichworten Baumschutzsatzung und deine Gemeinde eingibst, wirst Du schnell herausfinden, ob eine Baumschutzsatzung besteht. Wenn nein, kannst Du den Baum fällen (bis zum 28.2. - danach ist Vogelschutz) , wenn ja, und der Baum fällt unter die Bestimmungen der Baumschutzsatzung (meistens sowas wie 80 cm Umfang in 1m Höhe, aber manchmal sind auch Nadelhölzer ausgenommen), dann kannst Du bei der Stadt/Gemeinde einen Fällantrag stellen mit dem Hinweis, dass er bauliche Anlagen beschädigt. Damit wird in der Regel jeder Antrag genehmigt. Sollte Euer Haus gar nicht auf Gemeindegelände stehen (Außenbereich) sieht es anders aus.

Also muß ich für den Mist den mein Nachbar verzapft hat gerade stehen. Und wenn meine Klärgrube dadurch beschädigt ist bleibe ich auf dem Schaden sitzen. Wird durch das Fällen und Wurzel entfernen die Hauptwasserleitung beschädigt sind wir also auch dran. Das kann doch nicht sein?

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Wenn der Baum auf Deiner Seite des Grundstücks steht, so kannst die ihn unter Beachtung einer evtl. Baumschutzsatzung Deiner Gemeinde und unter Beachtung der Jahreszeit mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit entfernen.

Sollte es sich um einen Grenzbaum handeln, sprich, er steht beim Nachbarn und es ragen lediglich Äste zu Dir rüber, so hast Du auf das Fällen des gesamten Baumes keinen Anspruch mehr. Auch ein Beschnitt ist nur unter bestimmen Voraussetzungen zulässig.

Hierzu kannst Du im Nachbarschaftsrecht Deines Bundeslandes und im Bereich §910 BGB entsprechend nachlesen.

Meines Wissens haftet der Baumeigentümer für Schäden, die durch seinen Baum entstehen. Wenn also diese Zypresse konkret entweder die Leitung oder auch Eure Klärgrube beschädigt, so trägt er die Kosten.

Wenn Äste o.ä. Euch auf Euerm Grundstück beeinträchtigen, müsst Ihr den Baumeigentümer auffordern, diese zu entfernen. Am besten mit Frist und der Ankündigung, daß Ihr ansonsten die notwendigen Maßnahmen von einem Fachbetrieb auf seine Kosten durchführen lasst.

Selbst schnibbeln ist problematisch, da Ihr dann haftet, wenn das Gewächs daran zugrunde geht.

Letztlich würde ich aber erst einmal mit meinem Nachbarn ein Schwätzchen halten.

Wieso steht auf deinem Grundstück, überhaupt ein Baum vom Nachbarn? Wenn der auf deinem Grundstück steht, wirst Du auch für die Kosten aufkommen müssen.

schau mal ins nachbarschaftsrecht eurer gemeinde rein.

Ihr hättet wohl schon vor 20 Jahren nicht zulassen dürfen, dass der Baum da gesetzt wird.

Wie ihr euch verhalten müsst, solltet ihr den Begutachter fragen.

Das was bei euch auf der zaunseite ist, ist euer Eigentum. Also könnt ihr damit machen was ihr wollt.

Also muß ich für den "Mist" den mein lieber Nachbar gemacht hat auch die Kosten tragen? das kann doch irgendwie nicht sein.

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Ich hab jetzt nicht Jura studiert oder so. Aber sie können ja mal ihren Nachbar fragen, ob er die Kosten übernehmen könnte. Wenn er das nicht macht dann müssen sie, meines Wissens nach, selber dafür aufkommen. ( kann sein das ich falsch liege, hab es so aber schon mal gehört )

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